Westfalen Wind ins Land der aufgehenden Sonne

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Westfalen WindsIm kommenden Frühjahr reist das sinfonische Blasorchester nach Japan
Westfalen Winds hat wieder einmal Großes vor. Nachdem das in Bad Fredeburg probende
Projektorchester bereits im vergangenen Jahr bei der Blasmusik-Weltmeisterschaft – dem
World Music Contest in Kerkrade – eine erfolgreiche Leistung in der Höchststufe abgegeben
hat (WOLL berichtete), plant das Ensemble nun eine Tournee nach Japan. Dabei ist das Ziel
der Reise nicht etwa willkürlich gewählt, sondern diese erfolgt auf Einladung durch ein
ortsansässiges Orchester. Hierzu kam es durch Yukari Kaneko, langjährige Trompeterin bei
Westfalen Winds, die den Kontakt in ihre ehemalige Heimat hergestellt hat. Die Idee, den aus
ganz Nordrhein-Westfalen sowie Niedersachsen, Hessen und Berlin stammenden Mitspielern
ihre Heimat zu zeigen, hatte sie bereits vor vier Jahren an den Vorstand herangetragen.
Seitdem verfolgt das Planungsteam das Projekt, wobei es sich derzeit in der heißen Phase der
Planung befindet. Es geht um Fragen der finanziellen Förderung, Organisation der
Orchesterbesetzung und Abstimmungen von Flügen. Fest steht bereits jetzt: am 28. März
2015 startet das Ensemble für zehn Tage nach Saitama im Großraum Tokio und freut sich
dann neben drei geplanten Konzerten darauf, die japanische Lebens- und Musikkultur zu
erleben.
Ein echtes Highlight wartet aber auch schon in diesem Herbst auf das Orchester. Anlässlich
des 150-jährigen Jubiläums fragte die „Königliche Harmonie Orpheus“ aus dem
niederländischen Tilburg Westfalen Winds als Partner für ein gemeinsames Konzert an. Nicht
zuletzt hat auch die Leistung beim World Music Contest dazu beigetragen, dass sich die
Musiker um ihren Dirigenten Ulrich Schmidt einen hervorragenden Ruf erarbeitet haben. So
erfolgt im November ein Wochenend-Besuch des niederländischen Orchesters im Sauerland.
Neben dem gegenseitigen Austausch steht dann am 15. November ein Galakonzert auf dem
Programm, das vom Musikverein Rinsecke-Oberhundem in der Gemeinschaftshalle
Oberhundem veranstaltet wird. Dabei bestreitet Westfalen Winds mit Auszügen aus dem
Tourneeprogramm (darunter die „Traummaschine“ der gebürtigen Arnsbergers Thiemo
Kraas) die erste Hälfte des Abends, während die Jubilare um ihren renommierten Dirigenten
Hardy Mertens (im Bereich der sinfonischen Blasmusik u.a. als Komponist des Werkes
„Armageddon“ bekannt) nach der Pause auf die Bühne musizieren.
Und noch kurz bevor das Flugzeug in Richtung Ostasien abhebt, tritt Westfalen Winds am
Wochenende vom 13. bis 15. März 2015 abermals im Sauerland auf. Ebenfalls bei einem
Gemeinschaftskonzert – dieses Mal mit dem Musikverein Langenei – gibt das Orchester einen
weiteren Vorgeschmack auf das Repertoire, das es wenige Tage später mit im Gepäck nach
Japan haben wird.
Eine spannende Zeit steht den Musikern bevor, ehe sie die aufgehende Sonne schon bald mit
eigenen Augen sehen werden.

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