MVZ Bad Fredeburg bekommt medizinische Verstärkung

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Nach der Übernahme des Medizinischen- Versorgungs- Zentrums (MVZ) in Bad Fredeburg durch das Klinikum Arnsberg am Anfang des Jahres, sowie die Neubesetzung der chirurgischen Praxis mit Dr. Krystian Baranski im April, kann nun weitere Verstärkung zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in und um Bad Fredeburg begrüßt werden.

Dr. Uwe Degger, Facharzt für Chirurgie ergänzt seit Anfang des Monats das Team und arbeitet an zwei Standorten. An zwei Tagen behandelt er ambulante Patienten und Notfälle in Bad Fredeburg; den Rest der Woche betreut er stationäre Patienten im Klinikum Arnsberg. Neben Dr. Degger verstärkt künftig eine weitere neue Mitarbeiterin das MVZ Team: Amina Vragic beginnt in diesen Tagen ihre Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten. „Seit dem Frühjahr diesen Jahres haben wir die Sprechstunden- und Behandlungszeiten für Patienten der Region nahezu verdreifacht“, zeigt sich Dr. med. Claudia Schwetzer, Geschäftsführerin des MVZ Bad Fredeburg zufrieden. So ist die chirurgische Praxis zusammen mit der D-Arzt Ambulanz (Anlaufstelle für Arbeits- und Wegeunfälle) jetzt montags bis freitags täglich zehn Stunden geöffnet.

Ein Blick in die Zukunft stimmt in puncto „ärztliche Versorgung“ positiv. „In etwa drei Monaten werden wir mit dem MVZ in das vordere Hauptgebäude des ehemaligen Krankenhaueses umziehen können. Dort sind dann auch ambulante Operationen möglich“, erklärt Dr. Schwetzer. Ein Ziel sei es, die Versorgung durch derzeit drei Ärzte (zwei Chirurgen, eine Psychiaterin), auf fünf Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen auszudehnen- „wenn man denn die nötigen Zulassungen bekommt“, gibt Dr. Schwetzer zu bedenken.

Um sich diese zu sichern, geht das MVZ einen, auf den ersten Blick etwas ungewöhnlichen, Weg und kauft zu Verfügung stehende Praxisstellen in der Region. Das heißt; gibt ein Arzt seine Praxis auf, weil er beispielsweise in den Ruhestand geht und keinen Nachfolger findet, kauft der MVZ diese Praxisstelle. „Formell bekommen wir dann diesen Praxissitz, d.h wir kaufen das Inventar und die Berechtigung für die Patientenversorgung. Diese Stelle können wir dann hier mit einem neuen Arzt besetzen“, erläutert Dr. Claudia Schwetzer das Konzept. „Interessierte und junge Ärzte stehen zur Verfügung.“ Gut funktionierende und ausgebaute MVZ’s als Alternative zum fehlenden Haus-, Facharzt auf dem Dorf. Was vor wenigen Jahren noch utopisch klang, ist mittlerweile zukunftsorientierte Realität.

 

 

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