Renate Leismann – Abschied von einer Schmallenberger Schlagersängerin

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KPK484340Im April des vergangenen Jahres verstarb der Schmallenberger Schlagersänger Werner Leismann – jetzt, nur zehn Monate später, müssen Familie, Freunde und Schmallenberger auch Abschied von seiner Schwester Renate Leismann nehmen. In der Nacht zum Mittwoch letzter Woche erlitt sie einen Herzstillstand. Ihr Ehemann Gerd Skolmar fand sie wenig später in der gemeinsamen Wohnung in Holthausen.
„Schon länger hatte sie sich nicht wohl gefühlt, hatte gesundheitliche Probleme“, sagt Gerd Skolmar. Doch mit diesem plötzlichen Tod der 73-Jährigen hatte niemand gerechnet. „Man bekommt das Bild einfach nicht aus dem Kopf“, sagt er tief betroffen.

Für unsere WOLL-Special-Ausgabe zur Schmallenberger Woche im August 2014 führten wir noch ein Interview mit Renate Leismann, in dem sie sehr erfreut über ihre neuesten Veröffentlichungen berichtete. Nachdem es durch die schwere Krankheit von Werner Leismann ruhig geworden war um die Geschwister, entstand im Jahr 2010 das Rothaarsteiglied. „Das Lied war ein voller Erfolg“, sagt Gerd Skolmar. Ende 2014 produzierten die „Leismänner“ ein neues Doppelalbum. Auf vier CD´s mit 80 Titeln sind neben vielen bekannten und erfolgreichen Hits aus den 50er Jahren auch 15 neue Lieder zu hören. Und auch ein TV-Special wurde 2014 im Sauerland gedreht: Unter dem Titel „Die Zeit heilt alle Wunden“ wurde die Karriere der Geschwister Leismann in täglicher Ausstrahlung dokumentiert. Immer dazu gab es die Songs aus über 50 Jahren zu hören.

Zahlreiche musikalische Auszeichnungen, Fernseh- und Bühnenauftritte sowie einige große Hits machten das Schmallenberger Geschwister-Duo zu bekannten Größen in der Schlager-Welt. Im Jahr 2010 wurden sie für 50 Jahre Bühnenpräsenz ausgezeichnet.

Die Musik war bis zuletzt die große Leidenschaft von Renate und Werner Leismann und die Musik hatte sie ein Leben lang eng verbunden. „Renate kam nicht über den Tod ihres Bruders hinweg“, erklärt Gerd Skolmar. Die große Trauer, so scheint es, hat ihr das Herz gebrochen.

Renate Leismann war immer tief verbunden mit ihrer Heimat und lebte seit 28 Jahren in Holthausen. Beigesetzt wird sie in ihrer Heimatstadt Schmallenberg am kommenden Samstag.

Neben ihrem Mann hinterlässt sie ihren Sohn Frank, der ebenfalls in Schmallenberg lebt.
Wie auch ihrem Bruder Werner werden auch ihr sicher viele Fans und Schmallenberger ein ehrendes Andenken bewahren.

Kommentare

  1. H.Joachim Raasch meint:

    Konnte es nicht fassen als ich erfuhr das auch Renate uns verlassen hat.
    Ich werde Renate & Werner nicht vergessen“ Gott sei Dank“ hinterlassen sie uns die schöne Musik!
    Der Familie wünsche ich viel Kraft

    Ihr H.J. Raasch

  2. Gunther Gerke meint:

    Kann mich nur anschließen. Die beiden waren immer menschlich geblieben und einfach nur toll. Hoffentlich sieht man die Dokumentation nochmal im Fernsehen. Habe das nicht gewusst. Würde gerne informiert. Gunther Gerke gumasch@gmx.de Danke imVoraus.

  3. Zinßmeister Walter meint:

    Hallo liebe Hörer aus deutschen Schlagerlanden,
    Ganz kurz zu meiner Person: Baujahr 1949, mein Leben war damals wie heute nur
    Radio, die Platte Gaucho Mexicano hat mich 1963 total in meinen Bann gezogen. 1968 waren beide Leismänner bei uns in dörflicher Umgegbung beim örtlichen Männergesangsverein in einem Zelt aufgetreten, was mir damals sehr imponierte. Bin bis heute noch ein großer Liebhaber der Leismanns und werde Sie meiner Lebensrestzeit nie vergessen.
    Grüße aus Steinwenden
    Westpfalz

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