Bundespräsident Gauck im Sauerland

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Hoher Besuch in Arnsberg –

Bundespräsident Joachim Gauck informiert sich in Arnsberg über das Themenprojekt

„Städte des langen Lebens entwickeln“

Besuch_Gauck_WOLL_AR_1386 Alles bestens vorbereitet zum Empfang des hohen Gastes, sogar die Sauerländer Frühjahrssonne strahlt vom blitzblauen Arnsberger Himmel. Auch im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg strahlende, aber auch aufgeregte Gesichter, als kurz vor halb Elf Bundespräsident Joachim Gauck seinen Besuch begann..

Ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte stellten in der folgenden Stunde dem äußerst interessierten und zeitweise sichtlich beeindruckten Bundespräsidenten eine Vielzahl der Arnsberger Projekte vor, die zum Thema „eine Stadt des langen Lebens entwickeln“ schon erfolgreich sind.

In Begleitung des Bundespräsidenten waren die NRW Ministerin für Gesundheit, Pflege, Emanzipation und Alter, Frau Barbara Steffens und Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel.Besuch_Gauck_WOLL_AR_1488

Der Zirkus Fantastello, ein Projekt, das die 19-jährige Hanna Radischewski präsentierte, beeindruckte die Anwesenden ebenso wie Ulla Hüser, die das Literaturprojekt „junge Bilder vom Alter“ dem Bundespräsidenten gleich in Buchform überreichte.

„Das Buch sorgt zukünftig nicht nur für die psychische Stabilität des Bundespräsidenten, sondern dient gleichzeitig zur Kompetenzsteigerung für mich in der Rolle als Opa“, kommentierte Joachim Gauck bestens aufgelegt.

Mucksmäuschenstill wurde es, als der Demenz-Patient Hubert-Lütke-Eversloh dem Bundespräsidenten von seiner Krankheit berichtete. „Da, wo man aufeinander achtet, zeigt man sich auch leichter“, zollte Joachim Gauck dem Betroffenen und seiner ihn pflegenden Ehefrau mitfühlend Respekt.

Mehrfach zog Gauck ein eigenes Fazit aus den Ausführungen der Arnsberger. „Das Ehrenamt braucht die hauptamtliche Unterstützung“, war so eines , das er den Worten von Petra Vorwerk-Rosendahl, Leiterin der Engagementförderung Arnsberg entnahm.

Besuch_Gauck_WOLL_AR_1446Der Bundespräsident beabsichtigte mit seinem Besuch auch, Menschen „zu ermutigen, über die Projekte, über ihre Arbeit zu erzählen“. Und ein schönes Lob an Land und Leute hatte er dann auch noch: „Sie haben einen Schatz im Sauerland: Es ist hier etwas Normales, dass man sich gegenseitig hilft. Das ist eine Kultur der Sensibilität.“

Und dann war er schon auf dem Weg zur nächsten Station, wo er sich auf dem Arnsberger Steinweg einer großen dort wartenden Menschenmenge zeigte. Für die Schüler der Ruth-Cohn-Schule, ausgestattet mit einem Banner zur Begrüßung des Bundespräsidenten, fand Gauck sogar kurz Zeit für einige persönliche Worte und ein Handyfoto.

Dann noch ein klassisches Postkartenmotiv für die wartenden Journalisten, zusammen mit Ministerin Hendricks platzierten sich Bürgermeister Vogel und sein hoher Besuch vor der Altstadtkulisse, blauer Himmel und wehende Arnsberger Fahnen inbegriffen. Ein kurzer Handschlag für wartende Bürgerinnen und Bürger am Rathauseingang, und schon war die Entourage für den nächsten Tagesordnungspunkt im Alten Rathaus verschwunden, unter anderem für die Eintragung ins goldene Buch der Stadt.Besuch_Gauck_WOLL_AR_1422

Am Nachmittag dann standen eher persönliche Zusammentreffen des Bundespräsident mit einzelnen Akteuren des Thementages im Mittelpunkt. In kleiner Runde, ohne Publikum, besuchte Joachim Gauck die Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ und das Wohnprojekt „Servicewohnen in der Hellefelder Straße“.

Ein Tag, der den Beteiligten sicher noch lange in Erinnerung bleibt. Denn sie trafen einen älteren Herrn, der sich richtig interessierte, der zuhörte und nachfragte – Bundespräsident Joachim Gauck.

 

In der aktuellen Ausgabe von WOLL Arnsberg finden die Leserinnen und Leser eine große Reportage zum Themenprojektzum Miteinander der Generationen.

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Text und Fotos: Gisbert Scheffer

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