Ärztemangel im Sauerland / das Medizinstipendium des HSK soll helfen

Print Friendly

Um die zukünftige ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ist es nicht gut bestellt.

Zwar praktizieren derzeit noch 154 Hausärzte im Sauerland, aber in ein paar Jahren könnte dies schon ganz anders aussehen; denn: „Die Ärtzeschaft überaltert und in ein paar Jahren gehen viele Ärtzte in den Ruhestand“, so die Prognose von Dr. Eugen Engels aus Eslohe, der in der aktuellen Sommerausgabe von W.O.L.L. über dieses Thema mit unserer Redakteurin Katja Gohsmann sprach.

Dem ländlichen Raum droht auf lange Sicht ein problematischer Ärtzemangel. Und nur wenige junge Ärzte zieht es aufs Land. Dr. Engels: „Grundsätzlich arbeiten viele junge Ärzte nicht mehr in patientenorientierten Bereichen – das heißt, sie landen im Management oder in der Pharmaindustrie. Dann fehlen sie in den Praxen. Außerdem gibt es zunehmend weibliche Medizinstudenten und die Gleichzeitigkeit von Beruf und Familie ist eine hohe Belastung. Generell fordern junge Ärzte heute mehr Freizeit für die Familie ein. Dazu kommt, dass der Hochsauerlandkreis vielen immer noch nicht bekannt ist.“

Das soll sich jetzt ändern, denn der Hochsauerlandkreis geht neue Wege, um dem bevorstehenden Ärztemangel auf dem Lande zu begegnen, und hat vor gut einem Jahr das Medizinstipendium ins Leben gerufen.

Studenten erhalten 500 Euro Unterstützung pro Monat und verpflichten sich, für vier Jahre im Sauerland zu arbeiten. Fünf Stipendiaten haben bisher einen Vertrag unterschrieben. Als Gegenleistung absolvieren sie entweder ihre Weiterbildung zum Facharzt im Hochsauerlandkreis oder sie werden für die Dauer von mindestens vier Jahren im Kreisgebiet ärztlich tätig, zum Beispiel als Arzt in einem Krankenhaus, als Arzt in eigener Niederlassung oder in einem MVZ.

Für dieses Jahr sind noch Stipendien zu vergeben. Wer sich über die Bedingungen informieren möchte, findet auf den Websites www.medizinstipendium.hochsauerlandkreis.de oder www.doktorjob.de weitere Informationen.

Damit die Aktion sich unter Studenten und den Angehörigen im Sauerland und in ganz Deutschland weiter verbreitet, startet in diesen Tagen der Dialog über das Medizinstipendium im Sauerland auf den Internetplattformen Facebook und XING.
Hier für alle Interessierten die entsprechenden Adressen:
https://www.xing.com/net/pri149034x/medizinstipendium · https://www.facebook.com/medizinstipendium?ref=hl

Deine Meinung ist uns wichtig

*