28 Millionen Euro Fördergelder ins Sauerland

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Medizinische Versorgung im ländlichen Raum und demografischer Wandel Schwerpunkte der neuen Leader-Förderperiode

Ab Frühjahr 2016 Umsetzung neuer Projekte / Peter Liese im Gespräch mit Leader-Regionalmanager Stefan Pletziger

Peter Liese und Stefan Pletziger, hier vor einem Leader Projekt in Meschede, freuen sich, dass auch weiterhin Leader-Fördergelder in die Region fließen

Peter Liese und Stefan Pletziger, hier vor einem Leader Projekt in Meschede, freuen sich, dass auch weiterhin Leader-Fördergelder in die Region fließen

Schon seit Anfang 2009 profitiert der Altkreis Meschede als Leader-Region „4 mitten im Sauerland“ von dem EU-Projekt. In einem Gespräch mit Regionalmanager Stefan Pletziger tauschte sich der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese jetzt über die Möglichkeiten für die Zukunft aus. Erfreulich ist, dass die finanziellen Mittel von 2,7 Millionen Euro für die bisherigen zwei Regionen, auf rund 28 Millionen Euro bis 2020 für die nun elf ausgewählten LEADER-Regionen aufgestockt wurden. Für die LEADER-Region „4 mitten im Sauerland“ (Bestwig, Eslohe, Meschede, Schmallenberg) stehen nun statt der bisherigen 1,0 Mio. Euro, nun 2,3 Mio. Euro für gute Projekte zur Verfügung.
Zurzeit werden in der Landesregierung die konkreten Pläne für die neuen Projekte erarbeitet. Klarheit wird es erst im Herbst geben, daher können neue Projekte wahrscheinlich ab Frühjahr nächsten Jahres konkret umgesetzt werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Förderperiode soll die Herausforderung des demografischen Wandels und die medizinische Versorgung im ländlichen Raum sein. Stefan Pletziger, der zur Zeit der einzige amtierende Regionalmanager in Südwestfalen ist (in den anderen Regionen muss diese Position erst noch neu besetzt werden), betonte in dem Gespräch, dass insbesondere die direkte Zuständigkeit für die Vergabe der Fördermittel in der Region und die Einbindung der Menschen bei der Entwicklung und Durchführung der Projekte wichtig Unterschiede zu anderen Fördertöpfen sind: „Die Menschen können ihre Ideen und ihre Fähigkeiten einbringen und so direkt vor Ort etwas bewegen“.

„Leader ist ein ganz besonderes Programm, weil hier Gremien vor Ort, die mehrheitlich ehrenamtlich besetzt sind, die Vorschläge ausarbeiten. Weil ich z.B. in der Region „4 mitten im Sauerland“ gesehen habe, was alles möglich ist, habe ich mich im Europäischen Parlament für eine Aufstockung der  Mittel eingesetzt. Die neue Schwerpunktbildung mit dem Thema demografischer Wandel und medizinische Versorgung im ländlichen Raum halte ich für besonders wichtig. Leader allein wird diese Probleme nicht lösen. Es müssen viele Akteure und viele Programme zusammen kommen, aber die Projekte können wichtige Bausteine zur Lösung sein“, so Liese abschließend.

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