Zeitumstellung abschaffen

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Zeitumstellung abschaffen

Viele Menschen und Tiere leiden / Energieeinsparungen wurden nicht erzielt / Sommerzeit das ganze Jahr beibehalten

ArztDer südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese hat sich erneut für die Abschaffung der Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit ausgesprochen. Am kommenden Samstag werden die Uhren umgestellt, so dass es ab Sonntagabend wesentlich früher dunkel wird. Viele Menschen und Tiere können sich an die Zeitumstellung nicht anpassen und leiden z.B. unter Schlafstörungen. Im Frühjahr hatte der Bundesparteitag der CDU sich für die Abschaffung ausgesprochen. „Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder behält man die Winterzeit das ganze Jahr bei oder die Sommerzeit. Ich glaube nach Gesprächen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern auch in Südwestfalen, dass es besser wäre, die Sommerzeit das ganze Jahr beizubehalten, dann wäre es in den kommenden Wochen abends länger hell. Wir müssten zwar damit leben, dass es morgens auch länger dunkel ist. Aber ich glaube, das wäre das kleinere Übel“, so Liese.

Liese hatte sich gemeinsam mit seinem Kollegen Herbert Reul an den zuständigen EU-Kommissar. Dieser hatte die Initiative zunächst nicht aufgegriffen. „Wir haben aber jetzt eine neue EU-Kommission und werden das Thema erneut anbringen“, so der heimische Abgeordnete abschließend

Kommentare

  1. Jörg Kayser meint:

    Schön, dass es Politiker gibt, die sich in der EU für eine Abschaffung der sog. „Sommerzeit“ (MESZ) stark machen. Auf jeden Fall muss dann auch die „Sommerzeit“, nicht etwa die „Winterzeit“ ( = unsere mitteleuropäische Normalzeit MEZ) verschwinden, denn keinesfalls darf die „Sommerzeit“ auch noch ganzjährig gelten. Trotz etwa des Irrglaubens, dass es „abends länger hell“ sei (eine Einbildung, die ja nur wegen der Hochmanipulation der Uhrzeit etwa von nachmittags 17 Uhr MEZ auf 18 Uhr MESZ zustande kommt) – die innere Uhr des Menschen benötigt für gesundes Funktionieren das Morgen-, nicht das Abendlicht, so chronobiologische Forschungsergebnisse. Und im Winter wäre es morgens viel zu lange dunkel.
    Russland hat es uns vorgemacht: 2011 wurde dort zwar die Zeitumstellung abgeschafft, jedoch dann ganzjährig Sommerzeit eingeführt. Die Folgen waren vor allem im Winter ein signifikanter Anstieg von Depressionen bis hin zu dadurch verursachten Selbstmorden. Daher wurde im Sommer dieses Jahres gesetzlich festgelegt, dass nach einmaliger Rückstellung der Uhren Ende Oktober fortan die Normalzeit je nach Zeitzone das ganze Jahr über gilt. Auch wurde die 2011 auf neun reduzierte Anzahl der Zeitzonen in Russland rückgängig gemacht, sodass es dort jetzt wieder elf Zeitzonen gibt.
    Am letzten Sonntag war es dann soweit. Alles andere als ein Anhänger derzeitiger russischer Politik, kann ich die Duma zu diesem Schritt in die richtige Richtung nur beglückwünschen, man hat aus negativer Erfahrung gelernt. Gleichzeitig muss ich neidvoll feststellen, dass weder in Berlin noch in Brüssel bisher entsprechend konkrete Maßnahmen getroffen worden sind. Die wären überfällig, und zwar zu Gunsten von durchgängiger mitteleuropäischer Normalzeit. Jetzt noch ganzjährige „Sommerzeit“ zu wollen, wäre doch angesichts dessen, was Russland damit erlebt hat, einfach abstrus! Anders ausgedrückt: Es wäre doch geradezu hirnrissig, genau den Fehler zu machen, den Russland soeben korrigiert hat!

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