Sauerländer „Ostgoten“ rocken den Westerwald

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Invasion der Sauerländer „Ostgoten

Wir rocken das Feld im Westerwald

von Denise Fischer

20140821_124422Musik und gute Laune im Grünen. Das gibt es nicht nur im Sauerland, sondern auch im Westerwald. Seit 2002 wagt sich ein Sauerländer Trupp jedes Jahr erneut in den kleinen Ort Rotenhain auf das Festival mit dem Namen Rock im Feld. Dieses Jahr war ich zum dritten Mal mit dabei und habe mich auf die Suche nach dem Ursprung dieser Tradition begeben. Wie kam es eigentlich dazu?

Der Leiter des Sauerländer Trüppchens lebte zu der Zeit als Auswanderer im Westerwald. Die Verbindung zu Freunden und Familie riss dabei aber nicht ab. Zusammen teilten Sie die Liebe zur Musik der deutschen Irish Speed Folk Band Fiddlers Green, die 2002 auf Rock im Feld auftreten sollten. Nachdem die Information durch den Außenposten auch ins Sauerland gesickert war, mobilisierte sich die Gruppe erstmalig und fuhr gemeinsam in den kleinen Ort Rotenhain. Seitdem reisen sie jedes Jahr spätestens am Mittwoch an und verlassen ihn frühestens am Festivalsonntag wieder.20140821_124852

Es ist vor allem die freundschaftliche Atmosphäre, die das Festival ausmacht. Tiefenentspanntheit und freudige Wiedersehen mit anderen Wiederkehrenden haben die munteren Festivalgänger dazu bewegt, immer wieder zu kommen. Aber auch die Gastfreundschaft der Rotenhainer, der ungewöhnliche Comfort von Duschen und Wasserstationen sowie ein herrliches Frühstücksbuffet sind Gründe dafür. Es gibt inzwischen feste Camps, die jedoch jeden Neuankömmling gerne aufnehmen. So geschah es auch bei den Sauerländern mit zwei mutigen Kölnern, die sich mit der Zeit dazugesellt haben.

20140823_202737Vor einigen Jahren bekamen die mutigen WOLL-Sager auch ihren festen Campnamen: „Die Ostgoten“. Woher das kommt? René, integrierter Sauerländer aus Ostdeutschland, hatte es mit seinem sympathischen Akzent geschafft, die Gruppe „Radio Rotenhain“ zu betören, die in jedem Jahr alle Camper mit Musik und witzigen Wortbeiträgen bei Laune halten. Sie gaben den der Gruppe ihren Namen.

Für die Kleinsten unter den wackeren Festivalgängern ist vor allem der Freitag, offizieller Beginn des Festivals, immer wieder ein Highlight, denn dann hebt stets eine Kinderband die Stimmung an. In diesem Jahr war es Pelemele, die mit ihrer Show nicht nur Kinder und ihre Eltern, sondern auch eingefleischte Rock-Fans begeistert haben. Viele weitere Bands aus den Richtungen, Rock, Pop und Metal sorgten ebenfalls wieder bis nach Mitternacht für Unterhaltung.20140823_195944

In diesem Jahr war auch der schwäbische Sauerländer Sven Wolf, genannt „Lobo“, mit dabei, der mit seiner Band N2H4 die Bühne fast zum bersten brachte. Die Band ist durch eine Gruppengenossin auf das Festival aufmerksam geworden und schmiedet eigene Lieder im Stil von AC/DC. Das Statement des Sängers zum Festival: „Es war super, die Mannschaft von Rock im Feld ist klasse und die Zuschauer haben gerockt. Etwas besseres kann man sich als Musiker gar nicht wünschen.“

Ein spaßig-chaotisches Finale bot in diesem Jahr der Headliner J.B.O, die bekannte Spaß-Metal-Band, die Charthits mit neuen Texten fachgerecht auf die Schüppe nimmt.

Am letzten Festival-Tag werden die braven Rotenhainer, die das Festival alljährlich friedlich über sich ergehen lassen, stets durch die Oellinger Blasmusikanten und einen Frühshoppen auf dem Festival-Gelände entlohnt. Auch wir sahen in diesem Jahr nochmal kurz vorbei. Es war unser letzter Tag in Rotenhain und wieder war das Festival zu Ende. Doch wir freuen uns schon sehr auf das Nächste, wenn es wieder heißt: Achtung Westerwald, die Sauerländer kommen!20140823_175340 20140822_200619

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