Sauerländer Wanderdörfer Nr. 1 in Deutschland

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Sauerland-Wanderdörfer sind 1. „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“

 Jüngst hatten die Sauerländer Wanderexperten allerhand zu tun. Denn zur diesjährigen Hochsaison der Wanderzeit im Herbst sind die Sauerland-Wanderdörfer vom Deutschen Wanderverband (DWV) auf der Messe Tour Natur in Düsseldorf als „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ zertifiziert worden – als erstes und bislang einziges Wandergebiet deutschlandweit. Um dieses Prädikat zu erhalten, mussten sich die Experten um Sabine Risse, Themenmanagerin Wandern beim Sauerland-Tourismus, durch den fast 50-seitigen Kriterienkatalog des Verbandes arbeiten und – natürlich! – sämtliche Anforderungen erfüllen. Eine Qualitätsregion wird nämlich nur eine solche, steht in dem Katalog, „die sich in der Wanderwegeinfrastruktur, der Beherbergung und dem Service ganz dem Wandern verschrieben hat.“ Das klingt nach strengem Ehevertrag, ist in Wirklichkeit aber eine Liebesheirat.

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Die Sauerland-Wanderdörfer haben sich mit der Infrastruktur der Wanderwege, dem Angebot an Unterkünften und dem Service ganz dem Wandern verschrieben und sind damit die erste Region in Deutschland, die mit dem Zertifikat „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet wurde. Sauerland-Wanderdörfer_Über die Pfade Fotograf: Tanja Evers

Für die Liaison haben sich elf Kommunen mit ihren insgesamt 280 Ortsteilen und Dörfchen zu den „Sauerland-Wanderdörfern“ zusammengeschlossen: Brilon, Diemelsee, Medebach, Lennestadt, Kirchhundem, Olsberg, Schmallenberg, Eslohe, Willingen, Winterberg und Hallenberg. „Diese Ort haben sich vollkommen auf Wanderer eingestellt“, sagt Sabine Risse. Konkret entstand dafür ein einheitlich und nahezu „unverlaufbar“ ausgeschildertes Wegenetz, Wanderausgangspunkte wurden mit Infotafeln ausgestattet sowie Qualitätswanderwege und -gastgeber geprüft und ausgezeichnet, ohne die das Zertifikat gar nicht vergeben wird. „Zusätzlich verfügen die Wanderdörfer über geschulte Mitarbeiter in den Tourist-Infos, die sich in der Region und mit dem öffentlichen Nahverkehr hervorragend auskennen, qualifizierte Wander-Tipps geben können und all die Gastgeber kennen, bei denen Wanderer willkommen sind“, erklärt Sabine Risse. Insgesamt müssen nach dem Katalog des Wanderverbandes 44 Kriterien unter anderem aus den Bereichen Wegenetz, Gastronomie und Service für Wanderer erfüllt werden. Diesen Nachweis haben die Wanderexperten beim Sauerland-Tourismus und selbstverständlich in den einzelnen Orten in Kooperation mit den Gastgebern, den Vertretern der Wanderverbände, der zuständigen Behörden und des Naturschutzes sowie den Waldbesitzern vorgelegt. Vor allen Dingen die optimale und nachhaltige Wegemarkierung steht bei der Qualitätsentwicklung und -sicherung im Mittelpunkt. „Durch die hervorragende Arbeit der zahlreichen ehrenamtlichen Wegemarkierer, die wir in den nächsten Jahren kontinuierlich aus- und weiterbilden, kann das hohe Qualitätsversprechen gehalten werden“ sagt Dr. Andreas Hollstein, Präsident des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV).

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Sauerland-Wanderdörfer_Über die Pfade Fotograf: Tanja Evers

Den Urlaubsgästen in den Sauerland-Wanderdörfern garantiert das Güte-Siegel nun: Wandern wird hier zu einem unbeschwerten und einfach vorzubereitenden Erlebnis für alle Sinne. Wer ins Sauerland reist, kann sich darauf verlassen, dass er einen naturnahen und zugleich abwechslungsreichen Wanderurlaub in einer fabelhaft inszenierten Landschaft genießen kann – der ein Fülle an Entdeckungen und Erfahrungen für mehrere Tage bietet. Dass er auf jenen Routen wandelt, die die spannendsten Seiten der Region präsentieren, und auf die Beratungskompetenz in den Tourist-Infos und Unterkünften bauen kann, wo ihm persönliche Tipps und passgenaue Tourenvorschläge mitgegeben werden. Dass er in Häusern unterkommt, in denen er als Wandergast eben die Bequemlichkeit und Serviceorientierung vorfindet, die ihn nach seinem Ausflug so schnell wie möglich in wohlige Entspannung gleiten lässt. Und dass ihm seine Gastgeber mit regionalen Köstlichkeiten aus Küche und Keller sowie bequemen Betten den Aufenthalt von morgens bis abends versüßen. „Dieses umfassende Angebot, das wir unseren Wandergästen in einer großflächigen Region unterbreiten, trägt jetzt ein Qualitätssiegel. Damit haben Experten fachkundig bestätigt, was unsere Gäste schon länger zu schätzen wissen: Wandern im Sauerland ist durch und durch ein runder Genuss.“

Die nun feierlich bekundete Qualitätsführerschaft im Wanderbereich hat die Familie der Sauerland-Wanderdörfer jahrelang konsequent vorbereitet. Die Initiative dazu kam vom damaligen Bergwanderpark Sauerland, sozusagen dem Ahnherrn der heutigen Qualitätsregion. Zudem begann schon im Jahr 2009 die Sauerland-Wanderwerkstatt beim Sauerland-Tourismus mit einer flächendeckenden Offensive zur Steigerung des Wanderkomforts in der Region: das Wanderwegenetz wurde Schritt für Schritt verbessert und einheitlich beschildert, die Landschaft entlang der Routen mit Möbeln, Infoportalen, Vesperinseln – den „Sauerland-Päusken“ – und Erlebnispunkten verschönert. Die Wandergastgeber wurden dabei unterstützt, sich als Spezialisten zu positionieren und auszeichnen zu lassen. Dieses Erbe führen die Sauerland-Wanderdörfer bis heute zusammen fort – eine nun vom Wanderverband prämierte Verbindung, die gewiss noch Früchte tragen darf. Denn einer weiteren „Familienplanung“ steht nichts im Wege. Gern bekommen die Wanderdörfer noch Zuwachs, wie Sabine Risse durchblicken lässt: „Natürlich sind wir für neue Mitglieder offen – wenn sie die Kriterien erfüllen.“ Ein Familienleben braucht eben auch klare Regeln.

 

Weitere Informationen: www.sauerland-wanderdoerfer.de

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