Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft in Winterberg

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Winterberg. (Bü) Alexander Gassners Worte verbreiten wieder Optimismus. Der Skeleton-Pilot vom BSC Winterberg spricht über den Stellenwert der WM auf seiner Hausbahn im nacholympischen Winter. Nicht für Sotschi nominiert worden zu sein, war nach eigener Einschätzung zwar ein „harter K.o.-Schlag“, aber nun folge ein schöner Event, um sich noch einmal richtig zu motivieren: „Neue Saison, neues Glück.“
Ob es so kommt, wird die FIBT Weltmeisterschaft im Bob und Skeleton vom 23. Februar bis 8. März 2015 im Hochsauerland zeigen. Jedenfalls ist auf der ersten offiziellen Pressekonferenz die Vorfreude unabhängig vom Vokabular spürbar.
Dass der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) nach dem Debakel im Zeichen der fünf Ringe nun weitaus mehr Wert auf die Startzeiten legen will komme ihm, so Gassner, entgegen. Skeleton-Kollegin Katharina Heinz von der RSG Hochsauerland, die Sotschi ebenfalls verpasste („es hat lange gedauert, bis ich mich danach wieder gefangen habe“), hält die klaren Vorgaben für einen Schritt in die richtige Richtung. Auch Bob-Anschieberin Erline Nolte (BSC Winterberg) berichtet von Mindestzeiten, die man schieben muss, um an Weltcup-Selektionen und somit letzt-lich an der WM teilnehmen zu dürfen.
140903_Bild Eröffnungs-PK[1]Platz zwei bei einem Anschubtest am letzten Samstag in Oberhof bestärkt sie in der Zuversicht, einen „großen Sprung“ gemacht zu haben. Sollte es für die Junioren-Weltmeisterin der vergangenen Saison tatsächlich zur Qualifikation für die große WM reichen, darf sich die Biologie-Studentin über eine Änderung freuen, die nicht nur sie für positiv hält: In den Zweierbob-Konkurrenzen der Damen und der Herren gibt es zwischen dem ersten und zweiten Wettbewerbstag jeweils einen Tag Pause. So bietet das Programm in beiden Weltmeisterschafts-Wochen je vier Wettkampftage.
Natürlich sind in die finale Planung Wünsche des Weltverbandes FIBT und des Fernsehens eingeflossen. Jetzt will das ZDF gleich vom Auftakt am Donnerstag, 26. Februar, mit dem ersten und zweiten Lauf der Bobfahrerinnen 50 Minuten live berichten. „Wir haben exzellente Übertragungszeiten. Insgesamt sind es siebeneinhalb Stunden, zumeist live“, erläutert Alois Schnorbus, gemeinsam mit Petra Sapp Leiter des Organisationskomitees. Den traditionellen Abschluss soll dann am Sonntag, 8. März, die Kö-nigsklasse, der Viererbob, bilden, wo die Entscheidung erst gegen 18 Uhr fallen dürfte.
Die TV-Präsenz ist wichtig, gleichwohl gilt es nach Sapps Worten als primäres Ziel der Veranstaltung, die Region zu aktivieren und auch das Ruhrgebiet und Hessen anzusprechen, an die Bahn zu kommen: „Wir wollen die Sportstätte wieder spürbarer machen.“ Der Vorverkauf hat im Juli begonnen und ist durchaus vielversprechend angelaufen. So konnten bereits Karten im dreistelligen Bereich abgesetzt werden. Insgesamt erwartet man 35000 Zuschau-er.
Wer am Eiskanal an der Kappe erscheint, wird gut betreut. Denn der BSC Winterberg, mit dem die Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH eine Ausrichtergemeinschaft bildet, ist mit 50 bewährten Helfern am Start. „Das sind erfahrene Hasen“, erklärt der Vereinsvorsitzende Jens Morgenstern. Dazu kommen 30 Volunteers des Berufskollegs Olsberg bzw. des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Winterberg sowie weitere Ehrenamtliche vom SK Winterberg, BRC Hallenberg oder von der Feuerwehr. „200 Helfer bekommen wir zusammen“, so Morgenstern. Für sie gilt ebenfalls: Die Vorfreude ist fast zu greifen.

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