„Gemeinsam in Vielfalt“ – Startschuss zum Schmallenberger Integrationspreis

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Den Startschuss zum Integrationspreis 2015 gaben heute Marcus Arens (Mitglied des Vorstandes der Bürgerstiftung der Stadtsparkasse Schmallenberg), Dorothée Schackmann (Kommunales Integrationszentrum HSK), Andreas Knappstein, Karl-Josef Fischer und Heinz-Josef Harnacke (Lions Förderverein) v.l.

Die Bürgerstiftung der Stadtsparkasse Schmallenberg und der Lions Förderverein Schmallenberg-Hochsauerland e.V. vergeben in diesem Jahr zum zweiten Mal gemeinsam den Schmallenberger Integrationspreis – der Startschuss dazu fiel am heutigen Freitag.
„Gemeinsam in Vielfalt“ lautet das gemeinsame Projekt, bei dem diesmal die Integration von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund im Fokus steht.
Vor fünf Jahren war die Schwerpunktzielgruppe „Junge Menschen mit Behinderungen“ und die Förderung von Projekten zur Integration war auch damals schon das Hauptziel.
Die Überlegung, welche Zielgruppe dieses Mal durch besondere Projekte angesprochen sein soll, fiel nicht schwer und steht schon seit langem fest.
„Schmallenberg verfügt über eine sehr lange Gastarbeitertradition“, betonte Andreas Knappstein, 1. Vorsitzender des Lions Förderverein. „Menschen, die seit den 60ern insbesondere aus dem europäischen Ausland zum arbeiten nach Schmallenberg kamen, sind heute unsere Freunde, eine Stütze in unserer Nachbarschaft, den Vereinen und Unternehmen“, betonte er. „Es sind eben Schmallenberger mit Migrationshintergrund, die unser Leben bunter machen“.

2015_LCFV_Pressemitteilung_12.01_Integrationspreis_page4_image1aAktuell gibt es in Schmallenberg 135 Asylanten. Auch ihnen allen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich am Leben hier zu beteiligen, Gespräche zu führen und an einem Kulturaustausch teil zu nehmen.
Natürlich ist das nicht immer einfach, denn oftmals ist die erste große Barriere die Sprache. Der Bildungsstand jedes einzelnen ist unterschiedlich, die Kulturen und Lebensweisen ebenfalls. Daher sollen Initiativen aus ganz unterschiedlichen Bereichen ins Leben gerufen werden, wie etwa aus Alltag und Nachbarschaft, aus Vereinen, Kinder- und Jugendarbeit, aus den Medien, Bildung oder Wissenschaft. Besonders junge Migranten sollen dabei Teil eines respektvollen und interkulturellen Miteinanders werden. Und das nachhaltig. Einfaches Erkunden der Umgebung, Vermittlung von Kontakten oder Hilfen bei der Suche von entsprechenden Ansprechpartnern gehören ebenso dazu.
Mit der Vergabe des Integrationspreises soll das vielseitige Engagement von Schmallenberger Vereinen, Verbänden, Institutionen und Inititativen sowie beispielhafte Maßnahmen und Projekte gewürdigt werden.
Es werden keine Ziele vorausgesetzt, sondern es wird vielmehr mobilisiert und sensibilisiert.
Die unterschiedlichen Menschen und Kulturen, die aufeinander treffen, sollen einen gegenseitigen Austausch ermöglichen – von dem möglicherweise beide Seiten profitieren. Denn Kulturaustausch beispielsweise geht in beide Richtungen.
Aufgefordert sind Personen, Gruppen, Vereine, Einrichtungen und Verbände im Stadtgebiet Schmallenberg, die ehrenamtlich zur Integration von Ausländern beitragen. Sie können vorgeschlagen werden oder sich selbst bewerben.
Der Integrationspreis 2015 ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Dabei kann der erste Preis bis zu 5.000 Euro betragen. Über die Höhe der Preise entscheidet eine fachkundige Jury, ebenso über die Preisvergabe. Ausgezeichnet werden sollen konkret geplante oder innerhalb der letzten zwei Jahre verwirklichte Maßnahmen und Projekte.
Einsendeschluss der Vorschläge oder der Bewerbungen ist der 30. April 2015. Die Preisverleihung durch die Jury erfolgt am 19. Juni 2015.
Auf der Homepage der Stadtsparkasse Schmallenberg, beim Lions-Förderverein Schmallenberg-Hochsauerland und bei Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. sind die Wettbewerbsunterlagen online zu erhalten. Infos auch bei der Bürgerstiftung der Stadtsparkasse Schmallenberg, Frau Andrea Geueke, Tel. 02972-304116.
Unterstützt wird das Projekt durch ein siebenköpfiges Team des Kommunalen Integrationszentrum Hochsauerlandkreis unter der Leitung von Dorothée Schackmann.
„Wir wollen die Integration, nicht Leute ausgrenzen“, so Andreas Knappstein.

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