Sommer, Sonne, Sauerland

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Heuernte-5Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Oder ein Gedicht.

Adolf von Hatzfeld*

Trost des Sommers

Hingestreckt im hohen Gras

An des Kornfelds Rand,

lieg ich auf dem warmen Grund,

still im weiten Land.

 

 

Heuernte-4Holde Wirrnis, die mich birgt,

rings um mein Gesicht,

wiegend schwankt das reife Korn

über mir im Licht.

 

Heuernte-3

 

 

 

 

 

 

 

 

Über mir der Wolken Zug,

Licht und Schattenspiel.

Was ich auf der Erde trug,

wurd es mir zu viel?

 

 

Heuernte-2Öffne dich der schönen Welt,

Herz voll Not und Drang.

Ewig ist das ferne Ziel,

ewig dein Gesang.

Heuernte-1

*) Adolf von Hatzfeld wurde am 3. September 1892 in Olpe geboren und stammt aus Münster, wo seine Familie seit dem 17. Jahrhundert ansässig war. Er studierte Germanistik und Philosophie, machte zahlreiche Reisen ins Ausland und lebte dann als freier Schriftsteller in Bad Godesberg, wo er am 25. Juli 1957 starb. Sein schriftstellerisches Werk umfaßt Lyrik, Romane und Erzählungen und ist geprägt durch seine tiefe Verbundenheit mit seiner westfälischen Heimat und durch seine Religiosität. Im Mittelpunkt seiner Gedichte steht immer wieder die Betrachtung der Natur.

aus: Sauerländer Lesebuch – Herausgegeben vom Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen, 1986

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