Aufrecht gehen

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Abteigespräch zu den Quellen des Dennoch

Vortragsabend auf dem Klosterberg am 8. Juni

Die Abteigespräche 2015 spüren den Quellen des Dennoch im Leben nach. Der dritte Abend thematisiert die Suche nach der inneren Haltung des „aufrechten Gangs“ – allen Erfahrungen zum Trotz, die einen Menschen verunsichern oder gar demütigen können.

35456733Ansetzend beim fraglich gewordenen Begriff Menschenwürde geht es um eine Betrachtung und Würdi- gung unseres Selbstwertgefühls – auch unabhängig von religiösen Sichtweisen wie der „Gottebenbildlich- keit des Menschen“. Ein solch säkularisiertes Konzept knüpft am biologisch erklärbaren Selbsterhaltungs- streben an und zeigt, wie Selbstachtung definiert, begründet und gelebt werden kann – auch in extremen Lebenssituationen. Welche gesellschaftlichen und persönlichen Voraussetzungen überhaupt müssen ge- geben sein, damit sich Selbstachtung entwickeln kann? Wodurch wird sie bedroht? Wann ist es gerechtfer- tigt, sich gedemütigt zu fühlen und sich entsprechend zu wehren? Wann schlägt Selbstachtung in Über- heblichkeit um?

Seit Jahrzehnten war und ist die Auseinandersetzung auch mit kontroversen zeitgenössischen Positionen ein Anliegen der Abteigespräche. Als Referent konnte Dr. Franz Josef Wetz, Professor für Philosophie und Ethik, gewonnen werden. Als Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung hat er seine Hand am Puls der Zeit einer säkularisierten Gesellschaft. Professor Wetz plädiert gegen alle Demü- tigung für eine „Rebellion der Selbstachtung“, wie es das Thema des Abends formuliert. Für ihn ist Selbstachtung die Kunst, aufrecht zu gehen.

Das Abteigespräch findet am Montag, den 8. Juni 2015, um 19:30 Uhr in der Aula des Benediktinergymnasiums auf dem Klosterberg in Meschede statt. Der Abteiladen bereitet wie immer zum Thema einen Büchertisch vor, auf dem auch Publikationen des Referenten angeboten werden.

 

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