Interessante Perspektiven im Freiwilligen Sozialen Jahr bei der Lenne-Werkstatt

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Stark im Team

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Lenne-Werkstatt kann Berusfseinsteigern bei der beruflichen Orientierung helfen und interessante Perspektiven für das Leben eröffnen.

IMG_0320- St. GeorgMontagmorgen 8.00 Uhr. In der Lenne-Werkstatt treffen die ersten Kleinbusse mit den Beschäftigten ein. „Hallo Melanie“, begrüßen sie die junge Frau, die ihnen beim Aussteigen behilflich ist. „Melanie“ ist 19 Jahre alt und leistet ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Werkstatt für behinderte Menschen des Sozialwerks St. Georg. Zu ihren morgendlichen Aufgaben gehört  es, die Rollstuhlfahrer in ihre Abteilungen zu begleiten und sich insbesondere um die Beschäftigten zu kümmern, die in ihrer Mobilität oder Orientierung eingeschränkt sind. “Kannst du mir mal helfen?“ Diesen Satz hört Melanie häufig an diesem Morgen und im Laufe des Tages. „Was für uns ganz normal ist, stellt für viele behinderte Menschen ein großes Problem dar“, fasst die Schülerin in einem Satz eine wichtige Erfahrung aus ihrem FSJ zusammen.

Melanie ist einer von derzeit 3 FSJlern der Lenne-Werkstatt. Sie sorgt dafür, dass das Arbeitsmaterial griffbereit an den Werktischen liegt. Sie hilft weiter, wenn ein Handgriff mal nicht so richtig klappt oder neue Aufgaben eingeübt werden müssen. Die meisten der 350 Beschäftigten der Lenne-Werkstatt benötigen tägliche Unterstützung bei ihrer Tätigkeit in Montage, Verpackung, Schreinerei, Aktenvernichtung, Lager und Küche, den primären Arbeitsgebieten. „Ohne die verantwortungsvolle Mitarbeit von jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) wäre die notwendige Betreuung nicht in diesem Umfang zu leisten“, so Werkstattleiter Holger Gierth. „Mit ihrem Engagement, ihren Ideen und ihrer Unbefangenheit sind sie eine echte Bereicherung für das gemeinsame Leben und Arbeiten in unserer Einrichtung.“

Begleitende Seminare und Thementage vermitteln den freiwilligen Helfern wichtige Grundkenntnisse in Fachgebieten wie Behindertenpädagogik, Behinderungsbilder,  Pflege sowie Medikamente. „Wir bekommen eine Menge Informationen und können dadurch, die Menschen mit Behinderung besser unterstützen“, stellt Melanie fest. Dass diese Unterstützung immer auf ein notwendiges Maß begrenzt werden sollte, haben sie und  ihre Kollegen bereits in den ersten Tagen gelernt. „Dies ist ganz wichtig, um keine zusätzlichen Abhängigkeiten zu erzeugen oder die Eigeninitiative und -verantwortung zu schwächen.“

Es wird nicht nur gearbeitet in der Lenne-Werkstatt. Begleitende Angebote sorgen für einen Ausgleich, wenn mal „die Luft raus ist“. Dann wird die Produktion gedrosselt und bei Interesse gemeinsam gebastelt oder gespielt. Sport, Ausflüge, Besichtigungen oder die Planung von Weihnachtsfeiern, Karnevalssitzungen oder anderen Festen garantieren allen Beteiligten willkommene Abwechslung und gemeinsamen Spaß.

Weitere Informationen bekommen Interessenten des Freiwilligen Sozialen Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst unter www.sozialwerk-st-georg.de/ueber-uns/mitarbeit/freiwilligendienste-fsj-bfd/ oder von Herrn Siegfried Beilfuß Tel. 02972 301149

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