Topflappen früher und heute – Griffhilfe oder Küchenkunst

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Seit der Erfindung des Topfes gilt der Topflappen als ältester Begleiter des Menschen.
Mit diesem Thema beschäftigt sich derzeit eine Ausstellung im Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen.
„Wir haben den Lappen aus dem Küchendunst ins Museum geholt“, sagt Ursula Meyn-Scheck aus Wadersloh, die die Idee zu dieser interessanten Zwischenausstellung hatte. Denn wer kennt sie nicht, „die guten alten Topflappen…“?
In zwei Ausstellungsräumen werden unterschiedlichste „Kunstwerke“ präsentiert. Der Vielfalt an Darstellungsform und Gestaltung sind dabei keine Grenzen gesetzt, auch die Materialien sind unterschiedlich.
So sind es in erster Linie gehäkelte Werke, aber auch genäht und in seltenen Fällen gestrickt fanden und finden sie auch heute noch ihre Verwendung.

Griffhilfe oder Küchenkunst

In früheren Zeiten war der Topflappen größtenteils Gebrauchsgegenstand, während er in heutiger Zeit oft als Küchendekoration dient. Bis in die heutige Zeit wird der Topflappen auch als Werbezweck gefertigt und mit Firmenlogo versehen an die Kunden verschenkt.

In der Ausstellung sind einige Zierstücke zu sehen, die meisten von ihnen sind aus der Zeit um 1900 und aus Baumwolle gefertigt. Aber auch andere Stoffe wurden verwandt. Ein Kunstwerk ist aus den Händen von Katharina Krenkel, die sämtliche Gegenstände in Haus und Heim mit viel Phantasie in gehäkelter Form gestaltet.

 

In der heutigen Zeit hat der praktische Topfhandschuh den alten Topflappen größtenteils als Griffhilfe ersetzt. Und dennoch ist es damals wie heute üblich, dass man irgendwann in der Schulzeit im Textil-Unterricht einmal Topflappen häkelt.

Die Ausstellungsstücke sind Restbestände aus einer ehemaligen Ausstellung und stammen alle aus der Sammlung von Ursula Meyn-Scheck – einer Sammlerin, die mit ihren Exponaten schon mehrmals das Holthauser Museum bestückte. Die Sammlung ist nicht vollständig, doch das ein oder andere Stück lässt die künstlerische Begabung des Erzeugers erkennen oder lädt auch zum Schmunzeln ein.
Die Ausstellung ist während den Öffnungszeiten des Museums zu besuchen und läuft bis Mitte April. Dann folgt die nächste Ausstellung, bei der es sich um Musik aus den 50er und 60er Jahren dreht.

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