PopUp Café in Schmallenberg mit großer Resonanz

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Ein Abend ganz im Zeichen des Unternehmertums

Ein Abend ganz im Zeichen des Unternehmertums fand am vergangenen Mittwochabend im Lichtwerk in Schmallenberg statt. Studierende der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede hatten gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. (SUZ) zu einem geselligen und informativen Abend rund um die Themen Existenzgründung und Entrepreneurship eingeladen.

Pressefoto_PopUp-CaféZu Beginn der Veranstaltung stellten die Schmallenberger Gründer Florian Nölling von „German-Box“ sowie Sebastian Uting von „AD2GO“ ihren bisherigen Werdegang vor: „German-Box“ ermöglicht es, individuelle Carepakate mit typisch deutschen Produkten in die ganze Welt zu versenden. Die Idee dazu kam Florian Nölling während seiner Nachtschicht: Ein Stück Regionalität und die damit verbundenen Emotionen sollten in der ansonsten anonymen Onlinewelt mit Menschen geteilt werden können. Nach einem Aufruf am Schwarzen Brett seines Fitnessstudios konnte er schnell einen Mitstreiter finden und kurze Zeit später die ersten Boxen bepacken.

Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium in Köln mit Schwerpunkt Marketingkommunikation machte sich Sebastian Uting im Jahr 2014 mit dem Medienunternehmen „AD2GO“ selbstständig und platziert seitdem Werbebotschaften im Alltag unterschiedlichster Zielgruppen. Zu den Produkten von AD2GO zählen Coffee-to-go-Becher, Bäckertüten, Eisbecher, Popcorntüten und zukünftig auch Pizzakartons. „Das Gründerleben kann man mit einer Achterbahnfahrt vergleichen: Es gibt immer Hoch- und Tiefpunkte. Wichtig ist dabei, an seine Idee zu glauben und aus Rückschlägen zu lernen“, fasst Sebastian Uting seinen bisherigen Weg zusammen.

Nach den Vorträgen der Schmallenberger Gründer, stellte Peter Nauroth, Firmenkundenberater der Stadtsparkasse Schmallenberg, verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten für eine Existenzgründung vor. So bieten etwa die NRW.BANK und die KfW-Bankengruppe ein umfangreiches Kreditangebot für potenzielle Gründer an. Der Finanzexperte führte auch typische Gründungsfehler auf: Gründungsvorhaben werden häufig übereilt angegangen, hinzu kommt in vielen Fällen ein unvollständiges und mangelhaftes Gründungskonzept. Auch die Planung des Kapitalbedarfs erfolgt nach seiner Erfahrung oftmals nur unzureichend.

Nach einer kurzen Show des Zauberkünstlers Steffen Nitsche fanden sich abschließend Carolin Dennersmann, Mitbegründerin der Marketing- und Werbeagentur „Camalot Media“ in Iserlohn, Torben Feil vom „Unternehmerverlag Südwestfalen“, Prof. Dr. Ewald Mittelstädt von der Fachhochschule Südwestfalen sowie Peter Nauroth zu einer spannenden Podiumsdiskussion zusammen. Die Teilnehmer diskutierten unter anderem die Frage, inwieweit sich ländliche Regionen mit Startup-Metropolen messen können: „Regionen wie Schmallenberg bieten Gründern beste Voraussetzungen. Durch viele direkte Kontakte kann man oftmals schon auf ein Netzwerk an Unterstützern zurückgreifen und auch das familiäre Umfeld gibt Sicherheit und Halt, wenn es nötig ist“, so Prof. Dr. Mittelstädt.

Bei der abschließenden offenen Gesprächsrunde hatten die rund 120 Besucher die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch und Gespräche mit den Referenten.

Der Tenor des Abends war eindeutig: „Derartige Veranstaltungen sollte es häufiger in Südwestfalen geben.“

Maßgeblich unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Stadtsparkasse Schmallenberg und heimische Unternehmen.

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