Ausstellung „Bilder von Menschen“ im Museum Holthausen

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CarlSiebert

Carl Siebert, Selbstbildnis, Öl auf Holz, 1963 (Ausschnitt)

Am 22. Februar um 11 Uhr wird die Ausstellung „Bilder von Menschen – was Porträts über das Ich erzählen“ im Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen eröffnet.

„Wie siehst du denn aus?“ – Diese Frage betitelte Workshops, die die Jugendkunstschule kunsthaus alte mühle Schmallenberg im Rahmen des Inklusionsprojekts LEBENSWERT im Frühjahr und Sommer 2014 angeboten hat. Klienten vom Sozialwerk St. Georg und Jugendliche aus den Kursen der Jugendkunstschule kamen zusammen und haben Porträts und Seelenbilder geschaffen. Es sind viele Skizzen und Studien entstanden, die Werke haben sich entwickelt, wurden zu autonomem Kunstwerken. Das Thema „Ich“ vom Wunsch- zum Seelenbild mündet in ein besonderes Ausstellungs- und Veranstaltungskonzept, das die im LEBENSWERT-Projekt entstandenen Arbeiten mit den Beständen des Museums in der Südwestfälischen Galerie in einen Dialog bringt. Porträts von Künstlern wie Carl Siebert, Paul Hermann Schoedder, Hermann Falke oder zeitgenössischen Künstlern wie Carl-Peter Buschkühle, Julia Drahmann, Beate Höing oder Thomas Jessen, die Auskunft über gesellschaftliche Zustände, über ein bestimmtes Repräsentationsbedürfnis und über seelische Verfasstheit geben, werden in eine Beziehung zu den Arbeiten aus dem Inklusionsprojekt gestellt.

 

Julia_Drahmann

Julia Drahmann, o.T., Öl auf Leinwand, 2015 (Ausschnitt)

Dieser ungewöhnliche Dialog macht deutlich, welche Verschiebungen sich eröffnen, wenn bestehende Präsentationen verrückt, überlagert und in einen leicht veränderten Kontext gestellt werden. So nimmt die Ausstellung das Ich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick und versteht sich als Kunstort sowie als integrative Begegnungsstätte.
Die Auseinandersetzung über das Ich im Bild wird ergänzt durch Begleitveranstaltungen. Darunter sind kreativ-künstlerische Workshops, die sich an behinderte und nicht behinderte Menschen richten, um durch das gemeinsame künstlerische Tun neue Erfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus soll das Thema Achtsamkeit und der Umgang mit Persönlichkeitseigenschaften in einem Vortrag aufgegriffen werden, so dass die Ausstellung zu einem kommunikativen Treffpunkt und Diskussionsforum wird.
Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Sozialwerk St. Georg und der Jugendkunstschule ermöglicht und ist vom 22.02. bis 29.03.2015 zu besichtigen. Während der Ausstellung ist das Museum zu folgenden Zeiten geöffnet: Mittwoch, Freitag und Samstag von 14-17 Uhr, Sonntag von 10-13 Uhr und von 14-17 Uhr.

 

 

Begleitprogramm im Museum Holthausen:
22.02.2015, 11.00 Uhr: Eröffnung
06.03.2015, 17.00 Uhr: Gespräch mit dem Künstler Thomas Jessen über das Thema Porträt
07.03.2015, 10.00-16.00 Uhr: Porträtmalerei für Kinder von 8-12 Jahren
11.03.2015, 19.00 Uhr: „Achtsamkeit – Im Hier und Jetzt sein“ – Vortrag mit Dr. med. Ewald Rahn, Chefarzt der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein
14.03.2015, 10.00-16.00 Uhr: Offenes Atelier: „Inklusion – Begegnung als künstlerischer Prozess“; Malereiworkshop mit Beate Herrmann von der Jugendkunstschule Schmallenberg und Christoph P. Seidel und seines Teams des „Kunstcontainers“ der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück

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