Jagdhaus und Schanze

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Auf dem Dach des Sauerlandes

Die beiden Höhenorte Jagdhaus und Schanze – auf dem Dach des Sauerlandes – bekommen im aktuellen WOLL-Magazin für Schmallenberg/Eslohe eine passende Würdigung und Vorstellung. Die Fotos der WOLL-Fotografen Heidi Bücker und Klaus-Peter Kappes zeigen eindrucksvoll die beiden Orte. Hier geht es zu einer Bildstrecke von Heidi Bücker auf Facebook.

Von Ursel Schöne

Jagdhaus

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Foto: Heidi Bücker

642 Meter hoch liegt der Ort Jagdhaus, an der Grenze zum Kreis Siegen-Wittgenstein. Von Fleckenberg aus fährt man eine längere, sich windende Straße bergauf und gewinnt innerhalb kurzer Strecke knapp 300 Meter an Höhe. Hier glaubt man fast, in einer anderen Welt zu sein: Man ist weitab des Geschehens und kann wunderbare Höhenluft genießen. Trotzdem ist der circa 60 Einwohner große Ort vielen Leuten bekannt. Immerhin lebt die Hälfte der Einwohner vom Tourismus. Mehrere Hotels haben ihren Sitz in Jagdhaus: Das in der fünften Generation geführte Vier-Sterne-Hotel Jagdhaus Wiese, Hotel Gasthof Tröster und der Schäferhof. Einwohner wie Gäste profitieren vom reichhaltigen Kulturangebot in Bad Berleburg oder im Schmallenberger Raum, für die sich Jagdhaus als Ausgangspunkt sehr gut anbietet.

Foto: Heidi Bücker

Foto: Heidi Bücker

Auch der Rothaarsteig führt durch das Dorf. Mit seinen zahlreichen Wanderwegen auf dem Kamm des Rothaarsteigs ist Jagdhaus zu allen Jahreszeiten ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für alle Wanderfreunde. Hotel Jagdhaus Wiese hat sich ganz auf die Bedürfnisse der Wanderer eingestellt und bietet als zertifizierter „Qualitätsbetrieb Rothaarsteig“ speziellen Service wie Wandern ohne Gepäck, einen Abholservice für die Wanderer und selbstverständlich auch den Verleih von Wanderausrüstung an.

Ein Geheimtipp für Kletterer ist der Naturfels Kapplerstein. Er ist nur fünf Kilometer von Jagdhaus entfernt und besteht aus rauem Porphyr-Gestein. An der 20 Meter hohen Wand sind bis zu 40 verschiedene Kletterrouten möglich. Aufgrund seiner Höhenlage ist Jagdhaus auch im Winter ein Paradies. Der Schnee zaubert eine wunderschöne Naturkulisse in der malerischen Landschaft des Sauerlandes. Langläufer kommen hier voll auf ihre Kosten: Die Rothaarsteigloipe verläuft auf insgesamt 52 Kilometern maschinell gespurten Wegen. (us)

Foto: Klaus-Peter Kappest

Foto: Klaus-Peter Kappest

Schanze

Foto: Heidi Bücker

Foto: Heidi Bücker

Nur knapp 40 Einwohner zählt das Dörfchen Schanze bei Grafschaft. Seinen Namen bekam der Ort durch die Wegesperren an der von Leipzig nach Köln führenden Heidenstraße. Früher lebten die Einwohner des Ortes hauptsächlich von der Landwirtschaft und der Kohlenbrennerei. Heute ist der Ort eher durch Wander- und Wintersport bekannt. Mehrere Wanderwege verlaufen durch das Dorf, darunter der Rothaarsteig, der WaldSkulpturenWeg mit seiner Skulptur „Krummstab“ und der Kyrillpfad. Nachdem der Orkan Kyrill im Januar 2007 ein verheerendes Bild der Verwüstung zurückgelassen hatte, wurde bei Schanze ein Teil des Areals belassen. Auf einem Kilometer Länge wurden für die Besucher die Auswirkungen des Sturms erlebbar gemacht. Auch die Winterfreunde kommen hier nicht zu kurz: Auf 720 Metern Höhe bietet ein weitläufiges Loipennetz mit insgesamt 38 Kilometern in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden optimale Wintersportbedingungen für alle Bedürfnisse. (us)

Foto: Klaus-Peter Kappest

Foto: Klaus-Peter Kappest

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