Das letzte Jahrhundert der Pferde

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Bestsellerautor Ulrich Raulff in Schmallenberg

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit war am gestrigen Donnerstagabend Bestsellerautor Ulrich Raulff, gleichzeitig Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, zu Gast beim Kunstverein e.V. Schmallenberg. Der im Sauerland geborene Kulturwissenschaftler und Buchautor las aus seinem erfolgreichen Sachbuch „Das letzte Jahrhundert der Pferde, Geschichte einer Trennung“.

Ulrich Raulff

Ulrich Raulff

Mit den Augen eines Historikers betrachtet, erscheint die Trennung von Mensch und Pferd als das zentrale Kapitel in der Geschichte vom Ende der agrarisch geprägten Welt. Um 1900 arbeiteten die meisten Menschen auf unserem Planeten in der der Land und Ernährungswirtschaft, bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war das Bild der westlichen Welt noch stark von landwirtschaftlichen Strukturen, von Bauerndörfern, Märkten, Viehherden und Kornfeldern bestimmt, dann setzte die Mechanisierung ein, die das Pferd durch Maschinen ersetzte. „Durch die Brille der Geschichtsphilosophie betrachtet, erscheint die Trennung von Mensch und Pferd als Auflösung einer singulären Arbeitsgemeinschaft“ so der Autor in dem Vorspruch zu seinem Buch.

9783406682445_largeIm Kunsthaus Alte Mühle erwartete die rund dreißig Zuhörer ein informatives und unterhaltsames Gespräch mit Ulrich Raulff, der mit Stolz auf seine Kinder- und Jugendzeit in der Nähe von Meinerzhaben verwies und dort mit Pferden aufgewaschsen ist. Vor rund zwanzig Jahren  haben ihn Erlebnisse bei einem Besuch in den USA sprichwörtlich auf  die Spur gebracht, so dass er sich seither intensiv mit dem Thema „Mensch und Pferd“ auseinandergesetzt hat. Im vergangenen Jahr ist das Buch im C.Beck-Verlag erschienen.  Die Kritiker überschlagen sich mit Lob und Anerkennung. In diesen Wochen wird der Bestseller bereits in 4. Auflage gedruckt.

 

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