Hier muss man mal gewesen sein

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Insidertipp vom Rothaarsteigfotografen Klaus-Peter Kappest.

Klaus-Peter Kappest stellt in jeder WOLL-Ausgabe für Schmallenberg, Eslohe und Umgebung einen Ort oder Platz vor, von dem er meint, dass man dort unbedingt mal gewesen sein muss. In der aktuellen Herbstausgabe hat er sich die Friedenskapelle in der Nähe von Gleidorf ausgesucht.

KPK364801Oasen der Ruhe, Entspannung und inneren Einkehr finden sich manchmal unerwartet. An der B511 von Gleidorf nach Bad Fredeburg liegt – versteckt im Wiesengrund und von vielen unbeachtet – die Friedenskapelle. Das ist genau solch ein Ort, der wohl beinahe für jeden etwas bietet, um im Vorbeigehen für einen Augenblick zur Ruhe zu kommen – und das genau zwischen den urbanen Polen Schmallenberg und Bad Fredeburg. Ein unauffälliger, holzgeschnitzter Wegweiser am Ortsausgang von Gleidorf, schon ein gutes Stück hinter dem Ortsausgangsschild, weist den Weg.

Natürlich ist da an erster Stelle die Kapelle selber. Ein schlichter Natursteinbau, der auch an den heißesten Sommertagen Kühle bietet. Die frische Luft im Inneren riecht nach Kerzenwachs und alten Steinen – jenem Geruch der Geschichte, der Gebäuden anhaftet, die eine besondere andächtige und ehrwürdige Ausstrahlung besitzen. Die Kapelle wird nie abgeschlossen. Zu stehlen gibt es hier nichts, dafür aber viel Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen.

Wer die sakrale Atmosphäre der Kapelle weniger schätzt, findet direkt davor das gerade liebevoll restaurierte, alte Tretbecken mit dem wasserspeienden Frosch – eine andere Form der Ruhe und Abkühlung für Wanderer.

KPK364787Umrahmt wird dieses malerische Ensemble von einem kleinen Bilderbuchhof: ein Sauerländer Fachwerkhaus mit ein paar Pferden und einem Esel auf der Koppel. Im Fischteich gleich neben dem Tretbecken schwimmen sForellen und darum herum freuen sich ein paar Graugänse auf einer eingezäunten Gänsewiese über jede Abwechslung. Wer an den Zaun kommt, wird begrüßt und kritisch betrachtet, als ob es abzuschätzen gelte, ob der Wanderer wohl ein Liebhaber des weihnachtlichen Gänsebratens sei.

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