Durchs Feuer gegangen

Print Friendly

Dorothea Becker – Durchs Feuer gegangen

Ein Roman über den Bilsteiner Hexenwahn

Dorothea Becker - Durch's Feuer gegangen  Roman von Monika Hunold und Monika Klasen

Dorothea Becker – Durch’s Feuer gegangen
Roman von Monika Hunold und Monika Klasen

Über Hexenverfolgungen und Verurteilungen, die im 16. Und 17. Jahrhundert statt fanden, wird noch heute viele berichtet, recherchiert und geschrieben. Aktuell kommt es immer häufiger vor, dass die Akten von verurteilten Hexen und Zauberern wieder aufgerollt werden, um die Opfer des Hexenwahns nun endlich freizusprechen. Auch in der Unterhaltungs- und Fachliteratur findet man zahlreiche Bücher, die sich mit dem Hexenwahn der frühen Neuzeit befassen. Die Faszination an diesem düsteren Teil der Geschichte ist allgemein sehr groß.

Einen Zusammenschluss zwischen Fachliteratur und Roman bildet das Buch „Dorothea Becker – Durch´s Feuer gegangen“, das von den Autorinnen Monika Hunold und Monika Klasen verfasst und gründlich recherchiert wurde. Wichtig für die beiden Autorinnen war es, den Fall der Dorothea Becker so authentisch wie möglich darzustellen und trotzdem in einer unterhaltsamen Erzählform zu präsentieren. Das ist den Autorinnen wirklich gelungen!

Es war eine Zeit, in der der Hexenwahn im kurkölnischen Sauerland allgegenwärtig war. Nicht selten wurde dieser Wahn ausgenutzt, um unliebsame Zeitgenossen loszuwerden. Dorothea Becker kam gebürtig aus Kirchhundem und war mit dem Bilsteiner Richter Franz Josef von der Hardt verheiratet. Als Opfer einer Intrige wurde sie von ihren Feinden als Hexe bezeichnet. Den ersten Prozess konnte sie gerade noch abwenden. Beim zweiten Prozess jedoch musste sie sich der sogenannten peinlichen Befragung unterziehen, einer Verhörform, die sowohl Einschüchterung als auch Folter beinhaltet. Trotz der Qualen und Peinigungen blieb Dorothea standhaft und bekannte sich nicht zur Zauberei.

Die Hintergründe aus Dorotheas Leben wurden genauso präzise recherchiert wie etwa die Mentalität der Zeit, wodurch nicht nur die Charaktere, sondern auch die Zeit, aus der berichtet wird, plötzlich lebendig wirkt. Der regionale Bezug zu Bilstein und zur Burg laden geradezu dazu ein, die Schauplätze dieser wahren Geschichte einmal zu besuchen. Hilfreich dabei ist das Begleitheft auf der Internetseite der beiden Autorinnen, das Fotos und Dokumente enthält, die der Recherche gedient haben. Spannend ist es wohl auch, wenn man beim Lesen plötzlich merkt, dass der eine oder andere Charakter im Buch vielleicht zum eigenen Familienstammbaum gehören könnte.

Bei „Dorothea Becker – Durch´s Feuer gegangen“ handelt es sich um mehr als einen historischen Roman. In diesem Fall ist er auch ein Stück Heimatgeschichte, der sich mit der dunklen Zeit des Hexenwahns im Sauerland beschäftigt und trotzdem lange Abendstunden erhellt.

Das Buch gibt es im WOLL-Onlineshop

Deine Meinung ist uns wichtig

*