Schmallenberger Unternehmen innovativ

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Denkanstöße für Unternehmen geben und über aktuelle Wirtschaftsthemen informieren, unter dieser Philosophie steht das jährlich stattfindende Wirtschaftsgespräch der Wirtschaftsförderung Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. (SUZ). Bewusst wurde daher für dieses Jahr das Thema „Zukunftsorientiert denken, innovativ handeln – Innovationsmanagement als Baustein für eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung im Unternehmen“ gewählt.

Hochkarätige Referenten aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft prägten das Abendprogramm des 3. Schmallenberger Wirtschaftsgesprächs im Maritim-Hotel Grafschaft.

„Standortbedingt haben wir es teilweise schwerer als andere Regionen. Glücklicherweise sind unsere Schmallenberger Unternehmer bereits sehr innovativ. Das möchten wir weiter unterstützen.“, so  Heinz-Josef Harnacke, Vereinsvorsitzender von SUZ.

Innovationsprozesse erfolgreich gestalten

Im ersten Expertenvortrag zeigte Prof. Dr. Bernd Kriegesmann Präsident der Westf. Hochschule Gelsenkirchen und Institutsleiter der Ruhr-Universität Bochum Wege auf, wie die erfolgreiche Gestaltung von Innovationsprozessen unterstützt sowie Innovatoren für den Aufbruch zu Neuem ermutigt und befähigt werden können. Innovationen sind in der heutigen Zeit ein immer wichtiger werdender Bestandteil für die langfristig erfolgreiche Zukunftsgestaltung eines Unternehmens. Hierbei brauchen nicht immer völlig neue Wege gegangen werden. „Das Kerngeschäft muss weiterlaufen und neue Ideen dürfen nicht die finanzielle Existenz gefährden.“, so Kriegesmann. Dauerhaft zahle es sich jedoch aus, „bewährte“ Strukturen und Prozesse regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen.

Die innovativen Kräfte im Unternehmen brauchen Rahmenbedingungen unter denen sie ihre Potenziale zur Entfaltung bringen können und Rückendeckung von der Unternehmensführung.

Aufbruch zu Neuem ermöglichen

Will man den Aufbruch zu Neuem ermöglichen, sind Wege jenseits bestehender Pfade zu beschreiten. Wirkliche Ausbrüche aus gewohnten Bahnen sind meist nicht das Ergebnis der Durchführung zentral entwickelter Pläne, sondern entstehen vielmehr aus Versuchen und Irrtümern sowie aus Lernprozessen dezentraler Innovationskräfte, die vom Erfolg ihrer Idee überzeugt sind.

Rolf Laakmann, Transferberater der Fachhochschule Münster GmbH, informierte die Gäste anschließend über das Instrument „Innovationsgutscheine“, mit denen das Land NRW Firmen finanziell unterstützt. Gefördert werden neue Entwicklungen von der Idee bis zum marktfähigen Endprodukt  sowie qualitative Verbesserungen bestehender Produkte und Dienstleistungen. Für externe wissenschaftliche Beratung im Vorfeld der Entwicklung eines innovativen Produktes, einer innovativen Dienstleistung können Unternehmen über den „Innovationsgutschein B“ Fördermittel bis zur Höhe von 5.000 Euro erhalten. Für externe umsetzungsorientierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, innovative Produkte, Produktionsverfahren und Dienstleistungen bis zur Marktreife auszugestalten, werden über den „Innovationsgutschein F+E“  Fördermittel bis zu 10.000 Euro bereitgestellt. In einem vereinfachten Antragsverfahren konnten in den letzten Jahren 93 % aller eingegangenen Anträge bewilligt werden

„Warum sind Sie eigentlich Unternehmer geworden? Welche Ziele hatten Sie zu Beginn Ihres Unternehmerdaseins? Wo sehen Sie ihr Unternehmen in zehn Jahren?“  Gerhard Hochstein, Unternehmensberater aus Bad Fredeburg, animierte die 55 Besucher abschließend unter anderem über diese Fragen nachzudenken und berichtete über erfolgreiche Praxisbeispiele. Innovationen sind in der heutigen Zeit ein immer wichtiger werdender Bestandteil für die langfristig erfolgreiche Zukunftsgestaltung eines Unternehmens.

Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und zum Gespräch mit den Referenten hatten die Unternehmer beim anschließenden Abendbuffet. Der Tenor der Referenten und Teilnehmer am Ende des Abends lautete: Es gibt keine Patentrezepte des Innovierens. Jedoch brauchen innovative Kräfte Rahmenbedingungen, unter denen sie ihre Potenziale zur Entfaltung bringen können. Der Unternehmer muss hier als „Möglichmacher“ fungieren und auch bereit sein, Wege jenseits bestehender Pfade zu bestreiten.

Foto oben: v.l. Gerhard Hochstein, Heinz-Josef Harnacke, Rolf Laakmann, Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Gernot Miller

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