Auf ins neue Gartenjahr

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Foto: Gärtner von Eden

Eine immer wieder gern gestellte Frage: Was sind die Trends der kommenden Gartensaison? Und die Antwort kann nur lauten: Eigentlich ist der Garten selbst der Trend – der Megatrend sogar. Denn in den vergangenen Jahren hat die Lust am eigenen Fleckchen Grün unaufhaltsam zugenommen, und ein Ende ist nicht abzusehen. Zu pflanzen, zu mähen, zu säen oder einfach draußen zu entspannen, sich an der unendlichen Vielfalt der Farben und Formen und Düfte der Natur zu erfreuen, zieht immer mehr Menschen in den Bann. Aber natürlich gibt es auch 2015 Neues, um das grüne Refugium wieder anders und noch schöner erblühen zu lassen, weiß »Gärtner von Eden« Friedrich Klute aus Sundern.


Draußen leben
Eins steht fest: Das Leben verlagert sich noch mehr nach draußen. War bislang vom Garten gern als dem Freiluftwohnzimmer die Rede, gilt 2015: Man lebt im Freien – und das so viel wie möglich. Alle Bereiche des Hauses finden nunmehr ihre Entsprechung im Garten. Wohnen, Essen, Kochen, Duschen – das und mehr wollen Menschen in ihrem Garten tun. „Umso wichtiger wird eine gute Gartengestaltung“, betont Friedrich Klute. Der Gartengestalter gehört mit seinem Betrieb in Sundern-Stockum zu den »Gärtnern von Eden«, einem genossenschaftlichen Zusammenschluss von Gartenprofis, die sich auf Planung, Anlage und Pflege anspruchsvoller Privatgärten spezialisiert haben und im Dienste ihrer Kunden das Ohr stets ganz nah am Puls der Gartenzeit haben.

Friedrich Klute

Friedrich Klute

Für Friedrich Klute ist bei allen angebotenen Ausstattungselementen wichtig: „Der Garten soll weiterhin Naturraum sein, in den aber immer mehr Elemente integriert werden, die sich alle zu einem möglichst harmonischen Ganzen verbinden.“ Wenn das gelingt, steht einer Verlagerung des Lebens nach draußen nichts im Wege. Dank Gartenbeleuchtung, Heizelementen z.B. unter Markisen oder überdachter Sitzplätze lässt sich übrigens die Gartenzeit in die Abend- und Nachtstunden und sogar bis weit in den Herbst ausdehnen, sodass das Leben sich noch mehr als bisher unter freiem Himmel abspielen kann. Und damit ist auch schon der nächste Trend benannt: Der Garten entwickelt sich weiter zum Ganzjahres-Erlebnis-Raum und wird entsprechend aufgerüstet. Dazu passt auch die neu erwachte Liebe zum offenen Feuer: Neben fest installierten Außenkaminen sind es mobile Lösungen – und da vor allem hochwertige Feuerschalen –, die Herzen und Körper wärmen. Also nur die Tatsache, dass die Temperaturen sinken, hält die Menschen nicht mehr im Haus.

Pflanzentrends

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Foto: Gärtner von Eden

Schwer im Kommen sind Spaliere. Und das aus gutem Grund, weiß Edengärtner Friedrich Klute: „Sie tragen dem Wunsch nach einer Art Hausbaum Rechnung und lassen sich auch auf immer kleiner werdenden modernen Grundstücken gut handhaben. Vertikal erzogen sparen sie nicht nur Platz, sondern schützen Grundstücke in dicht bebauten Gegenden auch noch vor neugierigen Blicken von oben.“

Da das Thema Pflegeleichtigkeit immer noch ganz oben auf der Wunschliste steht, empfehlen Experten wie Friedrich Klute Solitäre wie Blumenhartriegel, die keinen Schnitt benötigen. Mehr Aufmerksamkeit bekommen Pflanzen mit all ihren Details, also nicht nur Blatt und Blüte, sondern zum Beispiel auch Rindenstruktur wie etwa beim Zimt-Ahorn. Damit verlängert man ebenfalls die Attraktivität des Gartens in die kalte Jahreszeit hinein. Deshalb erfreuen sich auch Herbstfärber immer größerer Beliebtheit. Der Boom der Gräser setzt sich fort. Farblich geht es 2015 vor allem stilvoll-ruhig zu. Kombinationen wie Grün und Weiß liegen im Trend, einzelne Farbhighlights zwischen Naturtönen ebenfalls.

Gut eingerichtet

Auch bei der Gartenmöblierung zeigt sich der Trend zum Wohnlichen. Polstermöbel, die so oder so ähnlich auch in jedem Wohnzimmer eine gute Figur machen würden, erobern zunehmend die Gärten. Hilfreich bei diesem Siegeszug: neue Materialien für Polster und Bezugsstoffe, die Regen und Sonne trotzen und die Loungeecke nach einem Schauer gleich wieder nutzbar machen.

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Foto: Gärtner von Eden

„Neben dem reinen „Wohnen“ spielt auch das Thema Essen im Garten eine immer größere Rolle“, prognostiziert der Gartenexperte. Bei der Zubereitung unter freiem Himmel sind natürlich nach wie vor Grills gefragt, wobei hier deutlich ein Trend zu „immer größer, immer ausgereifter und immer schicker“ zu erkennen ist. Aber auch Outdoor-Küchen bleiben beliebt. Das Säen und Ernten spielt sich für die allermeisten Gartenbesitzer aufgrund des limitierten Platzes und mangelnder Zeit vor allem in kleineren Hochbeeten oder Pflanzgefäßen ab, ist aber aus kaum einem Garten noch wegzudenken. „Man will Lebensmitteln beim Wachsen zusehen, muss sich aber nicht selbst versorgen“, bringt Friedrich Klute die Anbaukultur des Jahres 2015 auf den Punkt. Und: „Waren es bislang vor allem Küchenkräuter, die unter der Überschrift Essbares in den Gärten Einzug hielten, freut man sich zunehmend auch über die eine oder andere Gurke, Paprika oder Tomate aus dem eigenen Garten.“ Gerade bei den Paradiesäpfeln zeigt sich auch die Freude am Naschen im Garten. Der Experte empfiehlt: „Sorten mit vielen, kleinen Früchten sollen nicht satt, sondern einfach im Vorbeigehen glücklich machen und das sinnliche Erleben im Garten fördern.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.klute-garten.de

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