Mehr Lebensqualität für Menschen mit Behinderung in Südwestfalen

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Die Anschaffung eines Info-Terminals in der Lenne-Werkstatt in Schmallenberg war eines der Förderprojekte im vergangenen Jahr

Die Stiftung Sozialwerk St. Georg informierte heute über ihre Förderprojekte sowie einen Ausblick auf geplante Projekte in 2015.
Nicht alle Projekte, die für eine Steigerung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderung sorgen, können staatlich finanziert werden, und genau da beginnt die Arbeit der Stiftung. Ziel aller Projekte ist es, die Lebensqualität von Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung, aber auch die der psychisch Erkrankten, im Sozialwerk St. Georg zu fördern und diese Menschen zu unterstützen.

Seit dem Jahr 2002 gibt es die ehrenamtlich geführte, gemeinnützige Stiftung, deren Vorsitz im vergangenen Jahr Dieter Czogalla übernahm.
In den Regionen Ruhrgebiet, Westfalen-Nord und Westfalen-Süd werden derzeit 4.100 Menschen aller Altersklassen und Schichten unterstützt und begleitet, ein Drittel davon in unserer Region Westfalen-Süd. Die Angebote umfassen die Bereiche Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Lernen, Beratung und Pflege.
Die Klientenzahlen des Sozialwerks St. Georg im Stadtgebiet Schmallenberg:
stationär, inkl. Jugendhilfe: 348
ambulant betreutes Wohnen: 102
Beschäftigte in der LenneWerk gGmbH: 383 (davon 45 aus dem Raum Eslohe)

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Vorstandsvorsitzender Dieter Czogalla (re.), stellvertr. Vorsitzender Bernd Lepping (2.v.re.) mit dem Werkstattrat vor dem Info-Terminal, der von den Klienten sehr gut angenommen wird

Ein Stiftungskapital von insgesamt 720.000 Euro liegt zugrunde, allein im letzten Jahr wurden 77.840 Euro eingenommen. 46.600 Euro aus Spenden, 21.200 Euro aus Zinserträgen und weitere 10.000 Euro sind Erträge aus Wertpapieren. Das Gesamtgebiet der Stiftung umfasst 58 Standorte.
Allein im Jahr 2014 wurden in unserer Region Projekte im Wert von rund 25.000 Euro gefördert. „Davon haben viele Menschen mit Behinderung in Schmallenberg und Umgebung profitiert, aber auch an weiteren Orten des HSK und darüber hinaus“, erklärt Dieter Czogalla. „Das waren z.B. die Errichtung eines Grillplatzes und die Anschaffung eines Info-Terminals jeweils für die Beschäftigten der Lenne-Werkstatt in Schmallenberg“.
Aber auch andere Einrichtungen profitierten von Neuanschaffungen. „Im Eric-Schopler-Haus wurde eine neue Nestschaukel für die Menschen mit Autismus angeschafft, im Internat Bad Fredeburg, das ebenfalls seit einigen Jahren zum Sozialwerk St. Georg zählt, konnte eine neue Werkgruppe eingerichtet werden“, erläutert Bernd Lepping, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Im Internat werden Kinder und Jugendliche mit ADS/ADHS betreut.
Außerhalb von Schmallenberg wurden Projekte wie die „Tiergestützte Therapie“ in Kreuztal, die Errichtung eines überdachten Reitplatzes in Ascheberg oder die Ausstattung der Anlaufstelle „Pluspunkt Kö“ in Bad Laasphe. All diese Förderprojekte sollen das Zusammengehörigkeitsgefühl der Klienten steigern.
„Inklusion beginnt im Kopf“, sagt Dieter Czogalla. „Man muss die Menschen so nehmen, wie sie sind und sie nicht ändern wollen“.
Gerade in den letzten Jahren ist die Zahl der psychisch Erkrankten enorm gestiegen. Immer größerer Druck in unserer Leistungsgesellschaft ist der Grund dafür, denn viele Menschen sind diesem Druck nicht gewachsen. Und auch das stellt großen Bedarf an Hilfe und Förderung dar. „Gesellschaftlich habe sich in den letzten Jahren vieles zum Positiven geändert, man sei offener“, berichtet er weiter – und betont dabei die hervorragende Unterstüztung seitens der Stadt Schmallenberg, die eine Zustiftung von 40.000 Euro leistete. „Je mehr Behinderte wahrgenommen werden, desto mehr Möglichkeit zur persönlichen Annahme besteht. Man muss den Menschen das Gefühl geben, dass sie gebraucht werden. Und dazu leistet unsere Stiftung einen wichtigen Beitrag“, so Czogalla.
In diesem Jahr sind Projekte zur Förderung der Inklusion angedacht. Dazu zählen die Vermittlung von Praktika, die Schaffung kultureller Angebote, die Eingliederung in Vereinen und die Einbindung in die zahlreichen Freizeitangebote.
Die wichtigste Aufgabe des Sozialwerks ist es, die Menschen zurückzuführen in ein für sie selbst gestaltetes Leben.
Bei all diesen Aktivitäten ist die Stiftung Sozialwerk St. Georg auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Zum einen durch Spenden, zum anderen geht man neue Wege in Form von Benefizveranstaltungen. Ein besonderes Highlight steht im November an: am 3.11.2015 wird die BigBand der Bundeswehr nach Schmallenberg kommen. Um 20 Uhr treten die Profimusiker in der Stadthalle auf – zugunsten der Stiftung. Weitere Informationen dazu folgen in Kürze.
Weitere Info zur Stiftung unter www.stiftung-st-georg.de.

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