Mitten im Sauerland

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2,3 Millionen Euro stehen zur Verfügung

Gut besucht war die erste Sitzung der ver Kompetenzgruppen des LEADER-Vereins "4 mitten im Suerland" in Heumes Scheune in Schmallenberg-Arpe. Bild: pivat oder ohne Bezeichnug.

Gut besucht war die erste Sitzung der ver Kompetenzgruppen des LEADER-Vereins „4 mitten im Suerland“ in Heumes Scheune in Schmallenberg-Arpe.

Der geplante Bau eines Dorfgemeinschaftshauses in Schmallenberg-Huxel hat eine große Hürde genommen. Eine Förderung durch Mitteln des LEADER-Programms der EU ist in Aussicht. Auf der ersten Sitzung der vier Kompetenzgruppen des LEADER-Vereins „4 mitten im Sauerland“, der Bestwig, Meschede, Eslohe und Schmallenberg vertritt, am Mittwochabend in Heumes Scheune in Schmallenberg-Arpe stimmten die Teilnehmer einer Förderung zu. Sie sprachen eine „wohlwollende Empfehlung“ an den Vorstand aus, der am kommendn Montag (1. Februar) darüber entscheidet. Eine Zustimmung für die Förderung von 85 000 Euro aus dem EU-Topf gilt als wahrscheinlich. Insgesamt kostet das Haus rund 130 000 Euro zuzüglich Eigenleistung der Dorfbewohner. Die Co-Finanzierung von 45 000 Euro übernehmen die Stadt Schmallenberg und die Dorfgemeinschaft Huxel.

„Das Dorfgemeinschaftshaus soll ein Kommunikationszentrum werden, Generationen verbinden und die Dorfgemeinschaft stärken“, sagte Oliver Wahl, der Vorsitzende des Fahnen- und Heimatvereins. „Bisher ist in Huxel kein geeignetes Gebäude als soziales und kulturelles Zentrum vorhanden.“ In dem Dorfgemeinschaftshaus mit multifunktionalem Innenraum sollen u. a. eine Ehrenamtskneipe, ein Café und ein Jugendtreff eingerichtet werden.

Weiterhin sprachen sich die Kompetenzgruppen für eine Förderung der „Aufwertung und Optimierung des Bergbauwanderweges“ in Ramsbeck und des „Rucksackprojekts“ des Kommunalen Integrationszentrums aus. Für die infrastrukturelle Verbesserung des Bergbauwanderweges sind 16 500 Euro an Materialkosten vorgesehen. „Neue Ruhebänke und Infotafeln, der Bau einer Materialhütte, Arbeiten an der Schutzhütte Alwine oder Sicherungsmaßnahmen an Stollen und Halden sind dringend erforderlich“, sagte Alfred Braun, der Vorsitzende des Fördervereins.

Reinhold Weber (r.) freute sich mit den vier Vorsitzenden der Kompetenzgruppen (v. l.) Klaus Wahle, Siemar Moritz, Steffi Kühn-Maier und Johannes Trippe über den gelungenen Abend in Schmallenberg-Arpe. Bild: privat

Reinhold Weber (r.) freute sich mit den vier Vorsitzenden der Kompetenzgruppen (v. l.) Klaus Wahle, Siegmar Moritz, Steffi Kühn-Maier und Johannes Trippe über den gelungenen Abend in Schmallenberg-Arpe.

Rund 6500 bis 7500 Euro sind für das „Rucksackprojekt“ des Kommunalen Integrationszentrums in Aussicht. Hier geht es um Sprachförderung der Kinder mit Migrationshintergrund. Durch qualifizierte Elternbegleiterinnen werden die Mütter bzw. Eltern geschult und erfahren, wie sie ihre Kinder in der Sprachentwicklung optimal fördern können. Die Kinder lernen ihre Muttersprache und Deutsch. „Das ist auch eine wichtige Maßnahme für die Integration in den Dörfern“, erklärte Dorothee Schackmann, die Leiterin des Integrationszentrums.

Insgesamt stehen im zweiten LEADER-Prozess für die Region „4 mitten im Sauerland“ 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. „Täglich erreichen uns neue Projektideen“, erklärte Regionalmanager Stefan Pletziger. Die Förderphase läuft bis 2020.

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