Viele gesetzliche Änderungen in 2013

Print Friendly

Das neue  Jahr bringt  eine Vielzahl gesetzlicher Änderungen mit sich. 

So dürfen  Familien sich über die Einführung des Betreuungsgeldes freuen und auch die Abschaffung der Praxisgebühr sowie die Senkung des Rentenbeitrages auf 18,9 Prozent machen sich im Geldbeutel jedes einzelnen bemerkbar. Darauf weist die Volksbank Bigge-Lenne in einer Pressemitteilung hin und zeigt weitere Neuerungen auf:

Seit dem 21. Dezember 2012 gelten für Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen die neuen Unisex-Tarife. Dahinter verbirgt sich die künftige Tarifgleichheit für Männer und Frauen. Bislang wurden zur Risiko-Berechnung genaue versicherungs-mathematische und statistische Daten herangezogen, was für beide Geschlechter zu unterschiedlichen Beitragshöhen führen konnte. Diese Praxis ist nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nun nicht mehr zulässig. „Es ist empfehlenswert, die private Vorsorge und Absicherung generell überprüfen zu lassen. Nur so ist es möglich, diese passend zu den persönlichen Bedürfnissen zu gestalten.“, schildert  Albrecht Stettner, Versicherungsspezialist der Volksbank Bigge-Lenne.

Mehr Transparenz

Bessere Transparenz bei zertifizierten Altersvorsorgeverträgen soll künftig das von der Bundesregierung geplante Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz gewährleisten. Dies beinhaltet unter anderem neue Förderhöchstgrenzen für die staatlich geförderte Altersvorsorge. Bei der Basisversorgung  im Alter heißt dies eine Steigerung der Höchstgrenze für Alleinstehende um 4.000 Euro auf 24.000 Euro, bei zusammen veranlagten Ehepaaren auf 48.000 Euro.

Wohn-Riester noch attraktiver

Auch Wohn-Riester wird jetzt noch attraktiver. Das auf einem sogenannten Wohnförderkonto angesparte Riester-Kapital wird ab dem kommenden Jahr mit einem statt mit zwei Prozent verzinst, dadurch wächst das Förderkonto langsamer und die nachgelagerte Besteuerung fällt deshalb  geringer aus. „Darüberhinaus kann angespartes Riester-Vorsorgevermögen ab 2013 jederzeit und ohne negative Auswirkung auf die staatliche Förderung dazu genutzt werden, um Haus oder Wohnung zu erwerben, sofern der Sparer dort selbst wohnt“,  weiß  Andreas Humberg, Regionaldirektor Privatkunden.

Für behinderten- und altersgerechte Umgestaltung des Eigenheims kann künftig ebenfalls Wohn-Riester -Kapital in Anspruch genommen werden. Voraussetzungen hierfür sind durch einen Sachverständigen bestätigte Aufwendungen die mindestens 6.000 Euro betragen und innerhalb der ersten drei Jahre nach Kauf oder Bau der Immobilie entstehen. Bei späteren Umbauten liegt die Aufwendungsgrenze bei mindestens 30.000 Euro.

Betreuungsgeld

Zudem hat die Bundesregierung  die Einführung des Betreuungsgeldes zum 1. August 2013 beschlossen. Profitieren können hiervon Eltern, deren Kinder von staatlichen Betreuungsangeboten wenig oder gar keinen Gebrauch machen. Das heißt: Es werden Familien unterstützt, die sich selbst um die Betreuung des eigenen Nachwuchses kümmern. Diese Unterstützung kann direkt im Anschluss an das Elterngeld in Anspruch genommen werden und bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres bezogen werden. Ab 1. August 2013 erhalten Famlilien so 100 Euro und ab 1. August 2014 sogar 150 Euro pro Monat extra.  Humberg : „Wenn Eltern das  Betreuungsgeld in die private Altersvorsorge investieren, erhalten sie einen weiteren staatlichen Bonus von 15 Euro im Monat.

Durch ein Plus in der Rentenkasse und die stabile Entwicklung der Konjunktur, fällt der Beitragssatz zur Rentenversicherung ab dem 1. Januar 2013 um 0,7% auf nun 18,9%. Die übrigen Sozialversicherungsbeiträge bleiben im kommenden Jahr unverändert.

 

Vorteile  für Minijobber

Über mehr Geld in der der Tasche dürfen sich ab 1. Januar 2013 auch Mini- und Midijobber freuen. Sie dürfen dann 50 Euro mehr, also 450 Euro pro Monat verdienen und zählen weiterhin zu den geringfügig Beschäftigten. Für Beschäftigte in der sogenannten „Gleitzone“, den Midijobbern, steigt der Satz der Verdienstgrenze ebenfalls um 50 Euro auf dann 850 Euro. Wer ab Januar 2013 einen Minijob antritt, bleibt wie gewohnt kranken-, pflege- und arbeitslosenversicherungsfrei, wird aber zukünftig rentenversicherungspflichtig. Das heißt: Bei vergleichsweise günstigen Beitragssätzen hätten Beschäftigte trotzdem volle Ansprüche auf die Leistungen aus der Rentenversicherung. Dafür sollen Minijobber den Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung (pauschal 15%) aus eigenen Mitteln aufstocken.Wegen der geplanten Senkung des Rentenbeitrages würde ein Minijobber also nur 3,9% aus der eigenen Tasche zahlen müssen. Das wären bei einem Verdienst von 450 Euro maximal 17,55 Euro pro Monat. Bestehende Minijob-Verhältnisse sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Neue geringfügig Beschäftigte können sich aber auf Antrag von dieser Versicherungspflicht befreien lassen.

 

Firmenkunden gefordert

Die Schaffung des Euro-Zahlungsverkehrsraumes SEPA ist Teil der Umsetzung des Binnenmarktes. Ein erster Schritt war die Einführung des EURO-Bargeldes im Jahr 2002. Zum 1. Februar 2014 lösen nun die SEPA-Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften mit IBAN und BIC die nationalen Verfahren mit Kontonummer und Bankleitzahl ab. „Dieser Termin ist insbesondere für Firmenkunden wichtig, da diese ab 1. Februar 2014 die neuen SEPA-Zahlverfahren anwenden müssen“, informiert Meinolf Grobbel, Regionaldirektor Firmenkunden. Für Privatkunden gilt noch eine Übergangsfrist bis Anfang 2016. Die Volksbanken  unterstützen die neuen SEPA-Verfahren mit ihrer technischen Infrastruktur bereits seit 2008.  Kunden der Volksbank Bigge-Lenne eG profitieren  vom Binnenmarkt und von SEPA. Seit dem Start der SEPA-Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften in den Jahren 2008 und 2009 sind diese bereits parallel zu den nationalen Verfahren nutzbar. „Nutzen Sie die Einsparpotenziale und setzen Sie bei der Umstellung auf die neuen Zahlungs-Anwendungen auf unsere kompetente Unterstützung“, rät Grobbel.

 

Kommentare

  1. Gassenreh, Jakob meint:

    Die bescheidene Anerkennung der Leistung für Erziehung und für basale kognitive Entwicklung durch das Betreuungsgeld ist sehr zu begrüßen.
    Denn so toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu befürchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu erwarten, dass die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt geerntet wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

Deine Meinung ist uns wichtig

*