Literaturforschungspreis für Peter Bürger

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Niederdeutscher Literaturforschungspreis für den Esloher Peter Bürger

01b Bevensen

Am 21.09.2014 wurde der „Johannes-Saß-Preis“, gestiftet von der Wäscherei Erika (Bad Bevensen) an Peter Bürger (Düsseldorf) im Rahmen der 67. Bevensen-Tagung verliehen: Von links nach rechts: Laudator Robert Langhanke (Universität Kiel), Preisträger Peter Bürger, Stifterin Theresa Schmidt, Volkert Ipsen (Musiker), Carl-Heinz Dierks (Vorsitzender Bevensen-Tagung). Fotos: Andreas Springer, Bad Bevensen

Der norddeutsche „Verein Bevensen-Tagung e.V.“ hat dem in Eslohe geborenen Theologen und Publizisten Peter Bürger den Johannes-Saß-Preis 2014 verliehen. Der Preis ist für literatur- oder kulturwissenschaftliche Arbeiten ausgeschrieben, die sich mit dem Niederdeutschen befassen. In der Urkunde heißt es u.a.: „Peter Bürger hat am Christine-Koch-Mundartarchiv am Museum Eslohe in jahrzehntelanger Sammel- und Forschungsarbeit die schriftliche niederdeutsche Überlieferung des Sauerlandes dokumentiert und analysiert. Seine Studien zeigen exemplarisch, welche Makro- und Mikrobereiche literarischen Lebens zu erschließen sind, wenn die Entwicklung einer Sprach- und Literaturregion grundlegend aufbereitet und verstanden werden soll. Niederdeutsche Literatur wird als Kulturgedächtnis einer Region erfahrbar.“

Die Feierstunde zur Verleihung fand am 21.9. im Kloster Medingen (Lüneburger Heide) statt und wurde musikalisch vom plattdeutschen Liedermacher Volkert Ipsen (Nordstrand, Lübeck) umrahmt. Als Laudator würdigte Robert Langhanke (Universität Kiel) die bis in Küchenschubladen reichende Sammelarbeit Bürgers, eine rein ehrenamtlich betreute Internetbibliothek (www.sauerlandmundart.de) und die bislang in vier Bänden vorliegende sauerländische Literaturgeschichte. In seiner Danksagung an den Vereinsvorsitzenden Carl-Heinz Dirks und die Stifterin Theresa Schmidt kam der sauerländische Mundartforscher auch auf das Preisgeld (2.000 Euro) zu sprechen. Vom Geld dürfe man durchaus reden, so Bürger. Es schenke in diesem Fall Raum für neue Arbeiten. Nur mit „droige Bräot un Spigge“ (trocken Brot und Spucke) ließen sich diese nicht bewerkstelligen.

 

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