Sauerland-Tourismus: Ein Jahr der Allianzen und Neuaufbrüche

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Verband motiviert Mitglieder: „Setzt weiter auf hohe Qualität!

2015 ist für den Sauerland-Tourismus ein Jahr der Allianzen und Neuaufbrüche, der besonderen Beschlüsse und richtungsgebender Denkanstöße gewesen. Der Geist des „Neuen Sauerlands“ hatte beispielsweise den Sauerland-Tag im Mai geprägt, beflügelte mit seiner frischen Aufbruchsstimmung auch die heutige Mitgliederversammlung des regionalen Tourismusverbandes im Sauerlandpark Hemer. Denn was beim Sauerland-Tag verkündet wurde, wird die Arbeit des Verbandes und seiner Partner in den kommenden Jahren entscheidend bestimmen.

Was mit dem im Mai beschlossenen und am Sauerland-Tag vorgestellten Logo „Sauerland in Südwestfalen“ begonnen hat, wird der Sauerland-Tourismus mit seiner Markenstrategie fortsetzen. Bei der Mitgliederversammlung stellte der Tourismusverband als Vorstufe zu dieser Strategie das Marken-Positionspapier vor. Fest steht darin die Vision: Das Sauerland möchte die beliebteste Region in Nordrhein-Westfalen werden und zu den Top Ten in Deutschland und Benelux zählen. Eine Rechnung, die dann aufgehen wird, wenn der Lebensraum mit hoher Qualität und gleichzeitig das Top-Kurzreiseziel in der Summe beworben werden. Das Sauerland möchte sich künftig also von der Herkunfts- zur Lebensgefühl-Marke bewegen, was innerhalb der strategischen Allianz in Südwestfalen gelingen kann. Das Sauerland wird sich bei Bürgern, potenziellen Neubürgern und Gästen vorstellen als Ort zum Ankommen und Wohlfühlen, an dem Orientierung und Halt zu finden sind. Wo Ruhe und Weite der Natur die Kulisse prägen und Bewegung draußen in der Landschaft einfach nur gut tut, dort können sich Menschen auf das Wesentliche besinnen und Kraft schöpfen. Eine Region, in der sie sich eingebunden fühlen, entfacht in ihnen neue Heimatgefühle. Und Gäste schätzen diese Heimat auf Zeit als bewusste Auszeit. So jedenfalls heißt es im neuen Markenversprechen des Sauerlandes.

Erneut mehr Reisende

Diese bewusste Auszeit haben im Jahr 2015 erneut mehr Reisende genutzt. Die Zahlen der offiziellen Gäste-Statistik – die aktuell bis September vorliegen – kennzeichnen das touristische Jahr wie folgt: Von Januar bis September 2015 reisten gut 1,84 Millionen Gäste in die grüne Freizeitregion, das entspricht einem Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es wurden in diesen zehn Monaten 5,8 Millionen Übernachtungen gezählt, das macht ein Plus von 1,6 Prozent. Erfreulicher Weise nahmen auch die Reisen ausländischer Gäste – die im vergangenen Jahr durch den Nicht-Winter noch ein leichtes Minus aufgewiesen hatten – wieder zu. 363.040 Urlauber aus dem Ausland, vornehmlich aus den Niederlanden und Belgien, haben von Januar bis September 2015 das Sauerland besucht, also 2,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl ihrer Übernachtungen ist um 1,0 Prozent gestiegen, insgesamt wurden statistisch 1,17 Millionen Übernachtungen gezählt. Diese Zahlen beziehen sich auf das gesamte touristische Sauerland inklusive der hessischen Gemeinden Willingen und Diemelsee sowie der Gemeinde Bad Wünnenberg.

„Dieser Schub ist zum einen natürlich einer recht guten Wintersaison zu verdanken, von der vor allem die Orte in den Hochlagen profitiert haben“, weiß Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus. „Jedoch strahlt die Attraktivität des Sauerlands als Winterland auch auf die gesamte Region aus.“ Doch das Sauerland hat sich immer mehr als beliebte Kurzreiseregion für unterschiedliche Zielgruppen zu allen Jahreszeiten etabliert. So war 2015 beispielsweise der Mai ein starker Reisemonat. Weber: „Unsere Gäste nutzen beispielsweise die Brückentage und verlängerten Wochenenden, um schnell mal raus zu fahren und bewusst einen Kulissenwechsel zum Alltag wahrzunehmen: Hier ist das Sauerland mit seiner Nähe zu den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr sowie mit seinen Relax-Angeboten prädestiniert als Energie-Tankstelle, die quasi vor der Haustür liegt.“

Hoher Standard für Bürger und Gäste

Diesen anhaltenden Zuspruch hat sich das Sauerland zusammen mit seinen Partnern erarbeitet, indem es fortwährend in die Qualität seiner Angebote investiert hat. Ein gutes Beispiel sind die Sauerland-Wanderdörfer, die als bundesweit erste „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ zertifiziert wurden. Erreicht haben die beteiligten Orte das Prädikat, in dem sie sowohl hochwertige Infrastruktur als auch beständige Servicequalität entlang der gesamten Servicekette einer Wanderung vorhalten. Oder einfach gesagt: Wanderer, die hier ihren Urlaub buchen, verlassen sich auf ein stimmiges Gesamterlebnis von der mühelosen Planung der Reise, über gute Betreuung vor Ort und ein umfangreiches Angebot an gut markierten und beschilderten Wanderwegen bis zu komfortablen Unterkünften und authentisch-regionalem Genuss.

Dabei gilt vor allem das Denken in Serviceketten nicht nur im Tourismus, sondern auch in allen Belangen des Alltags. Darin sind sich Sauerland-Tourismus und die Südwestfalen Agentur einig, die ebenfalls die Willkommenskultur in der Region verstärken möchte. Orte, die ihre Freizeitinfrastruktur pflegen und auf hohem Niveau erhalten, verbessern in erster Linie die Lebensqualität der dort lebenden Bürger. Das aber kommt unmittelbar den Gästen im Sauerland zu Gute. Der Sauerland-Tourismus möchte daher erreichen, dass sich jeder Ort im Sauerland touristisch positioniert und entweder allein oder im Netzwerk mit anderen Kommunen bestimmte Basisanforderungen erfüllt. Damit sollen Bürger, potenzielle Neubürger und Gäste einen Grundstandard geboten bekommen. Dazu gehören zum Beispiel ein stimmiges Tourismuskonzept, Info-Punkte vor Ort, nutzerfreundliche und aktuell gehaltene Internetseiten, Online-Gastgeberverzeichnisse und -Veranstaltungskalender. Ebenso aber ist es Aufgabe der Orte, an den touristischen Entwicklungen in der Region mitzuwirken, die etablierten Sauerland-Standards einzuhalten oder ihre Gastgeber und Leistungsträger zur Fortbildung und Qualifizierung anzuregen.

Wechsel an Vorstandsspitze

Bei der Mitgliederversammlung hat der Kreisdirektor des Kreises Olpe, Theo Melcher, sein Amt als 1. Vorsitzender des Sauerland-Tourismus angetreten. Er übernahm die Position von Dr. Klaus Drathen, Hochsauerlandkreis, der nun sein Stellvertreter ist. Der Wechsel der beiden Kreisdirektoren an der Spitze des Tourismusverbandes in regelmäßigem Turnus ist bewährte Tradition.

Neu in den Vorstand wurde Stephan Kersting, Bürgermeister von Eslohe, gewählt. Er folgt auf Detlef Lins, den ehemaligen Bürgermeister von Sundern, der mit großem Dank für seine Vorstandsarbeit aus dem Gremium verabschiedet wurde.

Mitgliederversammlung_Sauerland-Tourismus_2015.jpg Dr. Klaus Drathen (Mitte), Hochsauerlandkreis, gibt sein Amt als 1. Vorsitzender des Sauerland-Tourismus an Theo Melcher, Kreis Olpe, weiter. Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus (Zweiter von rechts), und die Kolleginnen Julia Göddeke (links) und Julia Rohe bedankten sich - stellvertretend für das Team - für sein Engagement. Foto: Sauerland-Tourismus e.V. / Nadja Reh

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Dr. Klaus Drathen (Mitte), Hochsauerlandkreis, gibt sein Amt als 1. Vorsitzender des Sauerland-Tourismus an Theo Melcher, Kreis Olpe, weiter. Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus (Zweiter von rechts), und die Kolleginnen Julia Göddeke (links) und Julia Rohe bedankten sich – stellvertretend für das Team – für sein Engagement.
Foto: Sauerland-Tourismus e.V. / Nadja Reh

 

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