Verhalten optimistisch in das Jahr 2013

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Bei der Jahrespressekonferenz zog die Volksbak Bigge- Lenne eG ein erstes positives Fazit des Geschäftsjahres 2012. (Foto v.l. Michael Griese, Peter Kaufmann, Andreas Ermecke)

Eine der eigenkapitalstärksten Banken in Südwestfalen, so Kaufmann in Anwesenheit seiner Vorstandskollegen Andreas Ermecke und Michael Griese, habe sich in einem schwierigen Umfeld am Markt erneut bestens positioniert. Der Vorstandssprecher verwies auf ein kontinuierliches und solides Wachstum. Das werde vom Vertrauen der Mitglieder und Kunden sowie einer engagierten Mitarbeiterschaft getragen. Über 1.400 neue Mitglieder und eine große Anzahl Kunden wurden neu gewonnen und ein gutes Betriebsergebnis erzielt.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick: 

Trotz zurückgehender Sparquote und Wettbewerbsverzerrungen zeigen sich die Kundeneinlagen mit 844 Millionen Euro auf einem hohen Niveau. Kaufmann: „Die Menschen suchen nach sicheren und soliden Anlagemöglichkeiten für ihr hart verdientes Geld. Von dieser Haltung hat die Volksbank auch im fünften Jahr der Krise profitiert.“

In diesem Zusammenhang kritisierte der Sprecher die Pläne für eine Europäische Einlagensicherung: „Es muss uns gelingen, die Institutssicherung der Volksbankengruppe, die weit mehr absichert als die gesetzlich geschützten 100.000 Euro, zu erhalten. Eine europäische Lösung würde die deutschen Einlagen gefährden.“

Wirtschaft positiv gestimmt

Dass die regionale Wirtschaft ist insgesamt positiv gestimmt: Rund 1,1 Milliarden Euro hat die Volksbank insgesamt an Krediten bereitgestellt. Allein in 2012 waren es 185 Mio. Dann darunter sind rund 43,6 Millionen Euro Fördermittel, die von der Volksbank vermittelt wurden. Ermecke: „Das bedeutet für uns viel Arbeit und wenig Gewinn, doch gehört das zu unserem Selbstverständnis möglichst das Beste für unsere Kunden und Mitglieder herausholen zu können.“  Die Unterstützung von 46 Existenzgründern brachte und erhielt mehr als 80 Arbeitsplätze in der Region. Die Summe der Buchkredite insgesamt stieg um 51 Millionen Euro oder 6,8 Prozent. Interessant: Private Wohnungsbauinvestoren sicherten sich die aktuell niedrigen Zinsen zum Teil über einen Zeitraum von 15 Jahren und länger. Die Bilanzsumme kletterte um 36  Millionen Euro oder drei Prozent auf 1,243 Milliarden Euro.

Verhalten optimistisch in das Jahr 2013

In das Jahr 2013 geht die Volksbank mit verhaltenem Optimismus. Kaufmann: „Wir rechnen mit leichten Zuwächsen auf beiden Seiten der Bilanz.“ Die größten Herausforderungen für das eigene Institut sieht der Vorstandssprecher in dem Ziel die Nr. 1 in der Kundenzufriedenheit zu werden. „ Um die hohe Beratungsqualität flächendeckend zu gewährleisten, müssen wir auch über Veränderungen in der Filialstruktur nachdenken. Das bedeutet ein Abwägen von nachhaltiger Wirtschaftlichkeit im Kundengeschäft und den Erwartungen der Kunden an eine Genossenschaftsbank. Spezialberatungen können zukünftig nicht mehr in jeder Filiale durchgeführt werden. Wir werden die Beratungskompetenz zukünftig in der Fläche bündeln müssen“, so Kaufmann.

Rund 4.000 Besucher der eigenen Online-Filiale und 1.000 Anrufe pro Tag im telefonischen KundenServiceCenter seien ein Beweis für sich stark veränderndes Kundenverhalten. Die Bank ist aktuell mit 28 Standorten im Kreis Olpe und im Hochsauerlandkreis erreichbar. Darüber hinaus nutzten immer mehr Mitglieder und Kunden die Beratung außerhalb der regulären Öffnungszeiten zwischen 8 und 19 Uhr. Die Zahl der Mitarbeiter liegt bei 296 (Vorjahr 290), darunter 24 Auszubildende wie bereits im Vorjahr.

 Fotos: Andy Klein/Licht+

 

 

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