Schmallenberger Leiter durch Google Maps

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Das Schmallenberger Kunstfestival „Die Textile“ hatte am heutigen Sonntag (10. Mai 2015) zu einem Künstlergepsräch in die neue Orangerie neben dem kunsthaus alte mühle eingeladen. Kuratorin Dr. Andrea Brockmann begrüßte dazu die drei ausstellenden Künstlerinnen  Ulrike Kessel aus Düsseldorf, Sylvie Hauptvogel aus Wuppertal und Marie Pay Sant-Leroux aus Paris.

Künstlergespräch Kunstfestival "Die Textlie" in Schmallenberg. Von links nach rechts: Sylvie Hauptvogle, Ulrike Kessler, Dr. Andrea Brockmann und Marie Pay Sant-Leroux.

Künstlergespräch Kunstfestival „Die Textlie“ in Schmallenberg. Von links nach rechts: Sylvie Hauptvogel, Ulrike Kessler, Dr. Andrea Brockmann und Marie Pay Sant-Leroux. Foto: Werner Harnsichmacher

Alle drei Künstlerinnen haben sich nach der Auftragserteilung konkret mit der Region und der Stadt Schmallenberg auseinandergesetzt und jeweils spezielle textile Kunstwerke für die „Die Textile“ geschaffen. Sylvie Hauptvogel hat ihre Idee mit „verhärteten Schürzen“ schon lange im Kopf und sich sehr darüber gefreut diese Idee im Kurpark, direkt neben dem Kunsthaus installieren zu können. „Diese sieben Schürzen sind einfach Hüllen mit dem Hinweis, dass man mal Pause machen soll“, so die Künstlerin, die im Hauptberuf Apothekerin ist.

Nylon in Space von Ulrike Kessler

Nylon in Space von Ulrike Kessler

Strumpfhosen und Strumpfstadt passen als Thema natürlich wunderbar zusammen. So prägt seit Beginn des Festivals eine Strumpfhoseninstallation, ganz in Rot, der Künstlerin Ulrike Kessel aus Düsseldorf den Schützenplatz in Schmallenberg. Für die Künstlerin hat die Arbeit mit dem textilen Material im Außenbereich den Reiz, Werkstoff und Wirkung in einem anderen Kontext zu sehen. Hier gilt es besondere Herausforderungen wie Wind und Näße zu meistern. Daher macht Ulrike Kessel von den installierten Werken in der freien Natur sofort nach der Fertigstellung ein Foto. „Denn man weiß ja nicht was Wind und Wetter und mögliche Zerstörungen durch Vandalismus aus den Kunstwerken machen“, so die Künstlerin. Aber sie hat Vertrauen in die Menschen von Schmallenberg, dass sie das Kunstwerk auch als solches wahrnehmen und es beachten.

Sieben Schürzen.

Sieben Schürzen.

Marie Pay Sat-Leroux ist erst seit Donnerstag in Schmallenberg. Sie arbeitet in der Valentinschule an einem großformatigen „Leiterkunstwerk“, das am morgigen Montag aufgestellt und ab Dienstag dann zu sehen ist. Insperiert wurde sie durch Google Maps. Als sie nämlich die Anfrage aus Schmallenberg bekam, hat sie sich auf Google Maps die Stadt von oben angesehen und war sofort von dem typsichen Straßenbild mit zwei parallel laufenden Straßen und den verbindenden Gassen angetan. Die Idee für die textilie Leiterinstallation war geboren. Interssierte Menschen können der Künstlerin bis morgen Abend 18:00 Uhr noch bei der Arbeit am Kunstwerk zusehen. Danach erfolgt die Aufstellung.

Für die Leiterin des Kunstfestivals „Die Textile“ Dr. Andrea Brockmann war es sehr wichtig, texile Kunst sowohl im Innen- als auch im Außenraum zu zeigen. „Das war und ist eine besondere Herausforderung, die aber durch die ausgestellten Werke eindrucksvoll besätigt wird“, so Dr. Andrea Brockmann. Von Ulrike Kessel und Sylvie Hauptvogel sind daher neben den Außenwerken auch im kunsthaus alte mühle exemplarische Beiträge zu sehen.

Weitere Infos und Termine zum Festival „Die Textile“ gibt es hier.

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