Zwischenmenschliches Konfliktpotential und ein Hauch von Exotik

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Galina HendusEigentlich schreibt die in Bad Driburg lebende Autorin Galina Hendus ihre Bücher in Russisch, ihrer Muttersprache. Drei ihrer sieben Bücher allerdings ließ sie ins Deutsche übersetzen und stellte sie im TREFF vor. Geboren im Süd-Ural arbeitete sie dort als Diplom-Bibliothekarin, bis die Liebe sie 1998 nach Deutschland lockte. In ihrem Roman „Die Spur des Chamäleons“, ihren Kurzgeschichten und Märchen verarbeitet sie Erlebnisse und Erfahrungen in zwei unterschiedlichen Gesellschaften, die sie den Besuchern des TREFFs am letzten Dienstag näher brachte. „Was verstehen Sie unter dem Wort Winter“, fragte sie und bekam die Antwort: „Regen, vielleicht Schnee, minus fünf Grad und Weihnachten sonnig mit Plusgraden.“ Ein solcher Winter treibt Galina Hendus Tränen in die Augen. Minus 40 Grad, Schnee bis zum Abwinken und die ständige Suche nach einer wärmenden Feuerstelle sind ihre Vorstellungen.

Ein Hauch von Exotik tat sich auf im Foyer der Stadthalle Schmallenberg, als sie ihre Texte mit deutlichem Akzent ins Mikrophon sprach. Russen und Deutsche begegneten sich in ihren Texten und sorgten für das zwischenmenschliche Konfliktpotential, aus dem die Autorin schöpft.
Alle Künstler und Vortragende, die sich im KulturTREFF Sauerland bisher präsentiert haben, sind zusammen mit „alten“ und „neuen“ Entdeckern dieser Szene nach der Juli-Sommerpause eingeladen, die Veranstaltung zum einjährigen Jubiläum des TREFFs am 6. August zu besuchen.

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