5 Sauerländer helfen in Nepal

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Von Natascha Kempf- Dornseifer

„Mit einer so großen Spendenbereitschaft haben wir nicht gerechnet. Mit dem Geld können wir vielen Menschen in Nepal helfen, die alles verloren haben“, freut sich Johannes Börger aus (Schmallenberg-) Fleckenberg. Der 65- jährige Landwirt hat eine Frau aus Nepal, ihre Verwandten leben in Dhulikhel, ein Dorf rund 30 Kilometer östlich der Hauptstadt Kathmandu. Als Johannes und Alka Börger am 25. April von dem verheerenden Erdbeben hören, versuchen sie, Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Es dauert vier Tage, bis sie eine Verbindung bekommen, erzählt Johannes Börger: „Zum Glück ist ihnen nichts passiert, aber das Erdbeben hat fast alle Häuser in Dhulikhel und den umliegenden Dörfern zerstört“. Ihm und seiner Frau ist sofort klar, dass sie helfen müssen, und Johannes Börger entscheidet sich, nach Nepal zu reisen. Da meldet sich der Olper Norbert Grobbel bei ihm – ein langjähriger Bekannter. Beide haben schon als Entwicklungshelfer in Nepal gearbeitet. Grobbel bietet an, ihn in das Erdbebengebiet zu begleiten.

Bilder aus Kutal, in der Nähe von Dhulikhel. Die meisten Häuser sind zerstört, berichtet Norbert Grobbel. Er hat Bleche gekauft, mit denen jetzt kleine Hütten, "Shelter", gebaut werden.

Bilder aus Kutal, in der Nähe von Dhulikhel.
Die meisten Häuser sind zerstört, berichtet Norbert Grobbel. Er hat Bleche gekauft, mit denen jetzt kleine Hütten, „Shelter“, gebaut werden.

Bilder aus Kutal, in der Nähe von Dhulikhel. Die meisten Häuser sind zerstört, berichtet Norbert Grobbel. Er hat Bleche gekauft, mit denen jetzt kleine Hütten, "Shelter", gebaut werden.

Bilder aus Kutal, in der Nähe von Dhulikhel.
Die meisten Häuser sind zerstört, berichtet Norbert Grobbel. Er hat Bleche gekauft, mit denen jetzt kleine Hütten, „Shelter“, gebaut werden.

Bilder aus Kutal, in der Nähe von Dhulikhel. Die meisten Häuser sind zerstört, berichtet Norbert Grobbel. Er hat Bleche gekauft, mit denen jetzt kleine Hütten, "Shelter", gebaut werden.

Bilder aus Kutal, in der Nähe von Dhulikhel.
Die meisten Häuser sind zerstört, berichtet Norbert Grobbel. Er hat Bleche gekauft, mit denen jetzt kleine Hütten, „Shelter“, gebaut werden.

 Überwältigende Spendenbereitschaft

Als Verwandte, Bekannte, Nachbarn und Freunde von ihrem Hilfsprojekt erfahren, bringen sie Briefumschläge mit Geld. „Innerhalb von ein paar Tagen hatten wir mehr als 3.000 Euro zusammen“, sagt Johannes Börger. Er holt sich Unterstützung von Pfarrer Günter Eickelmann vom Pastoralverbund Meschede- Bestwig, der selbst seit 20 Jahren mit einer Familie aus der Nähe von Kathmandu befreundet ist, und ein Spendenkonto einrichtet. Seitdem sind mehr als 170.000 Euro eingegangen. Mit dem Geld wollen sie vor allem kleine Hütten bauen, denn bald beginnt die Regenzeit. Viele Nepalesen schlafen immer noch unter freiem Himmel – aus Angst vor weiteren Nachbeben, oder weil ihre Häuser zerstört sind. Außerdem haben die Sauerländer Wasserfilteranlagen im Gepäck, um für frisches Trinkwasser zu sorgen.

 Norbert Grobbel schon vor Ort

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Hier in Dhulikhel bauen die Nepalesen mit Blechen und Material von Norbert Grobbel schon erste Shelter

 Norbert Grobbel ist bereits seit fast zwei Wochen (18.05.2015) in Nepal, wo er bereits einige Dörfer besucht und Projekte angestoßen hat. Von Dhulikhel aus hat er sich bis in das Bergdorf Jiri –rund 190 Kilometer östlich von der Hauptstadt- durchgeschlagen. Spontan konnte er dort einem Landwirt helfen, seine Kornmühle weiter zu betreiben, die in einem Haus stand, das einzustürzen drohte: „Ich habe ein paar Bleche gekauft, damit er eine kleine, regendichte Hütte für die Mühle bauen, und wieder Mais, Weizen und Hirse zu Mehl verarbeiten kann“, sagt der 56- Jährige am Telefon. Jetzt müssen die Dorfbewohner keinen Reis mehr kaufen und können ihre Lebensmittel wieder selbst herstellen, freut er sich.

 Vier weitere Sauerländer bald in Nepal

Drei weitere Schmallenberger werden Johannes Börger und Norbert Grobbel in Nepal unterstützen. Am Freitag (29.05.2015) folgt Grobbels Schwester Marianne Nijeholt. Sie ist Krankenschwester und hat von ihrem Arbeitgeber (Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft) Sonderurlaub für ihren Einsatz bekommen. Drei Wochen wird sie in der Außenstation eines Krankenhauses in dem Distrikt Sindhupalchok arbeiten.

Ein paar Tage später (02.06.2015) werden Johannes Börger, Thomas Bette und Sanjiv Shrestha nach Nepal reisen. „Thomas Bette ist Installateur und wird in den Dörfern Wasserleitungen verlegen, um dort eine vernünftige Trinkwasserversorgung sicher zu stellen“, erklärt Johannes Börger. Sanjiv Shrestha ist Maurer und der Neffe von Johannes Börger’s Frau. Er ist in Nepal aufgewachsen, lebt schon seit 25 Jahren im Sauerland und wird mit Thomas Bette drei Wochen lang freiwillig mit anpacken.

Hier in Dhulikhel bauen die Nepalesen mit Blechen und Material von Norbert Grobbel schon erste Shelter

Hier in Dhulikhel bauen die Nepalesen mit Blechen und Material von Norbert Grobbel schon erste Shelter

Das Helferteam rund um Johannes Börger hofft auf weitere Spenden. Denn sie wollen langfristig helfen. „Natürlich ist es auch wichtig, dass weiter Touristen in das Land reisen. Davon leben die Nepalesen. Wer interessiert ist, kann mich gerne im Herbst begleiten“, so Johannes Börger. Denn dann will er schauen, was aus ihren Projekten geworden ist.

Hier das Spendenkonto:

Volksbank Sauerland, IBAN: DE 55 46 66 00 22 35 00 28 31 11, Stichwort: Nepal Hilfe Johannes Börger (bitte Adresse für Spendenquittung angeben).

Hier der Link zum Online-Tagebuch unserer Reporterin Natascha Kempf- Dornseifer, die die Reise der fünf Sauerländer nach Nepal begleitet. In den nächsten Tagen werden wir hier weiter über die Reise und ihre Eindrücke berichten.

So sehen viel Straßen in Nepal aus

So sehen viel Straßen in Nepal aus

 

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