Geschäfte sollten off- und online sein

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Das Internet ist nicht mehr aufzuhalten und hält Einzug in immer mehr Lebensbereiche – davon ist auch unser Sauerland nicht ausgenommen. Vor allem unser Einkaufsverhalten passt sich zunehmend den technischen Möglichkeiten an, da ist es nur logisch, dass auch Läden den Schritt in die Online-Welt wagen.

Wenn es um Trends im E-Commerce geht, dann ist der Branchenverband BITKOM ein guter Ansprechpartner. Dieser hat eine Studie erstellt und herausgefunden, dass mittlerweile 51 Millionen Deutsche online ihre Waren einkaufen. Der BITKOM-Vizepräsident Achim Berg weist noch auf zwei begünstigende Faktoren hin: „Mit Smartphones und Tablet Computern wird mittlerweile ortsunabhängig im Web eingekauft. Die wachsende Verfügbarkeit von schnellem Internet beschleunigt diesen Trend.“ Besonders interessant ist die Gruppe der Senioren. Von denjenigen, die online sind, haben 88 % auch online Einkäufe getätigt, vor zwei Jahren waren es noch 79 %. Von Alt bis Jung, Online-Shopping liegt im Trend.

Stationäre Geschäfte sind gut beraten, auf diesen Zug aufzuspringen. Denn dieses neue Einkaufsverhalten hat Einfluss auf den Entscheidungsprozess beim Kauf, wie die Multi-Channel-Studie des ECC Köln in Zusammenarbeit mit hybris festgestellt hat. 50 % der Einkäufe im stationären Handel werden online vorbereitet. Dem stehen 11 % der Käufe gegenüber, bei denen sich die Kunden im Laden das Produkt ansehen und dann online kaufen.

Ein Laden ist also gut beraten, neben einem Geschäft in der Innenstadt auch eine Online-Präsenz zu haben, auf der sich Kunden informieren können. Größeren Unternehmen mit Geschäftslokalen wie WMF gelingt dieser Spagat besonders gut. Die Produkte sind auf der Homepage anschaulich präsentiert, nebst Preisen und ausführlichen Informationen. Mittels thematischen Schwerpunkten sind die Produkte erklärt und in Szene gesetzt – wie es ein Geschäft nur schwer machen kann. Diese Vorteile nutzen inzwischen auch drei Geschäfte aus Schmallenberg; sie sind online vertreten und bieten ihre Produkte 24 Stunden an.

Auch kleinere Läden sollten sich an diesen positiven Beispielen orientieren und den Schritt in die Online-Welt wagen, denn vor allem die internetaffine Jugend lässt sich so erreichen.

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