Motoball-Bundesliga: Tornado unterliegt dem Rekordmeister klar

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Kierspe – Eine kleine Chance blieb den Kiersper Motoballern am vergangenen Sonntag vor den rund 650 Zuschauern, um doch noch in das Finale um die Deutsche Motoball Meisterschaft einzuziehen. Mit dem 9:4-Rückstand aus dem Hinspiel allerdings ein Kraftakt, den man erstmal stemmen muss.

spielszene halbfinaleErwartet offensiv schickte Trainer Daniel Sachs die Tornados auf das Feld und versuchte auf das erste Tor zu spielen. Der Gast aus Mörsch (Rheinstetten) hatte diese taktische Ausrichtung allerdings erwartet und präsentierte sich von der ersten Minute konzentriert im Spiel gegen den Ball und konnte zu Mitte des ersten Viertels das gefürchtete erste Tor durch Manuel Fitterer erzielen. Dies zwang die Tornados jetzt in eine noch offensivere Spielweise die sich dann im zweiten Viertel dank des übersichtlichen und sicheren Spiels der Mörscher für die Gäste auszahlte. Nach schnellen Kontern waren es dann Patrick Palach und Manuel Fitterer, die zum 0:3-Halbzeitstand trafen.

„Unser Plan ist leider nicht aufgegangen. Der Taifun stand in der Defensive sehr sicher und nutzte sein schnelles Umschaltspiel. Bei dem 0:3 wusste ich dann definitiv, dass wir jetzt nicht mehr auf ein Finale hoffen brauchen. Aus diesem Grund habe ich dann auch unsere jungen Spieler eingewechselt. Die Jungs haben sich gut verkauft und haben in den letzten beiden Vierteln einiges für die Zukunft gelernt. Wer weiß wann Sie wieder die Möglichkeit haben, um in einem Halbfinale zu spielen. Das muss für jeden Motoballer immer ein besonderes Ereignis sein.“, kommentierte Trainer Sachs die erste Hälfte.

Im zweiten Abschnitt bekamen dann die jungen tornado-Talente die Möglichkeit um Erfahrung zu sammeln und präsentierten sich gegen diesen starken Gegner mit einer guten Leistung. Auch wenn man zwei Tore durch Palach und Mückenhausen hinnehmen musste, erspielten sie sich ein paar Chancen und beschäftigen den Taifun. Ein gutes Zeichen für die Zukunft des Motoballs in Kierspe.

Im letzten Viertel gelang den Gästen dann das 0:6 durch den Top-Torschützen Palach. Zu diesem Zeitpunkt nahm der Taifun die große Ernsthaftigkeit aus dem Spiel und ermöglichte den Tornados nun Räume. Die zum Schluss nochmal eingewechselten Loskand und Häfner nutzen diese dann vor dem Schlusspfiff zur Ergebniskosmetik und so kam Pascal Loskand 4 mal zum Abschluss und konnte 2 Ehrentreffer erzielen.

Am Ende war dann die Freude bei den Gästen und den mitgereisten Fans riesig. Taifun Mörsch steht nun also im Finale der DMM und trifft am 25.10. im heimischen Stadion auf den amtierenden deutschen Meister – Ubstadt-Weiher.

Taifun Trainer Holger Witzenbacher ließ sich nach der kleinen Feier auf dem Feld und einer Bierdusche seiner Spieler dann auch noch für einen Kommentar einfangen: „Wir haben die beiden Spiele gegen die Tornados verdient gewonnen. Nach dem ersten Viertel im Hinspiel hatte ich wirklich Sorge, dass das alles schief geht, aber meine Mannschaft hat eine große Moral gezeigt und ich habe die richtige Taktik gefunden um das Spiel zu drehen. Im Rückspiel waren wir dann in keiner Weise mehr gefährdet. Bedingt durch das Fehlen von Oliver Sinn und Oliver Potthoff, fehlte den Hausherren heute ein Stückweit die Sicherheit und das konnten wir ausnutzen. Im zweiten Anlauf haben wir nun das Finale im eigenen Stadion erreicht und das werden wir feiern. Egal wie das Spiel dann ausgeht. Aber unser Ziel ist ganz klar der Titel. Wir haben Ubstadt-Weiher in dieser Saison bereits geschlagen und das haben wir wieder vor.“sieger halbfinale

Währenddessen macht sich auf Seite der Tornados auch wieder ein bischen gute Laune breit. Frank Schmiedel – der 2. Vorsitzende des Heimteams – ist nämlich trotzdem stolz auf sein Team: „Die erste Heimspielniederlage in diesem Jahr ist bitter, aber der Taifun steht zurecht im Finale. Wir haben die Chance auf das Finale bereits nach dem ersten Viertel in Mörsch aus der Hand gegeben. Trotzdem blicke ich mit Stolz auf die abgelaufene Saison und die Leistung unserer Jungs. Wir haben es geschafft den Nordmeistertitel zu verteidigen und den Einzug in das Halbfinale zu schaffen. Alle Ziele wurden erfüllt und haben unser Jubiläumsjahr zum erfolgreichsten seit 22 Jahren gemacht. Wir werden diesen beiden Spielen sicherlich noch ein paar Tage hinterhertrauern, aber am Ende werden wir uns freuen und das alles nochmal richtig feiern!“

 

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