Seit zehn Jahren unfallfrei auf Achse

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10 JAHRE BÜRGERBUS SCHMALLENBERG

Bericht aus dem WOLL-Magazin Herbst 2014
von Denise Fischer

BürgerbusAuch im Alter mobil sein, das ist auf dem Land gar nicht so einfach. Immer noch sind viele auf ein Auto angewiesen oder müssen ihre Einkäufe mit dem Taxi erledigen. Wie schön, dasses hierzulande eine günstige Alternative gibt: Seit zehn Jahren kümmern sich die Mitglieder des Bürgerbusvereins um Mobilitätim Schmallenberger Sauerland. Ihre Fahrten verbinden Orte und Leute miteinander und unterstützen so den ÖPNV. Ulrich Henke, Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins, und Berthold Vogt, Amtsleiter des Ordnungsamtes, sagen: „Danke! Ohne die ehrenamtlichen Fahrer hätten wir das nicht geschafft.“ Kindergartenfahrt mit dem Bürgerbus.

Der Bürgerbus ist einfach nicht mehr wegzudenken. Vor allemKindergartenkinder und Senioren werden mit dem Bürgerbus gefahren. Viele Eltern vertrauen auf die Fahrer des Kleinbusses, die seit 2005 die Kinder aus den kleinen Ortschaften um Schmallenberg in den Kindergarten bringen. Und natürlich wieder abholen. Dabei ist die Sicherheit stets das Wichtigste. Mit ein Grund, warum der Bürgerbus bisher noch keinen Unfall hatte. Auch Senioren fahren gerne mit dem Bürgerbus zum Einkaufen. Für Jugendliche und Erwachsene werden Schwimmbäder und andere Freizeitstätten angefahren. Der Bus fährt auf festen Routen spezielle Bürgerbus- Haltestellen und auch bestimmte Haltestellen
des ÖPNV, zu festgelegten Fahrpreisen und Zeiten, an. In 30 Zonen ist auf Handzeichen ein individueller Buszu- und -ausstieg möglich. Dadurch können die Schmallenberger flexibler reisen. Die Berücksichtigung von Sonder wünschen wie Kindersitze oder Hilfe beim Verladen von Gepäck gehört wie selbstverständlich zum Service mit hinzu.

Die Zahl der Fahrgäste steigt stetig. „Es ist aber noch mehr Potential drin“, kommentiert Henke. Dennoch kann der Bürgerbus Schmallenberg seine Kosten fast vollkommen selbst tragen. „Das soll auch weiterhin so bleiben. Die Stadt soll die Last nicht tragen müssen.“ Den Kauf des neuen Bürgerbusses im Jahr 2011 finanzierte der Verein zu einem großen Teil selbst, auch durch den Erlös des alten Busses. Den Rest des Geldes steuerte NRW dazu, ein geringer Teil kam von der Stadt Schmallen berg. „Das ist bei den Bürgerbusvereinen selten“, erklärt Vogt. „Unsere Fahrer sind unser wichtigstes Kapital“ Was wäre der Verein ohne seine ehrenamtlichen Fahrer? „Unsere Fahrer sind unser wichtigstes Kapital“, unterstreicht Ulrich Henke. „Um das Angebot des Bürgerbusses auszuweiten, brauchen wir aber noch mehr.“ Zum Dank an die jetzigen Fahrer findet am 18. Oktober eine Jubiläumsfeier in der Stadthalle statt. Die Feier
ist öffentlich, jeder darf kommen.

Auf die Frage, was sich der Bürgerbusverein für die Zukunft wünscht, antworten Henke und Vogt: „Dass es noch weitere zehn Jahre so gut läuft wie bisher und dass die Fahrgastzahlen weiter steigen.“

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