Orchester der Extraklasse

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Musikverein Bremke 1921 eV organisierte gemeinsam mit dem Volksmusikerbund (VMB) NRW einen großen Konzertabend in der Stadthalle Meschede.

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Foto: Arne Piepke

Als am 27. Oktober pünktlich um 19.30 Uhr die 68 Musiker des Kreisjugendorchester VMB HSK „Sauerland Winds“ die große Bühne der Stadthalle Meschede betraten, war dem Publikum in der restlos ausverkauften Stadthalle noch nicht klar was auf es zu kommt.

Das Publikum wurde begrüßt mit Dynamica von Jan van der Roost. Kräftige Blechklänge gepaart mit technisch höchsten Anforderungen an jeden einzelnen Musiker. Bei diesem Projekt wagte sich das Auswahlorchester aus dem Sauerland erstmals in die Kategorie 5 – Höchststufe für Blasorchester. Nach den letzten fortissimo Passagen des tiefen Blechs und tiefen Holzes ertönte ein großes Raunen durch den Konzertsaal, bevor das Publikum in frenetischen Applaus verfiel.

Abraham – ein biblisches Tongedicht für Blasorchester. Lena Dawidowski, die Moderatorin des Abends und Organisatorin des Orchesters moderierte mit viel Hintergrundwissen lebhaft und charmant durch das Programm.

Bei der Bibel handelt es sich oftmals um einen Krimi. Mord und Totschlag sind nicht ungewöhnlich. Ferrer Ferran hat mit einer unglaublichen und atemberaubenden Musik die Geschichte Abrahams vertont. 14 Minuten voller faszinierender Klänge. Böse und düster als Abraham seinen Sohn opfern sollte oder Gott die Pest hereinbrechen lässt. Doch auch wunderbar und strahlend als Gott zu Abraham spricht, dass er so viele Nachkommen haben wird wie Sterne am Himmel stehen.

Foto: Arne Piepke

Foto: Arne Piepke

Die Bibel in ihrer wahren Form. Nicht verschönt, sondern einfach ehrlich! Die Solisten dieses einmaligen Werks, sowie das ganze Orchester erhielten minutenlangen Beifall.

Als letztes Stück der „Sauerland Winds“ stand „Hymn oft the Highlands“ auf dem Programm. Philip Sparke erschuf mit seiner drei-sätzigen Suite ein wunderbares Werk für Blasorchester.

Im ersten Satz wird das wunderbare Thema von Highland cathedral vorgestellt bevor ein dynamisch lebendiger Teil in einen sehr ruhigen und sphärischen Schlussklang mündet.

Der dritte Satz; marzialische Klänge über die Befreiungskriege Schottlands. Eine kurze Überleitung in ein technisches und dynamisches Feuerwerk. Die jungen Musiker unter der Leitung von Mathias Pfläging spielten wie entfesselt und rissen das gesamte Publikum von ihren Sitzen.

Im zweiten Teil zeigte das Musikkoprs der Bundeswehr sein Können und bewies warum die 70 Soldatinnen und Soldaten zu den besten Orchestern Europas zählen.

Mit der First Suite in Es von Gustav Holst op. 28 und der Filmmusik von Michael Giacchino waren die ersten beiden Highlights bereits früh im zweiten Teil zu hören.

Bei Fnugg Blue beschrieb Hauptfeldwebel Daniel Ridder auf seiner Tuba eine Schneeflocke. „Unfassbar was auf einer Tuba alles möglich ist“, war aus den Reihen des Publikums zu vernehmen.

Der nächste Solist war Hauptfeldwebel Tim Schmitz, der auf seinem Altsaxophon Against all Odds von Phil Collins zelebrierte.

Foto: Arnpe Piepke

Foto: Arnpe Piepke

Zum Abschluss ehrten die Musiker unter dem Dirigat von Oberstleutnant Christoph Scheibling den Sänger und Entertainer Udo Jürgens mit einem eigens von Guido Rennert komponierten Titel um das Lebenswerk des österreichischen Sängers – „Merci! Udo Jürgens“

Nach zwei Zugaben und dem Dank an beide Dirigenten endete ein musikalischer Abend der Extraklasse über den das Sauerland noch lange sprechen wird.

Foto: Arne Piepke

Foto: Arne Piepke

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