Jahresbilanz 2013 der Sparkassen im Hochsauerland belegt Erfolgskurs

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Starker Kreditgeber, verantwortungsvoller Partner und Förderer der Region

Ein Jahr voller Herausforderungen haben die Sparkassen im Hochsauerlandkreis erfolgreich gemeistert. Die Bilanzsumme der Sparkassen Arnsberg-Sundern, Hochsauerland, Meschede und Schmallenberg wies mit 3,35 Milliarden Euro für 2013 ein Plus von 93,4 Millionen Euro (+ 2,9 %) aus. Die Kundenkredite stiegen um 56,5 Millionen (+ 2,3 %) und die Kundeneinlagen kletterten um 49,0 Millionen (+ 2,1 %). Herausragende Themen waren das historisch niedrige Zinsniveau und die Umstellung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs auf SEPA.

 

Historisch niedriges Zinsniveau als Herausforderung

Die außerordentlich niedrigen Zinsen setzten im zurückliegenden Geschäftsjahr die Bankenbranche massiv unter Druck. Noch nie in der Geschichte waren Kredite so günstig, eine starke Triebkraft für gewerbliche und private Investitionen. Andererseits machte die geringe Zinsvergütung klassische Geldanlagen weniger attraktiv. Da die Zinserträge die Inflationsrate nicht ausgleichen konnten und schleichender Vermögensverlust drohte, flossen fällige Geldanlagen vermehrt in den Konsum oder in die Sondertilgung von Krediten. Höhere Erträge versprachen meist nur risikobehaftete Anlageformen. „Eine besondere Herausforderung für eine seriöse Beratung“, betont Peter Vogt, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Schmallenberg.

Doch gerade in dieser schwierigen Situation zeigen sich die Stärken der Sparkassen im Hochsauerlandkreis. Kundennähe, Nachhaltigkeit, Stabilität und Verlässlichkeit standen beim Kunden im Mittelpunkt vieler Entscheidungen. „Das sind klassische Sparkassenwerte, für die wir bekannt sind, die wir leben und aufgrund derer unsere Kunden sich an uns wenden.“

 

Einlagenentwicklung und Vermögensbildung

2014.01.23 Foto PK Sparkassen im HSK

v.l.n.r.: Heinz-Dieter Tschuschke, Peter Wagner, Norbert Runde, Peter Vogt

In der Anlageberatung ging es 2013 in erster Linie nicht um Zuwächse, sondern darum, den realen Wert einer Geldanlage zu erhalten.

„Unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und der Anlagementalität haben unsere Berater gemeinsam mit dem Kunden individuelle Anlagestrategien erarbeitet“, weiß Heinz-Dieter Tschuschke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Meschede. Dabei setzten die Sparkassen im Hochsauerlandkreis unter anderem auf eine neue EDV-Unterstützung. So bleibt trotz aller Bürokratie viel Zeit für den Kunden.“ Wir beraten klar und nachvollziehbar, sodass jeder Kunde selbst sehen kann, wie die Anlageempfehlung zustande kam.“ So bauten die Sparkassen im Hochsauerlandkreis im zurückliegenden Geschäftsjahr trotz schwieriger Voraussetzungen ihre Marktposition weiter aus. Die Kundeneinlagen stiegen um 49,0 Millionen auf 2,36 Milliarden Euro (+ 2,1 %).

Dabei begegneten die Anleger dem Wertpapiergeschäft nach wie vor mit Zurückhaltung. Sichere und traditionelle Anlagen standen hinge – gen weiter hoch im Kurs.

Die kundenorientierte und verantwortungsvolle Beratung honorieren die Kunden mit besonderem Vertrauen. Dies bestätigen auch bundesweite Umfragen. Laut Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) bringen 61 Prozent der Menschen den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe „viel“ oder „sehr viel“ Vertrauen entgegen, ein Ergebnis, das alle Genossenschafts-, Privat- und Onlinebanken weit hinter sich lässt.

Florierendes Kreditgeschäft

Was Sparern eher Sorgen bereitete, kam Investoren sehr gelegen. Unter anderem auf die niedrigen Zinsen ist der Zuwachs in den Kreditbeständen zurückzuführen. Kunden, die investieren wollten, wandten sich vorzugsweise an die Sparkassen in ihrer Nähe. So stiegen die Kundenkredite um 56,5 Millionen auf 2,52 Milliarden Euro (+ 2,3 %). Alleine in 2013 bewilligten die Hochsauerländer Sparkassen.

Darlehen in einem Gesamtwert von 478,8 Millionen Euro.

Laut Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) halten 50 Prozent der Kunden das Eigenheim für ein ideales Element der Vermögensbildung, fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dieser Trend ist in der Region besonders ausgeprägt. In Finanzierung von Neubau und Renovierungsmaßnahmen im privaten Wohnungsbau flossen insgesamt 143,6 Millionen Euro. Zudem schlossen die Kunden LBS-Bausparverträge über eine Bausparsumme von insgesamt rund 76,1 Millionen Euro bei den Sparkassen im Hochsauerlandkreis ab. Das waren 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das niedrige Zinsniveau war auch für die Unternehmen ein starker Anreiz. 222 Millionen Euro flossen in die sauerländische Wirtschaft.

„Damit haben die Sparkassen im Hochsauerlandkreis ihre starke Marktposition als Kreditgeber in der Region weiter ausgebaut“, betont Peter Wagner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hochsauerland in Brilon.

Im privaten wie auch im gewerblichen Bereich kommt den Sparkassen ihre besondere Kundennähe zugute. „Wir kennen die Region und die Menschen, die hier leben. Wir sind in der Lage, flexibel auf die Notwendigkeiten zu reagieren und wir wissen, dass wir eine besondere Verantwortung tragen.“ So kommen die Sparkassen im Hochsauerland nicht nur ihrer Aufgabe als Kreditgeber nach. Sie verstehen sich als Förderer der heimischen Wirtschaft, entwickeln individuelle Produkte und beraten im besonderen Maße verantwortungsvoll über Chancen und Risiken, individuell vor dem Hintergrund der jeweiligen wirtschaftlichen Situation.

Besondere Sorgfalt erfordert die Begleitung von Existenzgründungen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr stellten die Sparkassen im Hochsauerlandkreis 7,2 Millionen Euro für betriebliche Neugründungen bereit, 1,4 Millionen mehr als im Vorjahr. Dadurch entstanden 218 neue Arbeitsplätze.

SEPA: Sehr gut auf Umstellung vorbereitet

Ursprünglich sollte das SEPA-Zahlungssystem zum 1. Februar europaweit in Kraft treten. Aktuell hat die EU-Kommission die Frist um sechs Monate verlängert. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Verlängerung der alten Zahlungsmodalitäten, sondern lediglich im Hochsauerlandkreis um eine Übergangsfrist. Zahlungen per SEPA-Verfahren sind bereits möglich. Zahlungen, die noch nicht dem neuen Standard entsprechen, dürften Banken allerdings noch bis zum 1. August annehmen.

Die Sparkassen im Hochsauerlandkreis hätten diesen Aufschub allerdings nicht benötigt. Alles steht bereit, die eigenen Systeme sind schon lange entsprechend eingerichtet. Die Mitarbeiter haben in den zurückliegenden Monaten ihre Kunden intensiv informiert und auf die Umstellung vorbereitet. Lediglich einigen Vereinen und Firmenkunden verschafft der Aufschub noch einmal etwas Handlungsspielraum. Darum appellieren die Sparkassen nun noch einmal an alle, die noch umstellen müssen, die zusätzliche Zeit zu nutzen und alles Notwendige in die Wege zu leiten. Die Sparkassen-Mitarbeiter stehen als kompetente Ansprechpartner in allen relevanten Fragen bereit.

Sponsoring und gesellschaftliche Verantwortung

„Die Sparkassen im Hochsauerland sind Arbeitgeber, Steuerzahler, Investoren und Sponsor in einem“, betont Norbert Runde, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Arnsberg-Sundern. „Sie übernehmen in vielerlei Weise Verantwortung für die Menschen, Wirtschaft, Umwelt und Kultur.“ Die gesellschaftliche Verantwortung wird unter anderem deutlich in der Unterstützung von Vereinen, kulturellem und sozialem Engagement. Die vier Sauerländer Geldinstitute stellten 2013 vielfältigen Einrichtungen und Projekten Spenden in einer Gesamthöhe von 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Die Wirkung dieser Maßnahmen reicht oftmals weit über die Grenzen der Region hinaus. Von den Sparkassen geförderte Veranstaltungen wie der Sauerland Herbst lockten tausende Gäste teils von weit her.

Die gesellschaftliche Bedeutung verdeutlicht ebenfalls der Umfang der bereitgestellten Arbeitsplätze. Zum Jahresende 2013 standen insgesamt 701 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 69 Auszubildende im Dienst der Kunden und der Sparkasse. Soziale Verantwortung ist auch unter den Sparkassen-Mitarbeitern weit verbreitet. 449 engagierten sich in Ehrenämtern.

 

Ausblick

„Die vier Sauerländer Sparkassen starten zuversichtlich ins neue Geschäftsjahr 2014“, so Peter Vogt. Das niedrige Zinsniveau wird die Geldinstitute voraussichtlich weiter begleiten. Darauf sind die Sparkassen im Hochsauerlandkreis gut vorbereitet. Sorge bereitet allerdings der nicht abnehmende Regulierungsdruck auf Banken. Verständlich sei, dass die EU alles tut, um zu verhindern, dass die Steuerzahler noch einmal Milliarden Euro für die Rettung von Banken ausgeben müssen. Es werde allerdings nicht unterschieden zwischen Großbanken und regionalen Banken. „Dabei haben sich gerade die Sparkassen in der Finanzkrise als Stabilitätsanker erwiesen“, betont Vogt. Zudem habe der Gesetzgeber bereits jetzt sehr enge Vorschriften erlassen. Nachteilige Wirkungen auf die Gesamtwirtschaft zu vermeiden, sei unumgänglich, jedoch müsse in der Anwendung differenziert werden.

Für 2014 rechnen die Sparkassen im Hochsauerlandkreis aufgrund der guten Konjunkturerwartungen in der Region mit einer wiederum positiven Geschäftsentwicklung. „Wachstumstreiber werden insbesondere die hohe private Konsumnachfrage und die Zuwächse in der Bauwirtschaft sein. Positive Impulse erwarten wir auch aus dem Auslandsgeschäft und der daraus folgenden wachsenden Investitionstätigkeit der Unternehmen“.

Gemeinsame Projekte der vier Sparkassen im Hochsauerlandkreis stehen bereits fest. Aufgrund der guten Resonanz im Vorjahr startet der HSK-Sparkassen-Firmenlauf in die zweite Runde. Nach der gelungenen Premiere in Meschede soll der Lauf nach den Sommerferien an gleicher Stelle erneut stattfinden.

Überhaupt wird das Jahr 2014 voll im Zeichen des Sports stehen. Als Olympia Partner Deutschland und Nationaler Förderer des Deutschen Behindertensportverbandes unterstützt die Sparkassen-Fi- nanzgruppe nicht nur den Spitzensport sondern den Sport in seiner gesamten Bandbreite. Mit rund 95 Mio. Euro ist die Sparkassen- Finanzgruppe der größte nichtstaatliche Sportförderer in Deutschland. Die Nachwuchsförderung bildet dabei einen besonderen Schwerpunkt.

 

 

 

 

 

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