Volksbanken im Hochsauerlandkreis genießen Vertrauen

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HSK-Genossenschaftsbanken präsentieren die Jahresbilanz 2014

Meschede/Hochsauerlandkreis.(pbm) Die sieben Genossenschaftsbanken im Hochsauerlandkreis waren im Geschäftsjahr 2014 weiter auf Wachstumskurs und haben ihre starke Marktstellung ausgebaut. Das berichteten die Vorstände Jürgen Dörner (Volksbank Sauerland), Dirk Lüddecke (Volksbank Marsberg) und Ferdinand Klink (Volksbank Thülen) am Dienstag während des Jahrespressegesprächs in der Abtei Königsmünster in Meschede. Damit es aber künftig erfolgreich weitergeht, so die Finanzexperten, seien angesichts von Niedrigzins, ausufernder Regulatorik und demografischem Wandel erhebliche Anstrengungen nötig. Dazu ist es aus Sicht der Volksbanken im Hochsauerland wichtig, dass die Kunden Vertrauen in ihre Bank und ihre Bankberater haben. Die Beratungsqualität ist daher eine große Herausforderung für die Volksbanken und sie investieren jede Menge in die Weiterbildung und Schulung ihrer Mitarbeiter. „Beim Thema Kundenzufriedenheit wollen wir die Nr. 1 im Sauerland sein!“

VB HSKZu Beginn der Pressekonferenz verdeutliche Dirk Lüddecke mit dem von den genossenschaftlichen Zentralinstituten bestandenen EZB-Stresstest und dem EU-Bankenrettungsfonds, wie sich die Euro- Finanzpolitik bis in den Hochsauerlandkreis hinein auswirkt. Eine ganz bittere Pille ist der Bankenrettungsfonds, in den jetzt auch kleine Genossenschaftsbanken einzahlen müssen. „Dabei garantiert unsere seit Jahrzehnten bewährte genossenschaftliche Einlagensicherung den Kunden einen 100-prozentigen Schutz. Für den EU-Abwicklungsfonds dürfen wir jetzt zahlen, werden aber wohl nie daran partizipieren“, so Lüddecke.

Mit den Volksbanken Sauerland, Bigge-Lenne, Brilon, Marsberg, Reiste-Eslohe und Thülen sowie der Spar- und Darlehnskasse Oeventrop gehören sieben ganz unterschiedlich große Banken zum starken genossenschaftlichen Verbund. „Die Bilanzsumme der Institute ist in 2014 moderat um 45 Millionen Euro auf 3,040 Milliarden Euro gestiegen“, berichtete Jürgen Dörner. Das entspricht im Jahresvergleich einem Plus von 1,5 Prozent.

Viel wichtiger, so Dörner zu den Geschäftszahlen, sei das Kundengesamtvolumen. Es kletterte 2014 um stolze 189 Millionen Euro (Plus 3,3 Prozent) auf jetzt 5,93 Milliarden Euro. Diese Summe spiegelt den Umfang aller Kundengeschäfte wider – also auch die, die über den genossenschaftlichen Finanzverbunden mit Partnern wie der Union-Investment, der Bausparkasse Schwäbisch Hall und der R + V Versicherung getätigt wurden.

Ferdinand Klin k(Volksbank Thülen), Dirk Lüddecke (Volksbank Marsberg) und Jürgen Dörner (Volksbank Sauerland) erläuterten die Ergebnisse der Volksbanken im Hochsauerlandkreis für das Jahr 2014

Ferdinand Klink Volksbank Thülen), Dirk Lüddecke (Volksbank Marsberg) und Jürgen Dörner (Volksbank Sauerland) erläuterten die Ergebnisse der Volksbanken im Hochsauerlandkreis für das Jahr 2014

Die sieben Genossenschaftsbanken konnten ihre Kreditvergabe in 2014 um gut 38,5 Millionen Euro (+ 2,01 Prozent) ausbauen. „Das war harte Arbeit, denn es galt gleichzeitig Tilgungen in Höhe von 150 Millionen Euro zu kompensieren“, erläuterte Jürgen Dörner. 60 Prozent der Kredite entfielen auf den gewerblichen Bereich, wobei sich die Banken gerade hier noch mehr Nachfrage gewünscht hätten. Im privaten Bereich ging es vor allem um die Sanierung und damit die Aufwertung vorhandener Immobilien. Angesichts der der niedrigen Zinsen verwundert es nicht, dass im Vergleich zum Jahr 2013 noch mehr Geld in den Konsum geflossen ist.

Bei den Gesamtkundeneinlagen gab es 2014 eine Steigerungsrate von 4,39 Prozent – das entsprach einem Plus von rund 145 Millionen Euro auf jetzt 3,4 Milliarden Euro. „Wir spüren bei unseren Mitgliedern und Kunden angesichts der Krisenherde in der Welt und der Euro-Diskussion eine deutliche Verunsicherung im Hinblick auf das Ersparte“, so Dörner. Volksbanken und Spar- und Darlehnskasse waren aber auch 2014 ein sicherer Hafen für das Geld und haben das in sie gesetzte Vertrauen erfüllt. Den Kunden ging es dabei vorrangig um das Vorsorgesparen und die Alterssicherung.

Genau 980 neue Mitglieder bauen seit letztem Jahr auf genossenschaftliche Werte wie Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Solidarität. Damit stieg die Gesamtzahl noch einmal leicht auf jetzt 90.218. Dennoch mahnte Jürgen Dörner: „Angesichts der demografischen Entwicklung, des immer härter werdenden Wettbewerbs und mit Blick auf das für uns gültige Regionalprinzip ist das Geschäftsvolumen in den nächsten Jahren nicht beliebig erweiterbar.“ Das zeige sich aktuell schon an der im Jahresvergleich leicht rückläufigen Kundenzahl von minus 1,24 Prozent auf zuletzt 161.538.

Mitgliedern und Kunden stehen die sieben Institute in einem fast unverändert dichten Netz aus 75 Geschäftsstellen sowie einem umfassenden Angebot im SB- und Online-Banking zur Verfügung. „Persönliche Kundenähe und regionale Verbundenheit, gepaart mit einer hohen Beratungsqualität, zeichneten die Banken aus“, ergänzte Ferdinand Klink. Der Vorstand der Volksbank Thülen ging auf die Probleme ein, die die Niedrigzinsphase Sparern und Banken bereiten. Als Antwort darauf hätten sich die Vorstände mehr Anlagen in Wertpapieren und Aktien gewünscht. „Da tut sich der Sauerländer leider etwas schwer“, so Jürgen Dörner.

Um überhaupt noch Rendite zu erzielen, seien die Sparer auf gute Beratung angewiesen. Dafür wurden letztes Jahr 1.400 Studientage in die Aus- und Weiterbildung der 687 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert. Zusätzlich flossen Mittel in die moderne Technik und in eine optimierte EDV-Infrastruktur. Das gesamte Investitionsvolumen der Banken betrug 1,6 Millionen Euro. Mit einer Ausbildungsquote von 7,1 Prozent (52 Ausbildungsplätze) zählt die Gruppe regional zu den großen Ausbildern.

Zu den Gewinnern eines erfolgreichen Geschäftsjahres der Genossenschaftsbanken gehören neben den Mitgliedern die Kommunen, Vereine, Verbände und Gruppen im Hochsauerlandkreis. Jürgen Dörner: „Unsere Steuererlöse belaufen sich für 2014 auf deutlich über sieben Millionen Euro. Und dieses Geld zahlen wir hier, in der Region, nicht wie Großbanken irgendwo in der Welt. Auch das macht unsere Geschäftsmodell nachhaltig und solide.“

Hinzu kommen die Spenden. Auch hier achten die Genossenschaftsbanken auf Nachhaltigkeit. Insgesamt 538.000 Euro wurden 2014 verteilt; darunter beispielsweise 66.000 Euro von der Volksbank Sauerland an die Feuerwehren im Geschäftsgebiet, 1000 Euro von der Volksbank Marsberg an den Spielmannszug Westheim und 25.000 Euro von der Volksbank Thülen an Sportvereine und Musikkapellen.

 

 Die sieben Genossenschaftsbanken im HSK

Volksbanken Sauerland

Volksbank Bigge-Lenne

Volksbank Brilon

Volksbank Marsberg

Volksbank Reiste-Eslohe

Volksbank Thülen

Spar- und Darlehnskasse Oeventrop

 

 

Wichtige Kennzahlen (addiert) im Überblick

(Stand: 31. 12. 2014)

 

Bilanzsumme:                               3,040 Mrd. Euro

Einlagen:                                     2,171 Mrd. Euro

Kreditvolumen:                            1,950 Mrd. Euro

Mitglieder:                                   90.218

Mitarbeiter:                                   687

Auszubildende:                             52

Geschäftsstellen:                           75

 

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