Weg der Hoffnung…

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… auf eine bessere Zukunft

Ausstellung der Werke des Künstlers Sami Gebermariam – vom 22. Oktober bis 12. November 2015 im Kulturbahnhof Grevenbrück

FlyervordersÜber den Künstler:

Sami Gebermariam ist ein begabter Künstler und lebte in Eritrea/Äthiopien von seiner Kunst. Er war voller Lebensfreude und hatte viele Ideen und Träume für sein Leben. Er besaß eine kleine Galerie und verdiente dort seinen Lebensunterhalt. In Eritrea und Äthiopien hatten Menschen unter dem Regime zu leiden; es herrschten Willkür, Unterdrückung und Verfolgung und viele Menschen kamen zu Tode. Viele Freunde und Bekannte des Künstlers verschwanden spurlos oder wurden getötet. Der Alltag war von Angst beherrscht. Man musste untertauchen, um nicht der Nächste zu sein, der auf unerklärliche Weise verschwindet. Die einzige Hoffnung, dieser Angst und Ausweglosigkeit zu entkommen und sein Leben zu retten, sah er in der Flucht in ein sicheres Land.

So fasste Sami Geberemariam den Entschluss, seine Familie, Heimat und Freunde ohne Abschied zu verlassen und seine Existenz und Kultur aufzugeben. Voller Hoffnung, aber auch mit großer Angst davor, was ihn erwartet, machte er sich auf den Weg; fest entschlossen, sich ein neues, menschenwürdiges Leben aufzubauen. Der Weg jedoch ist gefährlich und weit, ständige Begleiter sind Angst, Heimweh und Einsamkeit. Der Weg führte ihn über den Sudan, in die Türkei und von dort mit dem Boot nach Griechenland und weiter nach Deutschland.

Hier 2011 angekommen, fühlt er sich in ein System aufgenommen, das friedlich ist und in dem Meinungsfreiheit herrscht, die Würde des Menschen laut Verfassung unantastbar ist. Doch er fühlt sich gefangen in einem Gewirr aus Gesetzen, Paragraphen und Verboten, die ein normales menschenwürdiges Leben mit Arbeiten, eigenem Wohnraum und Integration fast unmöglich machen. So lebt Sami Geberemariam seit 4 Jahren in einer Asylunterkunft und tut alles was ihm möglich ist, um sein Leben im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften zu gestalten. Er absolvierte erfolgreich mehrere Deutsch-Sprachkurse. In seiner Freizeit, von der er mehr hat als ihm lieb ist, da er bisher keine Arbeit gefunden hat, malt er. Darüber hinaus betätigt er sich ehrenamtlich, indem er in Workshops Kinder und Jugendliche künstlerisch fördert.

In den Bildern, die in dieser Ausstellung gezeigt werden, ist der Kontrast seiner damaligen Erwartungen und der Begegnung mit der harten Realität zu sehen und zu spüren. Die Unterstützer dieser Ausstellung ermöglichen durch dieses Projekt, dass dem Flüchtling Sami Geberemariam ein Forum gegeben wird, seine Kunst der Öffentlichkeit vorzustellen und sein Talent zu würdigen.

 

Kommentare

  1. Bei Woll alles ist Aufrichtigkeit.
    Eine angenehmene Massenmedium.

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