Die Schülerfirma

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„Schülerfirma“ heißt das Konzept mit dem das Gymnasium der Stadt Schmallenberg neue Wege geht.

Die Idee, von Lehrerin Verena Verspohl, aus der mittlerweile eine richtiges, kleines Unternehmen wurde, stieß auf riesige Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern in allen Jahrgangsstufen. „Damit haben wir gar nicht gerechnt“, erzählt die Lehrerin. In unterschiedlichen „Abteilungen“ kümmern sich die Schülerinnen und Schülern um alle Belange ihres Unternehmens. Design, Marketing, Handwerk, die Finanzen und den Internet- Auftritt. Ganz ohne Eigenkapital gingen die Jung-Unternehmer ans Werk, auch der Server für den Internet- Auftritt durfte nichts kosten. „Deshalb liegt die Seite auf einem türkischen Server, der ist kostenlos“, erklärt Verena Verspohl. (www.schuelerfirma.tk)

In den vergangenen Wochen wurde fleißig gewerkelt, kleine Möbelstücke restauriert, Handytaschen wurden entworfen und genäht, ein erstes Serienprodukt, individuell gestaltbare Handtäschchen aus Buchdeckeln, ist in der Entwicklung- am vergangenen Wochenende dann, startete die Schülerfirma ihren ersten Verkauf beim „kleinen Weihnachtsmarkt“ im „Fundhaus“ in Gleidorf. „Wir freuen uns besonders über die Kooperation mit dem Fundhaus“, so Verena Verspohl, Lehrerin und Initiatorin des Projektes. Die Schülerfirma bekommt nun auf Dauer einen eigenen Bereich im Geschäft in Gleidorf, wo die Produkte der Schülerfirma erworben werden können.

Somit verfügt die Firma nun über erstes eigenes Kapital, welches zur Weiterentwicklung der Firma genutzt wird. Hierbei steht das generieren von Wachstum allerdings nicht an erster Stelle, sondern die Nachhaltigkeit mit welcher die Firma arbeitet und wirtschaftet.

Dieses Konzept ist preisverdächtig und so macht sich am  6. Dezember eine Abordnung der Schülerfirma auf den Weg nach Düsseldorf um dort den Preis des Projektbüros „NRW denkt nach(haltig)“ in der Staatskanzlei entgegenzunehmen. Das Projektbüro zeichnet jährlich Aktionen und Organisationen aus, die sich im Bereich Bildung für eine nachhaltige Entwicklung engagieren. Auftraggeber von „NRW denkt nach(haltig)“ ist das Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der notwendige Bus für die Fahrt nach Düsseldorf, wurde übrigens von einem Schmallenberger Bus- Unternehmen gesponsert, welches begeistert ist von der Idee der Schülerfirma und diese unterstützen möchte.

Foto: großer Andrang beim Verkaufsstart der Schülerfirma im Gleidorfer Fundhaus

 

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