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Bezirksregierung Arnsberg hilft Auszubildenden und jungen Berufstätigen bei der Organisation von Auslandsaufenthalten.

Südwestfalen. Seit Ende Januar können Bildungseinrichtungen und andere Organisationen ihre Anträge auf Förderung durch „Erasmus+“ stellen, das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es soll vielen Menschen Erfahrungen in anderen EU-Staaten ermöglichen. Die 40-prozentige Mittelaufstockung auf insgesamt 14,7 Mrd. Euro für ‘Erasmus+’ bedeutet, dass mehr als vier Millionen Studierende, Praktikanten, Lehrkräfte und Freiwillige in den nächsten sieben Jahren in den Genuss eines Stipendiums kommen können.
„Mit Erasmus+ wird eine Erfolgsgeschichte europäischer Politik fortgeführt und weiterentwickelt. Hiervon profitieren auch viele junge Menschen in Südwestfalen. Hier müssen wir bei der jungen Bevölkerung ansetzen, um den europäischen Gedanken zu fördern. Wer beispielsweise bei einem Jugendaustausch die Lebensbedingungen und die Menschen kennen gelernt hat, hat auch eher Verständnis für die Probleme der anderen Europäer. Ein Auslandsaufenthalt bringt unschätzbare Erfahrungen mit sich und verbessert die Chancen auf einen guten Job“, so der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese.

Einen besonderen Arbeitsschwerpunkt für die kommenden Jahre sieht Peter Liese darin, den Austausch von Auszubildenden und jungen Berufstätigen in den kommenden Jahren stärker zu fördern. „Unsere vielen exportstarken südwestfälischen Unternehmen können nur davon profitieren, wenn ihre Auszubildenden einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland verbringen“, so Peter Liese.

Liese-Roth[1]

Christiane Roth, Fachberaterinnen in der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung in Arnsberg und der Europaabgeordnete Peter Liese werben für Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und jungen Berufstätigen über das EU-Prgramm Erasmus+

Für die Region Südwestfalen übernimmt dabei die EU Geschäftsstelle für Wirtschaft und Berufsbildung in der Bezirksregierung Arnsberg eine zentrale Rolle. Die Geschäftsstelle unterstützt Unternehmen und Berufskollegs bei der Realisierung von Projekten im Bereich der beruflichen Bildung und der Schulbildung. In den letzten Jahren hat es hier einen deutlichen Anstieg der Auslandsaufenthalte gegeben. Während im Jahr 2007 knapp 200 Berufsschüler im Rahmen der EU-Förderprogramme einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland verbracht haben, waren es im Jahr 2013 bereits mehr als 450. „Die deutliche Steigerung zeigt, dass die aufgelegten Programme im Rahmen der Berufsbildung eine immer größere Bedeutung erlangen“, so Christiane Roth von der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung. Insgesamt haben die Berufskollegs in Südwestfalen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 1,2 Millionen Euro EU-Mittel erhalten.

Aber es gibt auch viele Auszubildende in der Region, die nicht über ihre Berufskollegs einen Aufenthalt im EU-Ausland realisieren können. Hier bietet die EU Geschäftsstelle der Bezirksregierung Arnsberg seit 2013 das Projekt BISK (Berufliche, Interkulturelle und Sprachliche Kompetenzen durch Mobilität in der Erstausbildung) an, das interessierte junge Menschen bei der individuellen Organisation eines Auslandsaufenthaltes zu unterstützt. „Wir wollen mit dieser Maßnahme dazu beitragen, möglichst vielen Auszubildenden im Bezirk die Möglichkeit zu geben über das Leonardo-Programm berufliche und interkulturelle Erfahrungen im europäischen Ausland zu sammeln“, so Christiane Roth. Hierfür stehen insgesamt 20 Plätze zur Verfügung.
Erasmus+ umfasst neben den Hochschulprogrammen Erasmus (für Studierende) und Jean Monnet (für die internationale Hochschulkooperation) auch die anderen Bildungsprogramme Comenius (für Schüler bis zur Sekundarstufe II), Leonardo da Vinci (für Azubis) und Grundtvig (für den Bereich der Erwachsenenbildung) sowie außerdem Jugend in Aktion und erstmals einen eigenen Förderbereich Sport.

Damit die Anträge gut vorbereitet werden können, hat die EU-Kommission einen Programmleitfaden herausgegeben, in dem erklärt wird, welche Fördermöglichkeiten es gibt, und worauf es bei der Beantragung ankommt. Teils müssen die Anträge für 2014 bereits bis Mitte März gestellt sein. Der Leitfaden ist hier abrufbar: http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/index_en.htm

Ansprechpartner sind:

·         Der Deutsche Akademische Austauschdienst (Kennedyallee 50, 53175 Bonn, Tel. 0228 882-0, Fax: 0228 882-444, E-Mail: eu-programme@daad.de, Homepage: https://eu.daad.de/de/)

·         Die EU-Fachberaterinnen in der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung in Arnsberg, Frau Christiane Roth (Tel. 02931 82-3189, E-Mail: christiane.roth@bra.nrw.de), und Uta Heppe – Grünebaum (Tel. 02931 82-3189, E-Mail: uta.heppe-gruenebaum@bezreg-arnsberg.nrw.de), Homepage: http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/e/bk_eu_geschaeftsstelle/index.php)

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