Eine Reise ins Land der aufgehenden Sonne – Teil 3

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Die Vorfreude auf die Reise nach Japan steigt. Es sind nur noch wenige Tage bis zur Abreise des Blasorchesters der Westfalen Winds. Noch einmal durfte WOLL ein Mitglied dazu interviewen. Nils Albers gibt ebenfalls einen kurzen Einblick in seine Erfahrungen mit dem abenteuerlustigen Blasorchester, seine Erwartungen und Hoffnungen:

Nils AlbersWOLL: Herr Albers, was bedeutet die Zugehörigkeit zum Orchester Westfalen Winds für Sie?

Albers: Ich bin nun seit genau einem Jahr bei den Westfalen Winds und habe in dieser Zeit bei einem Dirigentenworkshop mit Fried Doppelstein und einem Partnerkonzert mit der Königlichen Harmonie Orpheus bereits viel gelernt. Es macht großen Spaß, mit so vielen sehr guten Musikern gemeinsam Stücke einzuproben und aufzuführen. Die Qualität des Orchesters ermöglicht es mir, Werke wie Alfred Reeds „Armenische Tänze“ oder „A Movement for Rosa“ von Mark Camphouse zu spielen und neue Facetten der symphonischen Blasmusik kennen zu lernen.

Zudem ist neben dem musikalischen Anspruch besonders das freundliche und gesellige Miteinander hervorzuheben. Aufgrund der offenen Art aller Musiker wurde mir der Einstieg sehr leicht gemacht.

WOLL: Wie bereiten Sie sich auf den Gastauftritt in Japan vor?

Albers: Aus musikalischer Sicht bedeutet für mich die Reise im Vorfeld natürlich, dass ich zu Hause meine Stimme probe und an unseren beiden nächsten Probenphasen im Februar und März teilnehme. Zudem habe ich mich – soweit möglich – im Internet über unsere japanischen Partnerorchester informiert.

Darüber hinaus lese ich derzeit amüsante Reiseführer über Japan, wo insbesondere kulturelle Unterschiede aufgezeigt werden, seien es die unterschiedlichen Begrüßungsrituale, die für Westeuropäer durchaus interessanten „Washlets“ und das japanische Essen. Ich freue mich!

WOLL: Was, glauben Sie, bringt die japanische Kultur und Musikkultur für Unterschiede zu unserer mit sich?

Albers: Unserem Dirigenten Ulrich Schmidt war und ist es ein Anliegen, bei der Konzeption unseres Konzertprogramms unter anderem Literatur auszuwählen, die sich sehr nah an der japanischen Musikkultur orientiert, so dass mit der Musik nicht einfach nur die Klischees von uns Westeuropäern bedient werden. Dementsprechend bekamen wir bereits in der letzten Probenphase im Herbst einen ersten Eindruck von der japanischen Musikkultur, worauf auch wir Musiker uns zunächst einmal einlassen mussten. Ich bin gespannt, inwieweit mich die japanischen Musiker noch überraschen werden.

WOLL: Was erhoffen oder erwarten Sie von der Reise ins Land der aufgehenden Sonne?

Albers: Neben den musikalischen Eindrücken, auf die ich mich sehr freue, erhoffe ich mir viel Kontakt mit den Menschen und ihrer Kultur. Ich bin gespannt auf die zweifellos vorhandenen kulturellen Unterschiede und freue mich auf die Kommunikation mit „Händen und Füßen“, wobei die japanischen Gepflogenheiten dabei natürlich nicht vergessen werden sollten.

WOLL: Vielen Dank und guten Flug!

 

Steckbrief:

Alter: 27

Instrument: Alt-Saxophon

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