Und dann kam Schmallenberg

Print Friendly

IMG_1782Protest muss von unten kommen. Und dann mit aller Macht. Das jedenfalls war das Credo des Kabarett-Theater Distel bei ihrem begeisternden Auftritt mit „Das Schweigen des Lammert“ am gestrigen Sonntag im Theater des Schulzentrums Schmallenberg. „Das Schweigen des Lammert“ ist ein sartirischer Aufstand von ganz unten mit einem akuellen Bezug. Ehmte-Bahnhof, irgendwo in Schleswig-Holstein ist beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ in der Entausscheidung gegenüber einem bayrischen Kuhdorf benachtteiligt worden. Ehmte-Bahnhof geht auf die Barikaden, besser der Oberstudiendirektor Martin Maier-Bode, der Gülle-Pumpen-Fabrikant Michael Nitzel und der Dorfkneipenbesitzer Matthias Luschus machen sich auf den Weg nach Berlin. Sie wollen der Kanzlerin persönlich die Leviten lesen. Auf dem Weg dahin zeigen die Kabarettisten ihr großes Können, so beim „Pumpen für Deutschland-Song“, beim Monolog des Lehrers oder beim „Mutti, komm raus!-Song“. Auch wenn sie am Ende keinen Erfolg mit ihrem Protest haben und natürlich nicht bei der Kanzlerin ankommen, bleibt die Erkenntnis „Ehmte-Bahnhof ist doch schön.

Nach dem Rausschmiss aus Berlin machen sich die drei genialen Kabarettesten auf die Rückfahrt über die A 2 und landen nach langer, nicht enden wollender Fahrt übers Land tatsächlich in Schmallenberg. Hier empfing sie ein begeistertes Publikum, das nach einem äußerst vergnüglichen Abend mit der Erkenntnis nach Hause ging: Die Politik geht, die Provinz kommt. Langanhaltender Beifall und zwei Zugaben waren der gerechte Lohn für einen vergnüglichen Kabarett-Abend in Schmallenberg. IMG_1770

Und wer seinen Unmut über die da oben oder überhaupt zum Ausdruck bringen möchte, der darf sich auf der Website der Distel Luft machen. www.distel-berlin.de

Mit dem Kabrett-Programm „Das Schweigen des Lammert“ eröffnete die Kulturelle Vereinigung Schmallenberger-Sauerland e.V. die Spielzeit 2014/15. Der 1. Vorsitzende Peter Vogt stellte im Vorspann noch das weitere Programm vor und  lud ein, Mitglied bei der Kulturellen Vereinigung zu werden, damit das kulturelle Leben in unserer Stadt und Umgebung auch weiterhin mit erstklassigen Kulturangeboten aufwarten kann.

 

 

Deine Meinung ist uns wichtig

*