Darsteller für die Bühne in Balve gesucht

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Festspielverein, Märchenwochen – Darsteller gesucht

Balve. Im Wandel befindet sich derzeit der Festspielverein. Nicht nur die Änderung der Winteraufführungen von Erwachsenenstücken hin zum Familienweihnachtsmusical „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel” und die Gründung des Festspielchors sind neu. Im kommenden Frühjahr präsentieren die Festspiele im Rahmen der Märchenwochen in der Balver Höhle gleich zwei Musicals. So wird es als Familienstück zwölf Aufführungen von „Das kleine Gespenst” nach Ottfried Preußler für Kinder ab 4 Jahre geben. An ein erwachsenes Publikum richtet sich das Musical „Der Glöckner von Notre Dame” nach dem Roman von Victor Hugo.

Viele interessierte Zuhörer bei der Vorstellung der neuen Stücke.

Viele interessierte Zuhörer bei der Vorstellung der neuen Stücke.

Am Montagabend stellte Regisseurin Anke Lux den Schauspielinteressierten im Foyer der Realschule beide Stücke vor, denn nun werden zahlreiche Mitwirkende gesucht.

Darsteller ab fünf Jahre bis zum Endes des Grunschulalters sind für „Das kleine Gespenst” besonderes gefragt. „Dazu brauchen wir viele Kinder für eine ganze Schulklasse”, betonte Anke Lux. Besetzt werden müssen aber auch die Rollen der Erwachsenen im Stück. „Das kleine Gespenst wird ein straffes und schnelles Stück mit einem Wechsel aus Musik, Tanz und Spiel sein”, erklärte die Regisseurin. „Es ist viel los in der kleinen Stadt Eulenburg. Das Gespenst, das vom Sonnnenlicht ganz schwarz geworden ist, jagd den Bewohnern Angst ein. Und ausgerechnet vor der 375-Jahr-Feier der Stadt, macht das Gespenst nur Blödsinn”, erläuterte Anke Lux den Inhalt. „Alle Kinder der Stadt finden das natürlich toll, während die Erwachsenen gegen das Gespenst sind. Es gibt also viel Action, viel Spaß und kurzweilige Unterhaltung.”

Vorstandsmitglieder und Regisseurin Anke Lux (zweite von links) bei der Vorstellung der neuen Stücke.

Vorstandsmitglieder und Regisseurin Anke Lux (zweite von links) bei der Vorstellung der neuen Stücke.

Die Musik für das Familienmusical komponierte Michael Wiehagen. Als Anke Lux einige Titel abspielte, zeigte sich schnell, dass es Wiehagen gelungen ist, „Gute-Laune-Musik” zu komponieren, die mitreißt. „Es gibt insgesamt zwölf Songs, die gesungen und getanzt werden”, erklärte sie.

Eine große Herausforderung an die Darsteller werde die Mitwirkung im „Glöckner von Notre Dame”, so Anke Lux. „Es ist ein getragenes Stück, das ich etwas geändert habe, damit es nicht ganz so schwergängig ist.” Die Darsteller hätten darin die Möglichkeit, zwei Seiten zu zeigen und sie hoffe, dass das Musical zu Herzen gehe. Die Rollen besetze sie ausschließlich mit Darstellern ab 13 Jahre. „Dies ist ein Stück, das nicht leicht von der Hand geht und braucht eine gewisse Ernsthaftigkeit. Die Proben werden anstrengend sein”, betonte die Regisseurin vorab. Die Geschichte um den buckeligen Glöckner Quasimodo spiele im finsteren, schmutzigen Mittelalter und so solle es auf der Bühne umgesetzt werden. Nur zu Beginn werde es eine heitere Szene geben. Angelehnt sei die Inszenierung zwar an den Disney-Trickfilm, doch sie werde es an das Original anpassen. „Das Publikum kommt mit bestimmten Erwartungen, die möchten wir erfüllen”, steckte die Regisseurin das Ziel. Die Musik bestehe aus den aus dem Disney-Film bekannten Songs und neuen Liedern, die auch hier Michael Wiehagen komponiert hat. Unterstützung erfahren die Darsteller durch den Festspielchor, dessen Chorensemble den Mönchschor im Musical singt und spielt.

Ensemblesprecher Jörg Leiß im Gespräch mit interessierten Kindern für "Das kleine Gespenst"

Ensemblesprecher Jörg Leiß im Gespräch mit interessierten Kindern für „Das kleine Gespenst“

Die Proben für beide Stücke beginnen für die Sprechrollen im Dezember in der Aula des Schulzentrums Balve, Am Krumpaul. Montags und Donnerstags wird zunächst ab 17 Uhr für „Das kleine Gespenst” geprobt. Im Anschluss folgen die Proben für den „Glöckner”. Ab Januar kommen die Proben für die Nebenrollen hinzu. „Ich versuche, die Tanz- und Gesangsproben in die regulären Proben zu integrieren, so dass nicht so viele Wochenendproben hinzukommen. Mitmachen kann jeder”,erklärte Anke Lux. Wer beim Infoabend nicht dabei sein konnte, hat die Gelegenheit, bei der ersten Probe einzusteigen. Der Probenplan mit allen Terminen wird bald bekannt gegeben.

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