Großeinsatz der Polizei in Meschede beim 17. Veltins-Hallen-Masters/ Erneut Probleme mit auswärtigen Fans

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Am Samstag, 12.01.2013, fand in der Dünnefeldhalle in Meschede zum 17. Mal das vom SSV Meschede veranstaltete Veltins -Hallen -Masters statt.

Bereits auf dem Hinweg konnte eine gewalttätige, sogenannte Drittortauseinandersetzung vor dem Hauptbahnhof in Dortmund zwischen anreisenden Schalker Fans und Dortmunder Mitgliedern der ULTRA – Szene nur durch das schnelle Eingreifen der Polizisten des Polizeipräsidiums Dortmund und der Bundespolizei unterbunden werden. Sieben Personen wurden dabei in Gewahrsam genommen. Die Art und Weise des Zusammenstoßes der beiden Fangruppierungen lassen auf eine in sozialen Netzwerken geplante Aktion schließen. Das Polizeipräsidium Dortmund ermittelt dazu wegen Landfriedensbruch. Rund 250 Schalker Fans bestiegen anschließend den Zug und fuhren weiter Richtung Meschede. Dort angekommen, machten sie sich geschlossen auf den Weg in Richtung Dünnefeld. Dabei benutzten sie die gesamte Fahrbahn der Bundesstraße 55. Die Anweisungen der Polizeibeamten, die Gehwege zu benutzen, wurden ignoriert und es wurde provokativ zuwider gehandelt, so dass die Polizei sich veranlasst sah, die gesamte Warsteiner Straße (B 55) kurzfristig zu sperren, um den Schutz aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Die Fans mussten bis zur Halle begleitet werden.

Um eine weitere Drittortauseinandersetzung während der Veranstaltung und der Rückreise der Schalker Fans zu unterbinden wurde das starke Aufgebot der Polizei Hochsauerland noch mit einem Zug der Bereitschaftspolizeihundertschaft des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen verstärkt.

Nach Ende des Turniers und dem Sieg der Schalker Mannschaft verließen deren teilweise stark alkoholisierte Fans erst gegen 19:30 Uhr nur zögerlich die Halle, obwohl sie vorab vom Veranstalter darauf hingewiesen wurden, dass der Zug nach Gelsenkirchen um 19:43 vom Mescheder Bahnhof abfährt. Das Verpassen des Zuges hätte einen Aufenthalt von rund 200 dieser Fans im Bereich der Mescheder Innenstadt bedeutet.

Auch auf dem Rückweg mussten die Fans dann erneut begleitet und die Bundesstraße 55 wieder für den Verkehr gesperrt werden. Der Zug wurde nach Rücksprache mit dem Bundespolizeipräsidium in Potsdam solange aufgehalten, bis die Fans am Bahnhof eintrafen. Das war um 19:53 Uhr. Erst um 20:03 konnte der Zug mit rund 20-minütiger Verspätung den Bahnhof Meschede verlassen. Im Zug mussten die Fans von starken Kräften der Bundespolizei (u.a. mit 2 Diensthunden) begleitet werden, um ein erneutes Aufeinandertreffen mit anderen Fans zu verhindern. Der Zug voller Schalker Fans wurde dann vor Einfahrt in den Dortmunder Hauptbahnhof von einer Brücke aus mit Plastersteinen beworfen, was den Rückschluss zuließ, dass Angehörige der gegnerischen Fanszene wiederum eine geplante Aktion durchgeführt hatten.

Es kam hier glücklicherweise nur zu Sachschäden. Hierzu ermittelt das Polizeipräsidium Dortmund erneut wegen Landfriedensbruch und gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr.

Die Bilanz diese Turniers aus polizeilicher Sicht: Rund 200 Polizisten aus vier Polizeibehörden waren im Einsatz, um eine sichere An- und Abreise der auswärtigen Fans nach und von Meschede zu gewährleisten. „Alles andere als ein ruhiger Nachmittag für die Polizei!“, so der Einsatzleiter, Erster Polizeihauptkommissar Rudolf Figgen.(pb)

 

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