Planung für die Nachspielzeit

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Herbst (1)Der Herbst ist da – eindeutig! Für Gartenbesitzer ein Grund zur Freude? Wenn man es richtig anstellt, auf jeden Fall! Zwar heißt es jetzt: Laub harken, Äpfel ernten, Stauden ausputzen und allmählich die Technik einmotten. Doch macht ein herbstlicher Garten beileibe nicht nur Arbeit, sondern kann noch einmal richtig auftrumpfen: mit grandioser Laubfärbung und sogar Blüten. Gartengestalter Johannes Winter vom Garten- und Landschaftsbaubetrieb Klute aus Sundern-Stockum erklärt, was man tun muss, um die Saison in die Verlängerung zu schicken.

 Die Vergänglichkeit der Natur wird in keiner Jahreszeit so augenfällig wie im Herbst. Doch das ist noch lange kein Grund, melancholisch zu werden, denn trotz fallenden Laubes und welkender Blüten muss der Herbst im Garten keinesfalls trist ausfallen. Ganz im Gegenteil, der Oktober gilt als ideale Pflanzzeit, erzählt Johannes Winter: „Vor dem Winter entwickeln die Stauden und Gehölze noch viele Wurzeln und außerdem lässt sich derzeit am besten erkennen, welche Pflanzen zum Saisonfinale besonders schön aussehen.“ Profis greifen gern bevorzugt im Herbst, bevor der Boden durchgefroren ist, zum Spaten und pflanzen jetzt statt im Frühling.

Blüten und Blätter inszenieren

Wer sich an einen Fachmann wendet, wird überrascht sein, wie groß die Vielfalt spät blühender Stauden ist. Johannes Winter: „Allein die Astern sind in so vielen Sorten zu haben. Filigrane Arten wie die Himmels-Aster sind weitgehend unbekannt. Sie lassen sich wunderbar mit Gräsern kombinieren und wirken überhaupt nicht altmodisch. Auch die unkomplizierte Oktober-Margerite verwenden wir gerne. Sie wächst mannshoch und passt gut in den Hintergrund der Beete.“ Natürlich schlägt im Herbst auch die Stunde der Laubgehölze. Neben dem Ahorn zünden diverse andere Arten ihr Feuerwerk, erzählt Johannes Winter: „Die Felsenbirne, das Pfaffenhütchen oder der Lebkuchenbaum sind nur drei meiner Favoriten. Da ist die Auswahl wirklich groß.“Herbst (2)

Wohlige Wärme tanken

Die Flammen herbstlicher Farben können nicht nur im übertragenen Sinn in den Beeten züngeln, sondern auch in einer Feuerschale. Damit man das Schauspiel wirklich genießen kann, empfiehlt Johannes Winter den Sitzplatz an der Feuerstelle so behaglich wie möglich zu gestalten: „Eine Mauer schützt nicht nur vor kaltem Wind. Am Abend gibt sie die tagsüber gespeicherte Wärme wieder ab. Noch gemütlicher wird es natürlich, wenn der Sitzplatz überdacht wurde. Das lohnt sich, weil es das ganze Jahr über praktisch ist und macht den Garten endgültig zu einem Ort, den man zwölf Monate im Jahr nutzen und genießen kann.“

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