Was ist eigentlich ein Kohlenmeiler?

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Kohlenmeiler in Berghausen bei Schmallenberg errichtet

In wenigen Tagen, genau am Freitag, 7. August wird im Dörfchen Berghausen bei Schmallenberg wieder ein Kohlenmeiler angezündet. Köhler Georg Sasse und Bürgermeister Bernhard Halbe übernehmen um 17:00 Uhr symbolisch diese Aufgabe. Schon seit Tagen laufen die Vorarbeiten für den Kohlenmeiler. Die Mitglieder des Schützenvereins Cyriakus Berghausen sind täglich im Einsatz, um den Kohlenmeiler so aufzubauen, damit pünktlich mit den 4. Meilerwochen in Berghausen begonnen werden kann.

Wer genauer wissen will, was denn so ein Kohlenmeiler ist und wie das alles funktioniert, der findet in Geschichts- und Heimatbüchern und natürlich bei Wikipedia ein erste  Erklärung.

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In Berghausen bei Schmallenberg wird am 7. August wieder ein Kohlenmeiler angezündet.

Aus Wikipedia:

Ein Kohlenmeiler ist ein bedeckter Holz-Haufen, der von einem Köhler in Brand gesetzt wird, um Holzkohle zu erzeugen.

Funktionsweise

Der Meiler wird aus Holzscheiter sauber geschlichtet, und dann mit Erde, Gras und Moos, Asche und anderem luftdicht überschüttet. Die Hitze des glimmenden Holzes im Innern des Meilers treibt dann alle flüssigen und organischen Bestandteile als Rauch aus dem Holz. Es bleibt zu rund 98 % nur das Kohlenstoffgerüst der Holzzellen zurück. Das Relikt eines Kohlenmeilers, wie es oft in Wäldern zu finden ist, heißt Meilerplatz.

Aufwendige Vorarbeiten sind für den Kohlenmeiler erforderlich.

Aufwendige Vorarbeiten sind für den Kohlenmeiler erforderlich.

Der Holzkohlemeiler wird ebenerdig, möglichst an einem Ort nahe einem Gewässer zum späteren Löschen in Form eines Kegels gebaut. Zu Beginn wird ein Schacht (Quandel) aus Stangen errichtet, die senkrecht in den Boden gelassen werden. Rundherum werden Holzstücke aufgeschichtet, meist Ein-Meter-Scheite. Darauf kommt ein Dach aus trockenem Laub, Heu oder Stroh. Zum Abschluss wird der Meiler mit Erde, Gras und Moos luftdicht verschlossen. Über den Schacht wird der Meiler entzündet. Die Aufgabe des Köhlers ist es nun, über die folgenden Tage oder Wochen (je nach Größe des Meilers) den Meiler weder erlöschen noch ihn durch zu viel Luftzufuhr abbrennen zu lassen. Dazu bohrt und verschließt er Löcher an der Oberfläche. Durch die Beobachtung des Rauches bzw. dessen Farbe muss der Köhler erkennen, ob zu viel oder zu wenig Luftzufuhr herrscht. Nach der vollständigen „Garung“ des Inhaltes wird der Meiler mit Wasser abgelöscht. Gelingt dies nicht vollständig, so verbrennt die zuvor entstandene Holzkohle innerhalb kürzester Zeit unter großer Wärmeentwicklung. Die dabei entstehende Hitze ist so groß, dass eine Annäherung an den Meiler unmöglich wird.

Aus 100 kg Hartholz können ca. 30 kg Holzkohle gewonnen werden. Diese Methode stammt aus der Zeit, in der so ein hochwertiger Ersatz für Braun- und Steinkohle gewonnen wurde, um etwa die nötige Hitze in der Eisenverarbeitung zu erzeugen, die mit einem Holzbrand nicht erreicht werden kann, und die leichtere Holzkohle einfacher zu Transportieren ist als Fällholz. Die Köhlerei war in der frühen Neuzeit ein bedeutender Wirtschaftszweig. Heute ist sie ohne wirtschaftliche Bedeutung, insbesondere ist durch den Verlust des Holzgases während des Köhlens die Brennwertausbeute aus dem Holz extrem gering. Die Köhlerei wird nur noch aus Traditionsgründen und für einige Spezialanwendungen von Holzkohle betrieben.

Weitere Infos über 4. Meilerwoche vom 7. bis 16. August in Berghausen gibt es in den nächsten Tagen an dieser Stelle.

Über den aktuellen Stand des Kohlenmeiers gibt es hier weitere Infos.

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