Historisches Gebäude als Dorfmittelpunkt – Markes Haus bietet Kunst und Kultur auf hohem Niveau

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Historisch, aber im neuen Glanz ist es mitten im Ortskern von Eversberg zu finden: das Kultur- und Bürgerzentrum Markes Haus.

SAMSUNG CSCDas frühere Bauernhaus ist seit 1900 ein öffentliches Gebäude und war bis vor wenigen Jahren ein gastronomischer Betrieb. Auch nach dessen Schließung sollte Markes Haus noch als Dorfmittelpunkt gepflegt werden, aber in welcher Weise? Die Ideen waren vielfältig, bis man sich entschloss, ein für das Sauerland eher ungewöhnlichen Weg zu gehen: die Errichtung einer Kleinkunstbühne mit regelmäßigen Veranstaltungen.

„Kunst und Kultur im historischen Kern Eversberg“, so könnte man das Projekt treffend umschreiben, denn nach aufwändiger Sanierung entstand mit Markes Haus ein ansehnlicher Treffpunkt.

Bereits seit zwei Jahren findet hier regelmäßig die Kleinkunst-Show „Bunte Kuh“ statt. Neben festen Akteuren wie Kabarettist Gerd Normann oder der Hausband, den „Twersbraken“, treten hier immer wieder andere Künstler auf.

Mit dem Erfolg der „Bunten Kuh“ kam auch die Überlegung, eine Kleinkunst-Show als festen Bestandteil an den Start zu bringen: die Idee zur Kleinkunstbühne Kokolores war geboren.

Der große Saal des Kultur- und Bürgerzentrums wurde erst im September letzten Jahres fertig gestellt und bietet 180 Plätze. In zweiwöchigem Rhythmus werden hier Kabarettisten, Comedians und andere Kleinkünstler auf hohem Niveau auftreten. Geplant sind auch Auftritte von Comedy-Zauberern, Comedy-Akrobaten oder auch musikalische Darbietungen- das Genre ist sehr abwechslungsreich, so dass ein altersgemischtes Publikum erwartet wird.

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Prof. Dr. Jürgen Bechtloff (links), Projekt-Initiator und Kabarettist Gerd Normann ermöglichen Kunst und Kultur in Eversberg

Gerd Normann als Privat-Veranstalter wird die Moderation und kleine Auftritte übernehmen, während die Künstler ihr Solo spielen oder auch in einer Mix-Show auftreten. Immer mal wieder sind auch Sonderveranstaltungen in Form einer „offenen Bühne“ geplant. Hier ist dann die Chance für jeden da, sich auf der Bühne zu präsentieren und sich so möglicherweise für eine Mix-Show zu qualifizieren. Denn sowohl Potential als auch Interesse sind auf jeden Fall da. „Das Konzept ist, neue Künstler vorzustellen. Denn es gibt viele, gute Künstler, die man einfach noch nicht kennt“, ist sich Gerd Normann sicher.

Die Erfahrung zeigt aber auch, dass das Publikum eine wichtige Rolle spielt, und das findet man ebenfalls hier. Gerd Normann: „Eine tolle Show, gutes Publikum- das zeichnet die Show aus“.

Die Kleinkunstbühne Kokolores startet am 12. April mit einer großen Eröffnungsgala und fantastischen Gästen. Ab dann geht es alle zwei Wochen weiter, im Wechsel zwei Solo-Auftritte, eine Mix-Show. Im Herbst ist dann die erste „offene Bühne“ geplant.

Und auch an Akteuren mangelt es nicht: bis zum Ende des Jahres sind die Shows voll mit Künstlern aus ganz Deutschland und Österreich.

Die erste Zeit sehen die Veranstalter als Versuchsstrecke, denn in dieser Art gibt es im Sauerland keine Vergleiche. Aber die Erwartungen sind positiv. Die gute Verkehrsanbindung bietet auch die Chance auf Gäste aus größerem Umfeld. Und auch dem Tourismus soll hier eine neue Alternative geboten werden. Dennoch ist man auf der Suche nach Sponsoren, um einen Teil der anfallenden Kosten zu decken. Unterstützt wird das Projekt vom Bergstadt Eversberg e.V. und gGmbH.

„Es ist schon viel Herzblut dabei“, bestätigt Gerd Normann.

Aktuelle Termine, Kartenvorverkauf und weitere Infos unter www.kleinkunstbuehne-kokolores.de.

 

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