Springmaus-Abend in der Stadthalle Meschede

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Sauerländer kriegen die Klappe auf

Das Ensemble des Improvisationstheaters Springmaus begeisterte das Publikum in der ausverkauften Mescheder Stadthalle

Das Ensemble des Improvisationstheaters Springmaus begeisterte das Publikum in der ausverkauften Mescheder Stadthalle

Einen unvergesslichen Abend mit dem Improvisationstheater Springmaus erlebten 620 Sauerländer am Samstagabend in der ausverkauften Stadthalle Meschede. Die blendend aufgelegten Springmäuse Gilly Alfeo (musikstudierter Halbsizilianer aus dem Pott), Norbert Frieling (groß und wandlungsfähig), Vera Passy (Prototyp der „rheinischen Frohnatur“ mit bayrischen Wurzeln) und Marvin Meinold (aus Warstein und atemberaubend schnell) brachten die frohgelaunten Besucher vom ersten Augenblick an zum Lachen. Doch unerwartet schnell und unglaublich kreativ zeigten vier Sauerländerinnen und Sauerländer aus dem Publikum ihr schauspielerisches Improvisationstalent.

Sauerländer Improvisations-Amateure überraschten und überzeugten

Sauerländer Improvisations-Amateure überraschten und überzeugten

Hatten die Springmäuse vor der Veranstaltung im Interview mit WOLL noch bei der Frage nach der Meinung, den Vorurteilen und Geschichten über die Sauerländer eine kleine Anekdote über eine gewisse Behäbigkeit der Sauerländer zum Besten gegeben, so konnten die Improvisationsprofis nur noch über die Sauerländer Schnelligkeit und Schlagfertigkeit staunen. Vor ein paar Jahren hatte es einmal im Sauerland exakt 28 Minuten gedauert bis die gewünschten Mitmacher aus dem Publikum in ausreichender Anzahl auf der Bühne waren. In Meschede ging das am Samstag zack-zack und zum Schluss inspirierte die Lehramtsstudentin Linda aus Meschede die Springmäuse zu einem herrlichen Theaterstück über das Leben als Tanz. Langanhaltender Beifall waren der Dank des völlig begeisterten Publikums und eine kurzweilige Zugabe der Springmäuse schloss einen herrlich unterhaltenden und fröhlichen Abend in der Stadthalle Meschede ab.

Sauerländer Springmaus Marvin Meinold

Sauerländer Springmaus Marvin Meinold

 

WOL-Interview vor der Veranstaltung

 WOLL: Springmäuse haben verlängerte Hinterbeine. Was unterscheidet „Springmaus“ von anderen Comedy-Theatern?

Gilly Alfeo: Wir sind ein Improvisationstheater. Davon gibt es viele in Deutschland. Doch wir waren das erste. Seit 1982 improvisieren wir alles.

Vera Passy: Ob man es glaubt oder nicht. Es ist immer alles improvisiert. Wenn jemand das nicht glauben will, da machst Du nichts.

 

WOLL: Welche Meinungen, Vorurteile und Geschichten habt ihr über die Sauerländer?

Gilly Alfeo: Es gibt schon Regionen, wo sich das Publikum schneller hinreisen lässt, aber bei der Intensität, da steht der Sauerländer keinem nach.

Eine kleine Anekdote dazu. Wir lassen seit einigen Jahren die Leute freiwillig auf die Bühne kommen und messen die Zeit, bis wir die vier oder fünf Leute oben haben. Am Anfang dauerte das immer eine gewisse Zeit und dabei hat das Sauerland den Rekord geknackt. Bei einem Auftritt, ich weiß nicht ob es sogar hier in Meschede war, hat es exakt 28 Minuten gedauert, bis fünf Menschen aus dem Publikum auf der Bühne waren. Das haben wir dann später immer erzählt: „Wir können warten, im Sauerland hat es mal 28 Minuten gedauert.“

 

WOLL: Warum kommt Ihr so gerne ins Sauerland?

 Vera Passy: Wir spielen in allen Teilen Deutschland, natürlich häufig im Rheinland. Wir werden eingeladen, angefragt, gebucht und freuen uns natürlich sehr über das Interesse aus den Städten im Sauerland.

Marvin Meinold: Am 24. Januar treten wir in der Schützenhalle in Marsberg auf und 27. Februar im Pädagogischen Zentrum in Lennestadt.

 

WOLL: Seid Ihr alles Rheinländer?

 Norbert Frieling: Nein, Marvin ist Sauerlädner – aus Warstein. Der hat heute ein Heimspiel. Der hat früher schon die Springmaus gesehen, als er noch bei seinen Eltern wohnte. Gilly kommt aus Oberhausen, aus dem Ruhrpott, ich wohne in Düsseldorf und Vera, das hört man ja, ist Rheinländern.

Vera Passy: Geboren bin ich im Allgäu, darauf legt mein Vater sehr viel Wert.

 

WOLL: Vielen Dank und ganz viel Spaß gleich auf der Bühne.

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