Schmallenberg und Bad Berleburg starten interkommunales Modellprojekt

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Am vergangenen Dienstag fiel mit der Vertragsunterzeichnung der offizielle Startschuss zum interkommunalen Modellprojekt „Kulturentwicklungsplanung im ländlichen Raum“, dem die Stadträte von Schmallenberg und Bad Berleburg im Vorfeld mehrheitlich zugestimmt hatten.

Mit der maßgeblichen Förderung durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik beginnt nun die Zusammenarbeit der beiden Kommunen. Im gemeinsamen Brückenschlag wollen die Städte Modelle zur Kulturentwicklungsplanung für den ländlichen Raum entwickeln und auf ihre Tragfähigkeit hin überprüfen.

Dr. Jens Pyper vom Ministerium betont: „Der Modellcharakter des Projektes ist entscheidend für die Förderung des Landes. Wir möchten dazu beitragen, neue Wege in der Kulturplanung zu entwickeln“. In ländlichen Gebieten – so prognostiziert – schlägt der demografische Wandel in den nächsten Jahren rasant zu Buche: Leere Kommunalkassen tun ihr übriges. „Diese ungünstigen Parameter erfordern geradezu das Zusammenwirken unserer weniger dicht besiedelten Landstriche. Gemeinsam mit allen ehrenamtlich verfügbaren Ressourcen sollen neue, finanzierbare Möglichkeiten in der Kulturarbeit entwickelt werden. Wir sehen in diesem geförderten Modellprojekt eine Chance, auf unsere Region aufmerksam zu machen, Werte der Kulturarbeit zu erhalten, weiter auszubauen und somit die Kultur im ländlichen Raum „Fit für die Zukunft“ zu machen“, sind sich die beiden Bürgermeister Bernhard Halbe und Bernd Fuhrmann einig. Die Verbindung über den Berg, die der WaldSkulpturenWeg vor mehr als 10 Jahren bereits geebnet hat, ist für diese interkommunale Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg eine gute Grundlage.

Die breit aufgestellte ehrenamtliche Arbeit, die von mehreren hundert Vereinen auf beiden Seiten des Rothaarkamms für die Kultur in unserer Region erbracht wird, heißt es zu bündeln und stärker in den Fokus zu rücken. Gerade darauf möchten Georg Scheuerlein, Leiter des Kulturbüros Sauerland, gemeinsam mit Susanne Thomas vom Servicebüro der Kulturregion Südwestfalen ihr Augenmerk bei der Begleitung des Projektes richten.

Im Juni werden das Modellprojekt und seine Mitarbeiter allen Interessierten vorgestellt, da eine aktive Bürgerbeteiligung im Prozess der Kulturentwicklungsplanung wesentlich ist, wie die Verantwortlichen betonen. Die Einladung zu einer etwas anderen Auftaktveranstaltung folgt in Kürze.

Foto: Zur Vertragsunterzeichnung für das gemeinsame Modellprojekt zur Kulturentwicklungsplanung im ländlichen Raum trafen sich am 30.04.2013 in Bad Berleburg die Vertreter der beteiligten Institutionen.

Von links nach rechts: Georg Scheuerlein (Kulturbüro Sauerland), Dr. Andrea Brockmann (Sachbereich Kultur, Schmallenberg) Bürgermeister Bernhard Halbe (Schmallenberg), Bürgermeister Bernd Fuhrmann (Bad Berleburg), Rikarde Riedesel (Abteilungsleiterin Kultur, Bad Berleburg), Dr. Jens Pyper (Ministerium für Kinder, Jugend, Familien, Kultur und Sport, NRW). Der WaldSkulpturenWeg, hier im Hintergrund die Tafel der Sozialen-Skulptur von Jochen Gerz, als Wegbereiter für den regen Austausch über den Berg.

 

 

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